Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 16:47
Es überrascht mich, dass du die Moorflächen bei Nicklheim kennst um das zu beurteilen.
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Eine genauere und vollständigere Zusammenfassung findet sich in der Wikipedia. Die Synthese von Glucose ist nur die mengenmässig global weitaus am bedeutendste realiserte Möglichkeit. Die allermeiste Glucose, die in grünen Blättern erzeugt wird, wird übrigens nicht gespeichert sondern dient als Energielieferant für die Pflanze selbst (Stichwort Citrat-Zyklus).Kirschkernchen hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 12:51 6 CO2 + 6 H2O -----> C6H12O6 + 6 O2
Aus Kohlendioxid und Wasser entsteht in den Chloroplasten Glukose und Sauerstoff. Photosynthese.
Ja, es wäre gut, das zu verstehen: Wenn man schon quantitative Vergleiche bemüht: Der meiste Kohlenstoff auf der Erde ist nicht biologisch aktiv, sondern in Gesteinen gebunden.Kirschkernchen hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 12:51 Das gesamte Leben besteht im wesentlichen aus Kohlenstoffatomen, Wasserstoffatomen und Sauerstoffatomen. Die Kreisläufe vom Werden und Vergehen sind in Pflanzen- Tier und Menschenwelt aufeinander abgestimmt. Ohne die Kohlenstoffatome im Kohlendioxid, die Wasserstoffatome im Wasser und die Sauerstoffatome im Kohlendioxid und Wasser gäbe es keine organischen Stoffe. Sie sind also nicht nur hilfreich, sie sind essenziell. Kohlendioxid und Wasser sind praktisch Leben. Das muss verstanden werden, wenn man in der modernen Welt bemerkt, dass um Kohlendioxid (böse) und Wasser (gefährlich und knapp) so ein Hype gemacht wird.
Klimaschutz bedeutet, über eine Reduktion der CO2-Produktion aus fossilen Quellen die Zunahme des CO2 in der Luft zu reduzieren, weil die indirekten Wirkungen einer erhöhten CO2-Konzentration auf das Klima eben auch höchst nachteilige Folgen auf die menschliche Gesellschaft als Ganzes haben. Das fossile CO2 ist deshalb problematisch, weil es bisher nicht am biologischen Kohlenstoffkreislauf teilgenommen hat und deshalb zu einer Konzentrationserhöhung in der Luft führt, nicht weil es an sich schädlich wäre. Das alles ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und seit einiger Zeit auch im Bewusstsein der breiten Masse angekommen.Kirschkernchen hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 12:51Es geht um die Beherrschung des Lebens, indem man Wasser und C02 "tokenisiert", es speicherbar, knapp, handelbar und besteuerbar macht. Es geht nicht um Klimaschutz oder Solidarität. Das ist lediglich die Poesie, mit der wir es leichter akzeptieren.
Es geht nicht um nasses oder trockenes Jahr. Es geht darum die Entwässerung der Moorfläche zu stoppen. Drainagerohre müssen entfernt und Entwässerungsgräben zugeschüttet werden. Aber bitte so, dass die Wiesen der umliegenden Landwirte nicht zu viel im Wasser stehen. Das ist eine Gratwanderung. Fürs Moor macht es schon einen Unterschied der Wasserstand ein paar Zentimeter höher oder niedriger ist. Ist es zu trocken, wachsen die Birken leichter und man hat mehr rauszuschneiden.Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 18:31 Ich glaube für die Natur ist es wurscht ob ein trockenes oder nasses Jahr ist, in den Zeiträumen in der die Natur "denkt" ist das egal.