Die ersten
Holzsparherde hatten Herdringe. Dazu gehören die Pfannen mit breitem oberen Rand und dünnen Wänden, die oft aus innen verzinntem Kupfer oder Messing, später dann aus Alu, waren. Damit kann man sehr schnell Wasser wärmen, aber schlecht braten.
Zur bequemeren Bedienung gab es Glocken aus Gusseisen mit einem Henkel oben, um das Loch abzudecken, wenn kein Topf drauf war. Die sind heutzutage schwer zu finden. Man hatte einen eisernen Haken, um Herdringe und diese Glocken zu bewegen. Liess man den auf dem Herd liegen, hat man sich daran die Finger verbrannt.
Diese Herde haben die offenen Herdstellen ersetzt, wo man an der Kette oder auf dem Dreibein gekocht hat.
Dazu gab es dann einsetzbare Kochplatten, die anstelle der Herdringe aufs Pfannenloch kamen und auf denen moderne Kochtöpfe mit ebenem Boden verwendet werden können, die dann aussen sauber bleiben. Wenn du moderne Kochtöpfe auf dem alten Sparherd verwenden willst, brauchst du so eine, und dazu den speziellen Haken, um sie herauszunehmen.
Der Vorteil ist, dass die Töpfe nicht schwarz werden, was die Küchenarbeit sehr erleichtert. Aussen schwarze Kochtöpfe sind im Alltag sehr lästig, man kann sie eigentlich nur im Brunnen reinigen, weil sonst die Spüle und alles drum herum schwarz wird.
Nachteil ist, dass sehr hohe Anforderungen an die Ebenheit der Herdplatte und der Topfböden bestehen, sonst ist der Wirkungsgrad sehr schlecht. Deshalb können diese Geräte nur industriell hergestellt werden.
Moderne Holzkochherde haben keine Topflöcher mehr, aber oft eine Klappe in der Platte, um Holz von oben nachzuwerfen. Man hat eine grosse ebene Kochfläche und kann die Töpfe herumschieben, bis die Hitze passt. Bei den alten Ringherden geht das nicht gut.
Ich habe noch alle Systeme oft in Gebrauch. Um im Sommer Wasser zu wärmen, benutze ich oft einfach eine offene Feuerstelle, die dreiseitig mit Schamottsteinen vom Abbruch windgeschützt ist.

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Das geht deutlich schneller als auf einem Holzherd, den man extra dafür anheizen müsste, hingegen kann man auf dem Herd mit der gleichen Holzmenge wesentlich mehr erreichen.
Das alles wird in Dorf- und Freilichtmuseen gezeigt.
Für Gartenhäuschen, Sommerfrischen und so weiter ist der Holzsparherd eine gute Alternative zum Elektro- oder Gasherd, weil er bei wenig Pflege unverwüstlich ist und man keinen Brennstoff kaufen muss.