Rohana schrieb:
"Bei uns wachsen Himbeeren ganz ohne Moos
was schliessen wir jetzt daraus..."
Rohana, ich beglückwünsche dich zu deinen Himbeeren und du darfst mich zu meiner niederländischen "Gartencenter-Leurs-Venlo-Industrie-Himbeere" beglückwünschen, welche seit 2 Jahren in einem runden 80x80cm-Kübel steckt, der nur mit Blumen- und Gemüseanzucht-Erde bestückt ist und mit sonst nix (ok - oben drauf weiße Steine); Dünger sah die Himbeere noch nie. Anfangs war sie 40cm groß und hatte nur einen Trieb. Mittlerweile bringt sie es auf satte 350-400cm und hat 3 Pariser-Eifelturm-Triebe und nebenbei noch etliche weitere, die kleiner sind. Es ist nicht mehr zählbar. Den Kübel sieht man nicht mehr, dafür jede Menge Triebe mit noch mehr Blättern und gefühlten 250 kleinen Himbeeren (2019 erntete ich rund 10-15 Himbeeren, 2020 rund 50 Stück, ich bin gespannt auf 2021).
Bezüglich meiner Venlo-Himbeere hast Du folglich recht.
Aber bezüglich der Wild-Himbeeren hier nicht. Es sind drastische Unterschiede da.
Zaun + nur Boden ohne Bewuchs = Himbeeren haben offenbar Schwierigkeiten.
Wildnis ODER Kübel + Moos oben drauf = Gehen gut ab >>> Formel 1: Platz 2 hinter Erdbeeren.
Wenn ich an Pflanzen jeglicher Art denke (Blumen / Nutzpflanzen / Sträucher / Bäume / was-auch-immer), sind da folgende Faktoren entscheidend:
- Pflanze.
- Boden.
- Licht.
- Luft.
- Wasser.
- Düngung.
- Mensch.
- Tiere.
Das sind 8 Faktoren.
Erdbeer-/Himbeer-Experten werden sicherlich noch weitere Faktoren nennen können.
Multipliziert man meine 8 Faktoren jetzt mit je xy Dingen, die schief gehen könn(t)en, kommen wir auf wieviele Dinge, die Probleme verursachen könnten?
Es ist also wie ein Schweizer Uhrwerk.
100.000 (?) kleinste Zahnräder.
Ändert sich eines, wirken sich die Änderungen auf alle anderen Faktoren/Dinge aus.
Was will ich damit sagen?
Daß wir daraus gar nichts schließen, Rohana.
Es gibt nicht DEN Boden oder DIE Pflanze.
In Timbuktu kann Pflanze XY mit Faktor 423 und Faktor 699 sicherlich verdammt gut gedeihen, in Woauchimmerdorf aber wiederum nicht oder weniger gut. Was in Timbuktu richtig ist, kann in Woauchimmrdorf falsch sein.
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Sven schrieb:
"Mulchen"
Wieder was dazu gelernt.
Danke.
Sven schrieb:
"dass die Topfhimbeeren wesentlich mehr Dünger (Blumenerde, wenn's deine beschriebene Standartmischung ist) bekommen und der Lehmige Boden vllt nicht so anwachsfreundlich ist wie das Topfsubstrat"
Das könnte sein.
Topf- und Wild-Himbeeren sitzen in der selben Erde wie die Zaun-Himbeeren.
Aber die Zaun-Himbeeren haben (noch!) keine Mulchung, alle anderen schon.
Die Topf-Himbeeren wurden mit dem Spaten raus geholt (womit der Wurzelballen tatsächlich in jener Wald-Erde statt in meiner Erde-Kombination sitzt) und tatsächlich in meine Waldboden-Blumenerde-Gemüseanzuchterde-Kombination eingesetzt, bevor ich drum herum liegendes Moos drauf pfropfte.
Die Zaun-Himbeeren nicht - ich ging davon aus, daß der Boden ok sei. Denn er ist regenwurmig und - abgesehen von der fehlenden Mulchung - fast genauso beschaffen, wie der Waldboden, in dem die anderen Wild-Himbeeren (nicht im Topf) sitzen.
Ich werde also um eine Mulchung und Düngung wohl nicht herum kommen.
Ist eine Aufgabe für Sonntag.
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Zurück zu den Erdbeeren von StefanieM.:
Mich würde in den kommenden Wochen mal interessieren, ob das Problem von dir bzw. deinen Erdbeeren behoben werden konnte oder nicht.
Und wenn ja:
Wie wurde das Problem behoben?
Jetzt wollte ich gerade auf "ABSENDEN" klicken, da kam mir noch ein Gedanke:
Warum das Rad neu erfinden, wenn man vermutlich mehrere funktionierende Räder bei Oli findet?
Link:
https://landidylle.com/?s=Erdbeere
Gut - mein Rad läuft gut.
Aber ich werde in einem ruhigen Moment sicher mal bei Oli "spicken"; vielleicht kriege ich mein Rad ja noch einen Ticken verbessert....
