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Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Mo 1. Jul 2019, 20:25
von Gwenhwyfar
Ich glaube nicht, dass die extensive Weidewirtschaft das größte Problem der Regenwälder (und anderer Ökosysteme) ist, sondern die riesengroßen Monokulturen auf denen Futtermittel angebaut werden. Die meisten Viecher stehen doch nicht auf der Weide zum Grasen, sonder im Stall, wo sie dann mit Soja und Mais gefüttert werden.
Nur vom Fleisch der "glücklichen" Schnucken der Lüneburger Heide oder der Hinterwälder Rinder auf der Schwäbischen Alb kann man den immensen Fleischhunger der Menschheit halt nicht stillen.

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Di 2. Jul 2019, 13:24
von woidler
Muß " man" denn den immensen Fleischhunger der Menschheit unbedingt stillen ?

Wie schauts denn dann mit dem immensen Energiehunger aus?


woidler

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Di 2. Jul 2019, 15:48
von Rati
Hunger stillen ist immer i.O., aber das Überfressen muss beendet werden. Egal ob Fleisch, Energie, oder sonst irgendwas.

Grüße Rati

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Di 2. Jul 2019, 16:23
von christine-josefine
Rati hat geschrieben:Hunger stillen ist immer i.O., aber das Überfressen muss beendet werden. Egal ob Fleisch, Energie, oder sonst irgendwas.

Grüße Rati
:daumen: :daumen: :daumen:

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Fr 5. Jul 2019, 13:54
von Benutzer 72 gelöscht
Wow - bei "Musik im Ohr" hab ich wunderschöne Wüstenbilder gefunden :pft: : Einsiedler hat geschrieben

Das, was ich jetzt eben bezweifle ist:
A) Kann so eine Gegend Kühe oder Schafe ernähren und tränken?
B) Kann hier Gras wachsen, wenn es "ganzheitlich beweidet" wird?
C) Schaden die Büsche und "Bäume" und Sukkulenten dem lokalen Klima? Die mindern doch wohl die Winde, oder nicht?

und .... Wer und was lebt in diesen Rissen?
Wahrscheinlich einzigartige Lebewesen, die man ausrottet, wenn es keine Wüsten mehr geben täte......

(in Amerika heißt so eine Landschaft wohl "desert" oder "desierto" also Wüste, Biologen hin oder her)

Aber eigentlich hätt sich alles erledigt, wenn man das beherzigen tät ... *träum*
Rati hat geschrieben:Hunger stillen ist immer i.O., aber das Überfressen muss beendet werden. Egal ob Fleisch, Energie, oder sonst irgendwas.
"sich überfressen" ist sehr sehr oft, um etwas anderes, was fehlt, zu kompensieren.... :hmm:

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Sa 6. Jul 2019, 08:13
von emil17
Eine Wüste ist ein Landstrich, wo aus klimatischen Gründen "nichts" wächst.
Wenn man genau hinschaut, findet man trotzdem viel, genau so wie man auf der kahlsten Glatze noch ein Häärchen finden kann.
Leider gibt es Millionen von Quadratkilometern solcher Flächen, deshalb wäre es ein geringerer Verlust, solche Flächen statt bestes Kulturland zuzubetonieren oder intensiv zu bebauen.
Ohne Regen oder Bewässerung nützt allerdings auch ganzheitliche Bewirtschaftung nichts. Es gibt nun mal nichts, was ohne Wasser wachsen kann.

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Sa 6. Jul 2019, 16:44
von Manfred
Ein aktuelles Video aus Afrika:
https://www.facebook.com/sarah.savory.9 ... 119012843/

Oder Chihuahuan Wüste in Mexico:
https://www.youtube.com/watch?v=AnISyZ6ml1g


Der größte Teil der "Wüsten"-Flächen auf diesem Planeten ist durch menschlichen Einfluss entstanden und dieser Prozess ist umkehrbar.
Echte Wüsten gibt es nur wenige.

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Sa 6. Jul 2019, 16:52
von emil17
Manfred hat geschrieben: Echte Wüsten gibt es nur wenige.
welche denn?

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Sa 6. Jul 2019, 17:24
von Manfred
Das kann niemand sicher sagen, weil die Bewirtschaftung die Niederschläge beeinflusst und dieser wiederum nur ein Faktor von vielen sind.
Aber unter ca. 150 mm Niederschlag pro Jahr wird es sehr schwierig. Teile der Atacama z.B. liegen in diesem Bereich.

Die Sahara wäre vermutlich zu mind. 2/3 rückeroberbar. Dann würden auch der Tschadsee und evtl. sogar der "Northern Dafür Mega-Lake" wieder aufleben.
Aber das wäre natürlich ein sehr langfristiges Projekt, bei dem man sich langsam von den Rändern und Oasen aus vorarbeiten müsste.

Würde man die Sache konsequent angehen, könnten evtl. noch zu unseren Lebzeiten die ehemaligen Kornkammern Nordafrikas wieder auferstehen.

Re: Darum traue ich dem ganzen nicht ...

Verfasst: Sa 6. Jul 2019, 19:56
von Rohana
Manfred hat geschrieben: Würde man die Sache konsequent angehen, könnten evtl. noch zu unseren Lebzeiten die ehemaligen Kornkammern Nordafrikas wieder auferstehen.
"man" könnte halt so viel, wenn "man" wollte und Geld dafür parat hätte und sich einig wäre usw, usf...