Re: Brombeeren als Schutzhecke?
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 08:33
Überlege dir das gut. Das Zeug wuchert hemmungslos und ist bald eine Plage. Bei einem passenden Standort gibts jedes Jahr 6 Meter lange oder längere Triebe, die am Ende wurzeln. Die essbare, reich tragende und wohlschmeckende Sorte Rubus armeniacus ist extrem wüchsig und kann innert weniger Jahre ganze Grundstücke zuwuchern, auch grosse. Andere Arten sind ähnlich schlimm, haben aber schlechtere Früchte.
Brombeeren sind halbschattentolerant, d.h. sie wachsen auch in benachbarte Gehölze ein.
Ich würde eine Hecke aus Weissdorn oder Heckenrosen machen, die haben den Vorteil, dass sie dort bleiben, wo man sie gepflanzt hat. Alles was Ausläufer macht (Sanddorn, Schlehe, Brombeere) wird nach wenigen Jahren sehr lästig, es sei denn man baue eine Wurzelsperre ein - Brombeeren überwinden auch die.
Ein nasser und schwerer Schnee kann dir Hecken aus Brombeere (wie auch aus Rosen) plattmachen. Das stört die Brombeere weiters nicht, aber vielleicht Dich. Weil Brombeertriebe im zweiten Jahr nach dem Fruchten ganz absterben, gibts keine stabile hohe Hecke, sondern mit der Zeit einen Haufen toter Triebe in allen Verrottungsstadien, die fortzu von den neuen Trieben überdeckt werden.
Wenn Dornenhecke mit Zaunfunktion gewollt ist, dann nimm Weissdorn. Eine gut aufgebaute Weissdornhecke, die man nach wenigen Jahren umlegt, wird undurchdringlich. Berberitze (Sauerdorn) ist noch stachliger und im Holz, vor allem auf nährstoffreichem Boden, etwas instabiler. Dafür nimmt sie mit dem magersten Boden vorlieb.
Guten Einbruchschutz gibt es, indem man einen Drahtmaschenzaun von Sträuchern durchwachsen lässt. Wer die Hecke entfernen muss, wird dich dafür hassen, dafür ist es recht bald dicht. Zu Beginn, bevor die Sträucher schützen, stellst du den Maschenzaun auf die Innenseite und nochmals innendran einen Elektrozaun. Grund ist, dass die Sträucher bald beim Durchzwicken des Maschendrahts stören und es kaum möglich ist, durch ein Loch im Maschendraht am geladenen E-Zaun vorbeizukommen.
Wenn das Grundstück flach ist und es einen hohen Grundwasserstand hat, machst du auf der Innenseite einen Wassergraben, tust den Aushub als Wall zur Grenze hin und pflanzest die Sträucher da drauf. Das grenzt wucherndes Gesträuch gut ab, wenn er breit genug ist (Bagger).
Hat ein Dieb ernsthafte Absichten und Zeit, nützt das alles natürlich nichts.
Ach ja, Grenzhecken muss man zum Nachbar hin auf eigenem Grund pflegen können, wenn der mit einer Grenzbepflanzung nicht einverstanden ist. Das sollte man als Dienstbarkeit ins Grundbuch eintragen (jeder schneidet seine Hälfte wann und wie es ihm gefällt ist am einfachsten), damit er es sich nicht nach einigen Jahren anders überlegt oder es eine Handänderung gibt und der neue Besitzer auf die gesetzlichen Grenzabstände besteht.
Brombeeren sind halbschattentolerant, d.h. sie wachsen auch in benachbarte Gehölze ein.
Ich würde eine Hecke aus Weissdorn oder Heckenrosen machen, die haben den Vorteil, dass sie dort bleiben, wo man sie gepflanzt hat. Alles was Ausläufer macht (Sanddorn, Schlehe, Brombeere) wird nach wenigen Jahren sehr lästig, es sei denn man baue eine Wurzelsperre ein - Brombeeren überwinden auch die.
Ein nasser und schwerer Schnee kann dir Hecken aus Brombeere (wie auch aus Rosen) plattmachen. Das stört die Brombeere weiters nicht, aber vielleicht Dich. Weil Brombeertriebe im zweiten Jahr nach dem Fruchten ganz absterben, gibts keine stabile hohe Hecke, sondern mit der Zeit einen Haufen toter Triebe in allen Verrottungsstadien, die fortzu von den neuen Trieben überdeckt werden.
Wenn Dornenhecke mit Zaunfunktion gewollt ist, dann nimm Weissdorn. Eine gut aufgebaute Weissdornhecke, die man nach wenigen Jahren umlegt, wird undurchdringlich. Berberitze (Sauerdorn) ist noch stachliger und im Holz, vor allem auf nährstoffreichem Boden, etwas instabiler. Dafür nimmt sie mit dem magersten Boden vorlieb.
Guten Einbruchschutz gibt es, indem man einen Drahtmaschenzaun von Sträuchern durchwachsen lässt. Wer die Hecke entfernen muss, wird dich dafür hassen, dafür ist es recht bald dicht. Zu Beginn, bevor die Sträucher schützen, stellst du den Maschenzaun auf die Innenseite und nochmals innendran einen Elektrozaun. Grund ist, dass die Sträucher bald beim Durchzwicken des Maschendrahts stören und es kaum möglich ist, durch ein Loch im Maschendraht am geladenen E-Zaun vorbeizukommen.
Wenn das Grundstück flach ist und es einen hohen Grundwasserstand hat, machst du auf der Innenseite einen Wassergraben, tust den Aushub als Wall zur Grenze hin und pflanzest die Sträucher da drauf. Das grenzt wucherndes Gesträuch gut ab, wenn er breit genug ist (Bagger).
Hat ein Dieb ernsthafte Absichten und Zeit, nützt das alles natürlich nichts.
Ach ja, Grenzhecken muss man zum Nachbar hin auf eigenem Grund pflegen können, wenn der mit einer Grenzbepflanzung nicht einverstanden ist. Das sollte man als Dienstbarkeit ins Grundbuch eintragen (jeder schneidet seine Hälfte wann und wie es ihm gefällt ist am einfachsten), damit er es sich nicht nach einigen Jahren anders überlegt oder es eine Handänderung gibt und der neue Besitzer auf die gesetzlichen Grenzabstände besteht.