Seite 2 von 2
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 08:18
von emil17
rotoflex hat geschrieben:Ich glaube zu wissen das wasserführende Öfen einen schlechteren Wirkungsgrad von der wärmeausbeute haben weil halt die Wärmeschlange mit geheizt werden muss und Wasser bekanntlich im normalzustand nicht wärmer als 100 Grad wird. Das bedeutet auch kälterer Rauch im Schornstein,dadurch weniger Zug und Gefahr der Versottung des selben.
Das ist nur die Hälfte der Geschichte.
Dass man den Ofen mitheizen muss (die Wärmeschlange ist Teil des Ofens), liegt in der Natur der Sache. Ich nehme ja den Motor auch mit, wenn ich Auto fahre, obwohl das das Fahrzeuggewicht erhöht
Die Sache mit der Rauchtemperatur hängt von der richtigen Konstruktion der Brandstätte ab, denn kälterer Rauch bedeutet auch, dass (saubere Verbrennung, d.h. kontrollierte Luftzufuhr vorausgesetzt und damit nicht mehr Luftdurchsatz als nötig) mehr der freigesetzen Wärme eben nicht durch den Schornstein weggeht. Gut konstruierte Öfen erlauben eine saubere Verbrennung ohne Versottungsgefahr. Sott oder Glanzruss entstehen aus bzw. sind unvollständig verbrannte Substanzen, die sich im Schornstein niederschlagen.
Das Hauptproblem ist aber ein anderes: Was ist Wirkungsgrad beim Heizen?
Ein normales Holzfeuer hat eine viel zu hohe Wärmeleistung, man muss also zwischenspeichern. Hat man nicht einen sehr schweren Grundofen, so wird dadurch jeder Raum überheizt und man lüftet oder drosselt das Feuer (-> schlechte Verbrennung). Was nützt dir dann ein guter Wirkungsgrad des Ofens?
Ein richtig gebauter Ofen mit Wasserführung hat einen von den Wassertaschen gentrennten Brennraum, damit dort die Verbrennung bei hoher Temperatur und vollständig erfolgen kann.
Die Wärme soll den Rauchgasen, nicht dem Feuer entzogen werden. Ist das Zirkulationswasser nicht zu kalt, kommt es nicht zu Kondensatbildung am Wärmetauscher und weil die Verbrennung gut ist, hat man nur feste Asche (die im Brennraum bleibt), CO2 und H2O.
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 09:02
von Benutzer 146 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Ist das Zirkulationswasser nicht zu kalt, kommt es nicht zu Kondensatbildung am Wärmetauscher und weil die Verbrennung gut ist, hat man nur feste Asche (die im Brennraum bleibt), CO2 und H2O.
dafür gibt`s eine sog. "Rücklaufanhebung". Das ist ein thermostatgeregeltes 3-Wege-Ventil, das in der Aufheizphase einen "Kurzschluss" in der WT-Leitung erzeugt und so dafür sorgt, dass die Temperatur des Wassers im WT sehr schnell ~60° erreicht. Dann erst wird die Leitung zum Puffer geöffnet. Eine sehr simple aber auch sinnvolle Vorrichtung gegen Glanzruß auf den WT-Flächen!
Gruß
frodo
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 19:29
von Benutzer 2354 gelöscht
funktioniert bei uns schon 7 Jahre ohne Probleme mit Wärmetauscher bis jetzt auch noch ohne Reparatur. Nachteil ist eben das das ganze Stromabhängig ist.
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Mi 24. Aug 2016, 20:35
von rotoflex
Ein Ofen für fossile Brennstoffe,der elektro energetisch abhängig ist, das wäre mein Ofen ganz sicher nicht.
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: So 28. Aug 2016, 23:33
von esox
Der Ofen wird kein Strom brauchen, aber irgendwie muss das Wasser ja zirkulieren.
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Di 30. Aug 2016, 23:00
von rotoflex
Ja sicher wird da eine Umwälzpumpe im Ofen verbaut sein,ich finde das nun wirklich blöd,da ist es schon ein fossiler Speicherofen,in dieser Konstellation sicher auch nicht billig,auf ein paar Kröten mehr Entwicklungkosten kommt es dann auch nicht an um vieleicht diesen Ofen ohne Strom über Schwerkraft laufen zu lassen.Und genau dort stellt sich die Frage nach einem einfachen Heizkessel zu einem Bruchteil vom Preis des Ofens.Irgendwie gibt es nichts was es nicht gibt.

Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Di 30. Aug 2016, 23:24
von Benutzer 146 gelöscht
rotoflex hat geschrieben:Ja sicher wird da eine Umwälzpumpe im Ofen verbaut sein,ich finde das nun wirklich blöd,da ist es schon ein fossiler Speicherofen,in dieser Konstellation sicher auch nicht billig,auf ein paar Kröten mehr Entwicklungkosten kommt es dann auch nicht an um vieleicht diesen Ofen ohne Strom über Schwerkraft laufen zu lassen.Und genau dort stellt sich die Frage nach einem einfachen Heizkessel zu einem Bruchteil vom Preis des Ofens.Irgendwie gibt es nichts was es nicht gibt.

was bitte ist ein "fossiler Speicherofen"?

ich dachte, es geht um Öfen für Holz - oder wollt ihr Kohle und Öl darin verheizen?
Re: nochmal: wasserführender Küchenherd
Verfasst: Mi 31. Aug 2016, 07:30
von Benutzer 2354 gelöscht
klar geht das auch mit einem Schwerkraftofen aber wer will denn diese Riesenmengen Wasser zusätzlich warm machen ? Ne Pumpe ist da rein Energie Mässig schon sinnvoller. Das was mich eben stört ist eben die Abhängigkeit vom Strom. Aber haben noch einen Ersatzofen für den Notfall rumstehen.