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Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: Mo 18. Apr 2016, 13:53
von Luna
Oelkanne hat geschrieben:
Schreiben sich die Kontrolleure irgentwas auf? Füllstände oä.?
Bis jetzt nicht. Nur ob mal geleert wurde und wann, wollte sie wissen.
Und für 17,5€/Jahr kannst du nicht so viel bauen...
Stimmt, aber so ein Sandfilter wäre finanziell noch drin, wenn's denn der Rettung der Welt dient.

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: Di 19. Apr 2016, 21:37
von Benutzer 662 gelöscht
schau mal unter Rotteanlagen in der Forumssuche,

vl. findest Du so eine Lösung für Dein Problem.

auch kann man mit solchen Anlagen sich nicht nur Selbstversorgen (Dünger) sondern auch noch SelbstEntsorgen!

Kk

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: Mi 20. Apr 2016, 09:55
von Luna
@kleinerklaus
Danke für deinen Hinweis. Auch bei einer Pflanzenkläranlage besteht mW das Problem, dass sie keine Feststoffe verteilt, sondern nur, an eine Mehrkammergrube nachgeschaltet, das Abwasser weiter klärt.

Die Feststoffe der ersten Klärkammer müssen also auch dort entfernt werden.

Genau das war die Frage, nämlich, wie bekomme ich die Feststoffe in Eigenregie aus der Kammer (unabhängig davon, ob ich das darf, oder nicht, weil damit u.a. Arbeisplätze gefährdet werden).

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: So 24. Apr 2016, 10:49
von Kirschkernchen
Hallo Luna.

Es gibt kleine Schlammpumpen/Fäkalienpumpen, die am Boden ein Schneidwerk haben, also einfach ein rotierendes Messer, was auch Papier und Klumpen zerkleinert. Wenn die nötige Förderhöhe nicht gerade 20m oder noch mehr sein soll, sondern du einfach z.B. 3m Höhenunterschied zwischen dem Anlagenboden und einem Fass/Prärie hast, gehen aus meiner Sicht relativ kleine Pumpen ab 180-300 Euro mit ca. 1000-1500Watt. Die sehen ungefähr aus wie Schmutzwasserpumpen, sind aber etwas größer und schwerer, so bis ca. 20Kg. Man kann sie noch problemlos mit der Hand in die Grube ablassen und am Schlauch/Rohr festhalten.

Im Netz einfach mal den Suchbegriff eintippen und die Förderhöhen und die Leistung/Stromanschluss 230V/400V ein- oder zweiphasig vergleichen. Professionelle, auf Dauerbetrieb ausgelegte Abpumanlagen , die z.B. benutzt werden um turnusmäßig ein Reservoire zu einer 10-30m höher gelegenen Abwasserleitung zu pumpen, sehen lediglich noch eine Nummer größer aus, aber prinzipiell auch nicht viel anders...und diese haben einen Rohrinnendurchmesser von 5-6cm, das sind dicke Plastikrohre mit Rückschlagventil, wo also immer eine Schlammsäule im Rohr steht. Zu beachten ist, dass je größer die Förderhöhe und je dicker die zu drückende Wassersäule, desto mehr Anlaufkraft und auch Dauerkraft muss aufgebracht werden. Daher ist nicht unbedingt ein sehr dickes Rohr zu bevorzugen. Für deine kleine Menge schätze ich die nötige Rohrdicke auf ca. 4 cm oder etwas mehr.

Das einzige Problem bei einem so großen Intervall ist das immer fester werdende "Dicke". Ich bin da natürlich auch noch nicht abgetaucht und hab das ausprobiert. Sollte das ganze zu fest werden, müsstest du ein kürzeres Intervall wählen und ne möglichst starke Pumpe wählen. Sollte es dann doch mal zu fest sein, müsstest du beim Abpumpen die Pumpe langsam von oben absinken lassen, während du gleichzeitig die Suppe schön mit einem Wasserstrahl von oben verdünnst. So werden die Gruben ja auch von den Firmen dann gereinigt, mehr Hexerei ist es nicht.

Guten Appetit!
Kirschkernchen

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: So 24. Apr 2016, 15:45
von Luna
@kirschkernchen

Vielen Dank für deinen sachbezogenen ausführlichen Beitrag! Nein, die Förderhöhe ist unter 3 m. Über den Lüftungsstutzen (der Revisionsdeckel ist unter einer Erdschicht und nur mit Aufwand zugänglich) bekomme ich Schläuche bis max. 10 cm Durchmesser abgesenkt.

Da aus deinem Beitrag nicht hervorgeht, ob du/ihr selbst Erfahrungen mit dem Abpumpen einer Klärgrube habt, gehe ich davon aus, dass du auch keine konkrete Geräteempfehlung geben kannst.

Es bleibt uns - aufgrund deiner Hinweise - nur, selbst zu gurgeln.

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: So 24. Apr 2016, 20:22
von Kirschkernchen
Doch, ich hab eine Anlage mit 28 Metern Pumphöhe in Betrieb, wohne an einem Berg, wo die Straße mit der Kanalisation weit über mir ist. Eine Geräteempfehlung gebe ich nicht, weil du m.E. ein weit schwächeres Gerät brauchst. Einfach mal das Wort Fäkalienpumpe eingeben und eine Pumpe mit Schneidwerk und ca. 1000 Watt raussuchen. Die kann ruhig um die 200 Euro liegen. Bei Werkzeugen aller Art ist eine Markenempfehlung m.E. äußerst schwierig, weil jeder andere Erfahrungen damit macht und andere Erwartungen hat. Ich persönlich brauche keine Markennamen, andere wieder suchen bei allem außer Marken dann nur Fehler.

K.

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: So 24. Apr 2016, 20:57
von Benutzer 662 gelöscht
Luna hat geschrieben:@kleinerklaus
Danke für deinen Hinweis. Auch bei einer Pflanzenkläranlage besteht mW das Problem, dass sie keine Feststoffe verteilt, sondern nur, an eine Mehrkammergrube nachgeschaltet, das Abwasser weiter klärt.

Die Feststoffe der ersten Klärkammer müssen also auch dort entfernt werden.
das ist richtig. Auch ich muß die Feststoffe vor dem Pflanzenbeet abfiltern.
Aber ich filter die über ein Holzhäcksel- Strohbett ab und nicht durch anaerobe Rotte wie in einer Mehrkammergrube.
So entstehen unter Einsatz von ca. 6 kleinen Bund Stroh und einigen Sägespänen per annum etwa FÜNF bis SECHS Schubkarren Kompost im jahr bei einem vier-Personen -Haushalt.

bei den jährlich fälligen Wassertests werden mir regelmäßig "exelente" Werte bescheinigt.

MEIN GEKAUFTES SCHNITZEL GEHÖHRT MIR!! AUCH NACH DER VERDAUUNG!!

Kleinerklaus

Re: Kleinkläranlage abpumpen?

Verfasst: So 24. Apr 2016, 22:04
von Luna
@Kleiner klaus
Ja, euer System ist demnach etwas anders. Die Nachklärung ist auch nicht unser Problem, weil das Abwasser, bevor es das Grundstück verlässt, durch einen Teich, einen Graben und einen Weiher fliesst. Wir kommen um*s Abpumpen von Zeit zu Zeit nicht herum.

@Kirschkernchen
Ich habe dir eine PN geschickt.