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Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Mi 20. Jan 2016, 19:44
von Benutzer 3370 gelöscht
hunsbuckler hat geschrieben:wenn die Menschen ihre geistigen und materiellen Ressourcen nicht mehr an Aberglauben verschwenden
Stadtgärtner hat geschrieben:Meinst Du auch solcherart Aberglauben wie den an Fortschritt und Wirtschafswachstum?
@Stadtgärtner der Satz kann mE auch nur in deinem oder ähnlichem Sinne verstanden werden (vielleicht kann man noch Finanzsystem, Glaube an die reduktionistische Wissenschaft ua ergänzen), sonst würde er ja keinen Sinn ergeben. :pfeif:

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Fr 22. Jan 2016, 17:33
von anja
Nochmal Danke für eure Antworten! Ich habe einfach Lust, das auszuprobieren. Obgleich ich den Link von hunsbuckler voller Interesse durchgelesen habe, das hat mir doch etwas den Wind aus den Segeln genommen. Fand ich (leider) ziemlich überzeugend. Aber ob mans nun glauben mag oder nicht, ich finde jedenfalls einen praktischen Aspekt an der Sache. "Jemand" übernimmt die Planungsarbeit für mich ;) Wenn ich so in den Garten schau, weiss ich nämlich meist echt nicht, wo ich anfangen soll. Im Frühjahr mags noch gehen, aber spätestens ab Mitte Mai entgleitet mir die Kontrolle. Dann mach ich zuerst, wozu ich Lust hab und was ins Auge springt und danach ist leider die Zeit rum. :rot: Sprich die entfernteren Gartenbereiche verwildern mehr und mehr und je schlimmer es da wird, desto höher wird die Hemmschwelle. Wie schön, wenn dann der Kalender sagt "heute ist ein Fruchttag, mach heute die Erdbeeren, die Blattgemüse sind erst nächstens dran" Wie übersichtlich, nur die Erdbeeren? Na die krieg ich im Zeitplan noch unter. Oder im Herbst die Ernteschwemme, wie angenehm, dass es Tage gibt, wo die Erde "gibt" - Erntetage, und Tage wo sie "nimmt" - Pflanztage. Dann muss ich nicht alles auf einmal machen.

Ich gebe unumwunden zu, das ist mein persönliches mentales Problem. Wenn ich ein kleines Heftchen brauche, was mir in den ... tritt, damit ich weiss was ich machen soll... Kann bestimmt mancher nur fassungslos den Kopf schütteln. Seht doch einfach drüber weg :pfeif:

Aber irgendwann, wenn ich mal Zeit hab, dann mache ich ein paar Versuchsreihen. Und dann werden wir ja sehen!

LG Anja

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 01:24
von hunsbuckler
Warum vertraust Du einer standardisierten Zeitmatrix ohne Bezug zu Deinem individuellen Garten+Klima mehr als Deiner Intuition?

"Wozu Du Lust hast und was Dir ins Auge springt" ist doch vielleicht gerade genau das Richtige!

Wieso läßt Du Dich von einer Mondphasentussi zu Arbeiten nötigen, zu denen Du gerade keinen Bock hast?
Wir werkeln doch hauptsächlich aus Freude am Garten und nicht, um ein fremdbestimmtes Programm abzuspulen!

Und warum solltest Du Arbeiten liegen lassen, die Dir ins Auge springen, also nach Deinen persönlichen Prioritäten dringend sind,
zugunsten weniger wichtigen Sachen, bloß weil sie laut Mondkalender "dran" sind?

Und wenn irgendwelche Ecken verwildern...na und?
Lass sie doch!
Offenbar gehören sie nicht zu DEINEN Prioritäten und geben der natürlichen Entwicklung Freiraum.

Die Kontrolle an Fremde abgeben aus Angst vor Kontrollverlust wirkt auf mich so absurd wie Selbstmord aus Angst vorm Tod.

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 08:36
von hobbygaertnerin
Ich kenne den Kalender von Maria Thun schon viele Jahre, an ihrem langjährigen Wissen und ihrer Erfahrung zweifle ich keinesfalls.
Bei den Bienen halte ich mich aus inzwischen gemachter Erfahrung an die passenden Tage,
beim Garten ist es schwieriger, weil Wetter, Zeit nicht immer mit dem Kalender zusammenpassen.
Muss mir den Kalender für dieses Jahr noch besorgen.

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 09:48
von Olaf
Die Kontrolle an Fremde abgeben aus Angst vor Kontrollverlust
Das ist ein interessanter Gedankengang..... :daumen:

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 10:09
von Benutzer 2354 gelöscht
ein Koch kocht ja auch erst nach Rezept und irgendwann wen er dann richtig gut ist kommt er auch ohne Rezept aus.
Da kommt auch keiner auf die Idee und redet von Kontrollverlust :pfeif:

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 10:18
von Olaf
wen er dann richtig gut ist kommt er auch ohne Rezept aus.
Und ohne Mondkalender? :hmm: Den Vergleich versteh ich irgendwie nicht.

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 12:52
von Benutzer 72 gelöscht
Kann man die Mondphasen spüren??

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 13:05
von osterheidi
Habe mir über die jahre mühe gegeben, aber nichts gespürt ausser vielleicht kurz vor vollmond gewisse aggressionen. Wenn man so will mond pms :lol:
Bei bäumen können wir bei uns über 20 jahre auf beobachtungen zurückgreifen mit notizen und allem. Da könnte es eine auswirkung geben.
Im garten habe ich früher nach maria thun und dann nach mond versucht zu arbeiten und komme immer mehr ab davon.
Auf dem gartenboden habe ich eine zeitlang beobachtet ob steine eher oben liegen nach regen oder nicht. War spannend , denn es w a r unterschiedlich . aber daraus etwas abzuleiten ginge mir zu weit.

Re: Maria Thun und Gärtnern mithilfe "kosmischer Einflüsse"?

Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 16:58
von hunsbuckler
Haben die Steine nicht auch schon vor dem Regen oben gelegen und waren nur als Erdklumpen getarnt?
Und waren erst als Steine erkennbar, nachdem der Regen sie sauber gewaschen hat?
Und falls nicht, hat es nicht doll genug geregnet...
...wo ist da das Geheimnis?