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Re: Beheizbarer Anbau

Verfasst: Mi 21. Okt 2015, 19:41
von emil17
So langsam wirds ja konkret.
Bei 20m2 Nutzfläche kommst du mit Trockenbau allein nicht weit, das gibt bei einer Dachlast von 250kg/m2 (Haut und Schneelast) etwa 5t Auflast auf die Wände. Die Dachkonstruktion, die diesen Raum stützenfrei deckt, wiegt nochmal einiges, wenn der Raum nicht ein langer Schlauch wird.
Ich würde da Handgelenk mal pi mit gebrannten Lochziegeln mauern und aussen drauf noch etwa 10 cm dämmen (mit Holzfaser-Weichplatten oder ähnlich), dann Hinterlüftung und dann dein Eternit.
Das Blechdach würde ich sehr gut unterlüften, Blech ist eine Super Dampfsperre, nur als Dachhaut beim beheizten Inneraum leider auf der falschen Seite.
Bei grossformatigen Blechen treten wegen der Temperaturdehnung sehr grosse Scherkräfte auf, was dir mit der Zeit Schrauben abschert oder Schraubenlöcher ausnudelt, wenn das Blech nicht schieben kann, also halte dich stur an die Verlegehinweise des Lieferanten.
Kleine Lecks sind schwer zu finden und weil eingedrungenes Wasser (wiederum wegen der Dampfsperrwirkung auf der falschen Seite) kaum mehr abtrocknet, sind Blechdächer auch nicht ganz problemlos. Zudem machen sie bei Regen ziemlich Lärm.
In all diesen Dingen sind Schuppen-Eindeckungen viel problemloser.

Re: Beheizbarer Anbau

Verfasst: Mi 21. Okt 2015, 20:04
von babayaga
Steffen hat geschrieben: Baugenehmigungstechnisch gibt es kein Problem, das ist schon geklärt.
Mir ging es bei meiner Frage lediglich darum, welche Dämmung in welcher stärke nötig wäre, um "Wohnzimmerniveau" zu erreichen.
Also habt Ihr bereits eine Baugenehmigung oder Ihr habt Jemanden der diese für Euch erwirkt, egal wie, in beiden Fällen muss ja Jemand einen EnEV-Nachweis erbringen bzw. ein Gesamtkonzept ansatzweise angedacht haben?

Nachtrag: wenns vernünftig werden soll, würde ich die 20qm in klassischer Massivbauweise (monolythisch oder mit extra Dämmschicht) herstellen, da unbedingt das Eternit mit zu verwursteln nur um des Daseins wegen, würde ich nochmal überdenken. Andernfalls, wie connymatte schrieb, sich am HRB ansatzweise orientieren, was die Dämmstärken angeht, wo man wiederrum auch die WLG der Dämmstoffe beachten muss.

Re: Beheizbarer Anbau

Verfasst: Do 22. Okt 2015, 10:46
von Steffen
babayaga hat geschrieben:
Also habt Ihr bereits eine Baugenehmigung oder Ihr habt Jemanden der diese für Euch erwirkt, egal wie, in beiden Fällen muss ja Jemand einen EnEV-Nachweis erbringen bzw. ein Gesamtkonzept ansatzweise angedacht haben?
'ne Baugenehmigung haben wir und 'nen EnEV Nachweis brauchen wir nicht. Es wird ja kein Wohnraum. Sagen wir mal so, es soll ein Schuppen oder Stall werden, welcher beheizbar sein muss. Drin wohnen wird kein Mensch.

Re: Beheizbarer Anbau

Verfasst: Do 22. Okt 2015, 13:35
von Benutzer 3370 gelöscht
Steffen hat geschrieben:Mir ging es bei meiner Frage lediglich darum, welche Dämmung in welcher stärke nötig wäre, um "Wohnzimmerniveau" zu erreichen.
Diese Frage kannst du hier ( https://www.u-wert.net/berechnung/u-wer ... &outside=0 ) relativ einfach und rasch klären.
Unbenannt.jpg

Re: Beheizbarer Anbau

Verfasst: Do 22. Okt 2015, 14:27
von Steffen
Danke!