https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a ... 29900.html
Mich persönlich würde es gar nicht so sehr stören mein ganzes Geld abzugeben, man hat ja alles was man braucht. Mir wäre es glaube ich nur zu viel Fremdbestimmung und Gemeinschaft. Also wenn ich z.B. nach Taschengeld fragen muss, um mir einen Kasten Bier zu kaufen und dann noch 3 Stunden diskutieren muss, ob nun für Alkohol Geld ausgegeben werden darf und ob Trinken generell erlaubt ist, dann schmeckt mir mein Feierabendbier auch nicht mehr.
Auch dieses endlose Entscheiden im Konsens, gewaltfreie Diskutieren usw. ist nicht so meins. Ich bin erziehungstechnisch und auch beruflich eher aus der ZackZack Ecke, da geht mir sowas glaube ich etwas auf die Nerven.
Trotzdem hatte ich ernsthaft mal überlegt auf ein Info-Wochenende zu fahren, weil die Vorteile doch enorm sind: gemeinsame Kinderbetreuung und Spielkameraden für die Kinder, gemeinsames Kochen, Arbeiten und Leben "unter einem Dach" usw. Die Frage ist eben, ob man private Rückzugsräume hat. Ich hab mal in einer WG gelebt, das war gar nichts für mich. Man hatte kaum Privatsphäre, gemeinsam genutztes Bad (inkl. angerauchter Joints auf dem Waschbecken morgens), ständig Lärm. Es hat schon Spaß gemacht, da zu Quatschen und Abends Bier zu trinken und zu qualmen, aber wenn abends direkt vor deinem Zimmer der Bär abgeht und du musst morgens zur Arbeit ist das auch nicht so prickelnd.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich echt im Bereich Gartenbau / "handwerkliche Tätigkeiten" glücklich werden kann, wenn ich das Vollzeit mache. Das kann man nur ausprobieren. Nun habe ich bald ein Jahrzehnt als Wissenschaftler gearbeitet, da wäre das schon ein enormer Bruch. Naja, das sind ja eher persönliche Gedanken, ich bin hier irgendwie abgeschweift.

