Warmwasser mit wasserführendem Herd

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emil17
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Re: Warmwasser mit wasserführendem Herd

#11

Beitrag von emil17 »

Hatt ich mal in einer Alt-Wohnung.
Boiler muss weiter oben montiert sein als der Ofen, auf kurze Leitungswege und ausreichend Querschnitt achten.
Der Ofen muss den Leitungsdruck aushalten und das Wasser sollte kalkarm sein und die Heizkreise sollten aus nicht korrodierendem Material bestehen (Kupfer, Messing o.ä.).
Eine Rücklaufsicherung ist Pflicht (ein Ventil, das verhindert, dass Wasser wegen der Volumenzunahme durch die Erwärmung in die Speiseleitung zurückgedrückt wird).
Ebenso muss der Boiler ein funktionierendes Überdruckventil haben, das zudem ausreichend Volumen pro Zeit ablässt. Der Ablass muss zudem ungefährlich abgeleitet werden - da kommt bei Ansprache die ganze thermische Leistungsabgabe des Holzofens an den Boiler in Form von Heissdampf raus!
Hauptproblem an der Sache ist, dass man kochendes Wasser im Kreis hat, wenn man zuviel heizt. Das geht, je nachdem wie die Sache gebaut ist, recht schnell.

Ich würde sowas nicht installieren.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Autarkie

Re: Warmwasser mit wasserführendem Herd

#12

Beitrag von Autarkie »

Servus Emil!

Ich möchte den Ofen in der Sommerküche, also nicht im Haus!

Warum meinst du soll ich diesen nicht installieren? Beziehst du deine Meinung auf eine Schwerkraftheizung (also ohne Pumpe) oder auf den Ofen überhaupt?

Das konnte ich aus deinen Ausführungen nicht erkennen. Ich möchte nicht heizen. Sondern nur Kochen und Boilerwasser erwärmen. Ist das möglich? Meine Vorstellung war, ein 200 oder 300 Liter Boiler soll die Wärme "runterkühlen". Oder denke ich jetzt total falsch?

Oder soll ich den Ofen einfach "trocken" benutzen, also nur darauf kochen - wofür ich den ja ursprünglich gedacht/gekauft hatte.

Liebe Grüße, Autarkie
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emil17
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Re: Warmwasser mit wasserführendem Herd

#13

Beitrag von emil17 »

Du kannst es probieren.
Es ist einfach nicht ganz problemlos.
Die Gefahr besteht dann, wenn zuviel Wärme da ist.

Weil ein Boiler sich auch (wenn auch nur lagsam, vor allem wenn er gut gedämmt ist) wieder bakühlt, ist es sehr träge, ein System mit zu grossem Boiler so hochzuheizen, dass brauchbare Wassertemperaturen zapfbar werden. Und verschwenderisch, weil die meiste Wärme aus dem Brennstoff eben doch nicht zum Wasser erwärmen genutzt wird.
Umgekehrt kann es eben durch Überhitzung zu Problemen kommen, wenn geheizt werden, aber kein Brauchwasser verbraucht werden soll. Z.B. beim Einkochen von Konfitüre.

Für eine Sommerküche wäre es vielleicht einfacher, einen Topf mit Wasser aufzusetzen.
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Autarkie

Re: Warmwasser mit wasserführendem Herd

#14

Beitrag von Autarkie »

Danke Emil!

Wäre ja das ursprüngliche Vorhaben gewesen, und wird auch wahrscheinlich so benutzt werden. Es war nur so ein Gedanke, eine "Spinnerei" meinerseits. Aber eigentlich will ich eh noch länger leben :)

Sommerliche Grüße

Autarkie
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karl-erwins-frau
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Re: Warmwasser mit wasserführendem Herd

#15

Beitrag von karl-erwins-frau »

Ein Tüftler kann vielleicht sogar aus einem Boot einen Hubschrauber machen.
Aber das ist kein Grund, ein Boot zu kaufen, wenn man einen Hubschrauber möchte.
Und der Tüftler würde dann nicht fragen, wie man es machen soll.
Hast Du schön geschrieben :-)

Manchmal vermutet man ja auch einfach, dass etwas nicht funktioniert und will das nur bestätigt haben.
Geht mir zumindest manchmal so. Und ich habe ja wirklich oft Spinner-Ideen :lol:
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