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Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 13:26
von Webwiesel
Dann heizt du aber das Treppenhaus mit und die scheinbar alternative, preiswerte Lösung kommt dich über die Jahre teurer oder arbeitsintensiver weil du für Energiekonzerne mehr arbeiten gehen, oder selbst Holz oder dergl. anschleppen musst. Ist nicht alles "alternativ" nur weil man "alternative" Baustoffe verwendet.

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 13:30
von luitpold
warum die viele arbeit? gipsfaser oder lehmbauplatten können genausoviel, sollten preiswerter sein und du hast viel weniger sauerei und arbeit.
Webwiesel hat geschrieben: Ist nicht alles "alternativ" nur weil man "alternative" Baustoffe verwendet.
:daumen: das wird da gerne und oft vergessen,
wärmedämmung mit 2m sand
:haha:

lg
luitpold

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 13:38
von Webwiesel
Klassischer Trockenbau: Profilschienen mit Akkuschrauber anbringen, Gipsplatten draufschrauben und Glaswolle dazwischen ( oder auch nicht ) , je nach Lage und Notwendigkeit mit oder ohne Dampfsperre, dann zur Optik "flüssige Tapete" drauf die wie Lehmputz ausschaut oder dergl. andere optische Lösung...


Die Kältebrücke mit dem Sand ist gut, muss ich mir merken :mrgreen:

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 13:58
von luitpold
chorge hat geschrieben:2. sind die ökologischen folgen bei der ehrstellung der gipsplatten zu verheerend
das ist natürlich ein argument, habe ich allerdings noch nie gehört. :hmm:

lg
luitpold

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 14:15
von marion
Gegen Schimmel im Stroh hilft Kuhdung. Riecht nach Trocknung nicht und ich hab es jetzt sogar mal als Pelletform gesehen. Ich würd die Pellets in Wasser auflösen ( Achtung, die Dinger sind hochkonzentriert ), das Stroh darin einweichen lassen und anschließend in der Sonne trocknen. Geht nur im Sommer, aber vieleicht hast du ja Zeit.
Unten mehrlagigen Hasendraht rein, machst es den Mäusen etwas schwerer. Allerdings sind Mäuse sehr hartnäckig, aber die tauchen auch ohne Stroheinladung auf. Tja...OSB. Was könnte man da anderes nehmen :hmm: Es muß ja irgendwie etwas luftdurchlässig sein, grübel. Unbehandelte Holzplatten vieleicht ? Bretterschalung und obenauf dann Lehm ? Holz arbeitet aber und der Lehm könnte Risse bekommen. Streckmetall unter den Lehm ? Könnte gehen. Ich persönlich würd es halt einfach mal ausprobieren. Wenn du Pech hast, mußt du es halt noch mal machen. Oder du hast Glück und hast ne prima Wand.
Probieren geht über studieren...

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 14:27
von Webwiesel
@chorge

Ich habe vor vielen, vielen Jahren als Baupraktikant und Handlanger Fachwerkhäuser mitsaniert. Das sah so aus, dass wir alle Fächer ausgeräumt haben bis nur noch das Holzgerippe stand. Das Holzgerippe haben wir komplett mit Winden 80 cm gehoben und nenn neuen Sockel druntergemauert. Die Fächer haben wir dann mit Ytong-Platten ausgemauert, eingenagelte Dreiecksleisten haben die Steine gehalten. Es wurden neue Decken aus Leichbeton reingeblasen und der Zimmermann hat Balken erneuert. Die Denkmalbehörde fand alles nicht kontraproduktiv. Kontraproduktiv war, dass der Vorbesitzer ein Blechkleid direkt auf die Hauswände genagelt hatte und die Wände und Balken deshalb Wasser gezogen haben. Das Wasser konnte nicht nach draußen durch.

Was ist an modernen Baustoffen "kontraproduktiv" wenn Häuslebesitzer durch eigene Bausünden ihr Häuschen killen ?

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 15:46
von Webwiesel
chorge hat geschrieben:Risse beugt man mit schilffrohrgeflecht vor :-)
ja osb-platten sind auch nicht optimal da wäre eine einfache bretterwand besser und ausreichend.
Ja genau, warum preiswert wenns auch teuer geht.......Gipsplatten sind politisch einfach nicht korrekt.....

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 16:26
von marion
Webwiesel hat geschrieben:
chorge hat geschrieben:Risse beugt man mit schilffrohrgeflecht vor :-)
ja osb-platten sind auch nicht optimal da wäre eine einfache bretterwand besser und ausreichend.
Ja genau, warum preiswert wenns auch teuer geht.......Gipsplatten sind politisch einfach nicht korrekt.....

Das hat doch nichts mit politisch korrekt zu tun :hhe:

Gipsplatten sind soweit ich weiß nicht diffusionsoffen. In Altbauten hät ich auch Bammel sowas einzubauen... gerade wenn viel Holz verbaut wurde ( Fachwerk ). Das hat mit Öko sowas von gar nichts zu tun, sondern das Holz schlicht und ergreifend nicht luftdicht verpackt werden sollte. Die Feuchtigkeit ( und sei es auch nur die Restfeuchte der Baustoffe ) kann nicht weg und es gammelt über die Jahre einfach so weg. Stroh, Lehm und Holz sind nunmal "alte" Baustoffe und vertragen sich mit solchen Fachwerkaltbauten einfach besser.

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 16:48
von Little Joe
... und was spricht gegen Lehmbauplatten? Die wurden oben schon erwähnt aber wohl nicht näher in Betracht gezogen :aeh:

Re: Unbehandeltes Stroh als Dämmung?

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 16:55
von luitpold
zu den gipsfaserplatten würde ich auch noch gerne einige fakten lesen. stimmt das wirklich??? :hmm: