Moin,
melde mich mal zurück von der bekloppten Bananeninsel, aus dem kleinen Tal des großen Königs.
Bin auch noch nicht ganz wieder hier.
Hab auch erst mal nur die Fotos, die noch auf den Kamera-Chips drauf waren durchgeschaut, die anderm muss ich erst sichten, die haben wir aufs Notebook kopiert. Aber zum Appetit machen mag es reichen.
Es kommt mir auch gar nicht mehr so deplaziert vor hier im Forum, für eventuelle Aussteiger und auch aus Sicht der SV ist manches gar nicht so uninteressant.
Aber von vorn: Was ich nicht wusste, als wir uns unsere Reise zusammengebastelt haben:
Das ist ja echt die Hippi-und Aussteigerinsel schlechthin.
Als die ersten Hippies in den 70ern vom Valle zurückgekehrt sind, haben sie verkündet, sie hätten das Paradies entdeckt.
Damals war das Valle Gran Rey übrigens nur per Boot zu erreichen, die Straße wurde erst später gebaut.

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Manche sind gleich da geblieben, andere sind wieder gekommen, und noch andere ebenso.
Am rechen Bilderand im den Höhlen am Wasser wohnen immer noch welche.

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Das ist playa de ingles, auch die "Schweinebucht" genannt.
Jedenfalls, irgendwie sind die mit den einheimischen Fischern, so kommt es mir vor, eine merkwürdige Symbiose eingegangen. So leben jetzt, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe 6000 Menschen im Valle, 10% sind Deutsche.
Aber einen skurile Mischung aus deutschen (und spanischenn Hippies), oft würde ich die Pennern gleichsetzen; auch Althippis, die sich hier irgendwie sozialisiert haben mit Restaurants oder Boutiquen, Esos, allerlei Glücksritter, Veggis gibts, Ökofreaks, naja, schwer zu beschreiben.
Aber ohne dieses Volk hätten die Fischer immer noch keine Straße.
Aber auch keinen überdimensionierten Hafen...na egal, dazu komm ich noch andermal.
Jedenfalls haben die alle beizeiten das Potential der Abgelegenheit erkannt, es gibt ein Verbot, mehr als 3-stöckig zu bauen und nur 2 Hotels im ganzen Valle.

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Das ist "unser" Dorf, unser Häuschen liegt unter den Terassen mitte links, fast schon am Barranco, hier nicht mehr gesehen, ich hab aber auch irgendwo Bilder von "ganz oben".
Btw, ich weiß nicht, ob Barranco "Fluß" bedeutet, jetzt war er trocken, aber manchmal ist er wohl auch voller Wasser.
So wächst ringsrum Schilf.
2012 ist hier alles abgebrannt, es muss grauenhaft gewesen sein.
Fast das ganze Tal und große Teile des Loorberwaldes oben sind beschädigt, überall liegen abgebrochene Palmen rum, und die wieder ausgetrieben haben, kaum eine, die nicht schwarz ist am Stamm.
Marokko hat mit Löschflugzeugen geholfen, aber es ist furchtbar.
(Von den kleinen EU-Bürokratenstreichen berichte ich euch andermal, beim Palmenbescheiden...)

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Zwei Drittel haben es aber überlebt:

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Das übrigens der Blick von meinem Kopfkissen aus, in der Mitte, das ist ein Spiegel:

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So, jetzt hab ich nur noch la Gomera vom Heck der Fred.Olsen-Schnellfähre zu bieten, der ja durchaus was mit dem überdimensionierten Hafen zu tun hat und Teneriffa von Flieger aus. Ich meine auch Gomera zu erkennen.

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Ich hab aber auch noch in die Gemüsegärten der Leute reinfotogarfiert, die Kartoffeln sind jetzt so 20 cm; mir das geheimnisvolle Bewässerungssystem angeschaut, Bilder vom z.T. abgebrannten Lorrbeerwald gemacht.
Das kommt dann so kleckerweise.
Auf jedenfall haben die ersten Hipies ein bisschen recht gehabt, es hat was vom Paradies, wenn da nicht die Scheiß-Treppenstufen wären.
(Wir hatten 190 bis zum Auto

)
LG
Olaf