Re: Lammböcke
Verfasst: Sa 16. Aug 2014, 02:26
Quatsch mit Soße, von wegen das waren keine Moslems oder andere fachkundige Minderheiten...
Welcher deutsche Staatsbürger, der sich nicht mal Karnickel oder Hühner halten, geschweige denn zum Essen selber töten und schlachten will (vom Können ganz zu schweigen) wird sich denn dann unbedingt gerade männliche Schafe herausgreifen, die abstechen, ausbluten lassen und mitnehmen?
Es ist ja den allermeisten deutschen Gartenbesitzern schon zu großes Zeichen von Ärmlichkeit, das Fallobst der eigenen Obstbäume aufzuheben und selber zu verwerten.
Lieber wandert das gute Obst dann säckeweise auf den Kompost, oder, weil's beim Vergammeln ja stinkt und "Ungeziefer" anzieht, wird vor allem im städtischen Bereich, auch vor Kleingartenkolonien (!), eben alles ebenso säckeweise vor die Tür gestellt, damit es in die städtichen Komposter wandern kann. Und die Bäume werden abgesägt, weil sie ja "nur Dreck" machen! Eine gottlose Verschwendung!
Stattdessen holt man sich dann die top geformten, großen und viel tolleren, wenngleich auch unreifen Äpfel, Pflaumen, Birnen im Laden, die aus Neuseeland, Chile oder sonstwoher importiert wurden...
Wir hatten im Zivi genau dasselbe Problem.
Kommen einen Morgen raus, fehlen zwei Mutterschafe, ein jähriges Jungschaf und zwei verschieden alte Bocklämmer (die Altböcke hatten wir sommers immer nahe beim Vereinsgelände, die Herde ganzjährig etwa 1,5 km entfernt). Wir fanden keinerlei Blut, nur Fußspuren, Reifenspuren und die von der Straße durch allerlei Kiefernjungwuchs uneinsehbare Stelle, wo sie über den Zaun gingen, und natürlich wurde auch bei uns das Verfahren eingestellt, wobei die Polizistin noch fragte, ob wir wirklich Anzeige erstatten wollten, das Verfahren, weil gegen Unbekannt, würde höchstwahrscheinlich sowieso eingestellt...
Der Witz daran: Zwei Jahre vorher wurden vom selben Gelände, ebenfalls bei Nacht und Nebel, alle 20 Hühner in einem Rutsch geklaut...
Nein, bei dem heutigen Konsumverhalten des durchschnittlichen deutschen Staatsbürgers bis in die untersten Schichten, der am liebsten nur Filetchen, erlesene sonstige Stücke und alles vor allem anonym und hygienisch vom Feinsten haben will, war das mit Sicherheit kein solcher, sondern eher Kameraden, die die hier verdienten Euros lieber als Ganzes mit in die Heimat nehmen wollen, und keine 160 davon für zwei Schafe ausgeben wollen, für welches Geld sie zuhause wahrscheinlich 10 Stück kriegen!
Und wenn es niemand sieht und auch keine scharfen Hunde dabei sind, naja... Wertvolles Geld gespart, und wenn man nicht ganz strunzdumm ist und sich und das Auto auf einer unauffällig angebrachten Wildkamera verewigt, kommt man auch garantiert straffrei davon- was kann 's besseres geben!
Welcher deutsche Staatsbürger, der sich nicht mal Karnickel oder Hühner halten, geschweige denn zum Essen selber töten und schlachten will (vom Können ganz zu schweigen) wird sich denn dann unbedingt gerade männliche Schafe herausgreifen, die abstechen, ausbluten lassen und mitnehmen?
Es ist ja den allermeisten deutschen Gartenbesitzern schon zu großes Zeichen von Ärmlichkeit, das Fallobst der eigenen Obstbäume aufzuheben und selber zu verwerten.
Lieber wandert das gute Obst dann säckeweise auf den Kompost, oder, weil's beim Vergammeln ja stinkt und "Ungeziefer" anzieht, wird vor allem im städtischen Bereich, auch vor Kleingartenkolonien (!), eben alles ebenso säckeweise vor die Tür gestellt, damit es in die städtichen Komposter wandern kann. Und die Bäume werden abgesägt, weil sie ja "nur Dreck" machen! Eine gottlose Verschwendung!
Stattdessen holt man sich dann die top geformten, großen und viel tolleren, wenngleich auch unreifen Äpfel, Pflaumen, Birnen im Laden, die aus Neuseeland, Chile oder sonstwoher importiert wurden...
Wir hatten im Zivi genau dasselbe Problem.
Kommen einen Morgen raus, fehlen zwei Mutterschafe, ein jähriges Jungschaf und zwei verschieden alte Bocklämmer (die Altböcke hatten wir sommers immer nahe beim Vereinsgelände, die Herde ganzjährig etwa 1,5 km entfernt). Wir fanden keinerlei Blut, nur Fußspuren, Reifenspuren und die von der Straße durch allerlei Kiefernjungwuchs uneinsehbare Stelle, wo sie über den Zaun gingen, und natürlich wurde auch bei uns das Verfahren eingestellt, wobei die Polizistin noch fragte, ob wir wirklich Anzeige erstatten wollten, das Verfahren, weil gegen Unbekannt, würde höchstwahrscheinlich sowieso eingestellt...
Der Witz daran: Zwei Jahre vorher wurden vom selben Gelände, ebenfalls bei Nacht und Nebel, alle 20 Hühner in einem Rutsch geklaut...
Nein, bei dem heutigen Konsumverhalten des durchschnittlichen deutschen Staatsbürgers bis in die untersten Schichten, der am liebsten nur Filetchen, erlesene sonstige Stücke und alles vor allem anonym und hygienisch vom Feinsten haben will, war das mit Sicherheit kein solcher, sondern eher Kameraden, die die hier verdienten Euros lieber als Ganzes mit in die Heimat nehmen wollen, und keine 160 davon für zwei Schafe ausgeben wollen, für welches Geld sie zuhause wahrscheinlich 10 Stück kriegen!
Und wenn es niemand sieht und auch keine scharfen Hunde dabei sind, naja... Wertvolles Geld gespart, und wenn man nicht ganz strunzdumm ist und sich und das Auto auf einer unauffällig angebrachten Wildkamera verewigt, kommt man auch garantiert straffrei davon- was kann 's besseres geben!