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Re: Schrauber-Frage: Hydrauliköl/Motoröl

Verfasst: Mo 5. Mai 2014, 16:35
von Narrenkoenig
Wayan hat geschrieben:In der Praxis wird tatsächlich oft Motorenöl statt Hydrauliköl benutzt (steht sogar in der Bedienungsanleitung meines 68er Fendts) und ist seit Jahrzehnten erprobt.
War bei meinem 73er Fendt Geräteträger auch so geschrieben, vielmehr ist die Hydraulik sogar ausdrücklich auf Motoröl ausgelegt. Mein gutgemeintes Auffüllen mit Hydrauliköl hat das ganze dann doch dezent inkontinent werden lassen.
Aber die komplette Mimik ist af eine bestimmte Viskositätsklasse ausgelegt und funktioniert nur damit über einen weiten Temperaturbereich. In Bezug auf chemische Stabilität von Dichtungen und Lagerwerkstoffen hätte ich beim Wechsel von Hydrauliköl zu Motoröl keine Bedenken, andersrum schon eher.
Was aber Ventile und Pumpe zu dickem Motoröl sagen wenn die Temperaturen in den Keller gehen kann ich mir in etwa vorstellen, das wird nix gutes.
Und vergleich bitte nicht die Viskositätsangaben von Motor, Getriebe und Hydrauliköl, die Geschichte hat außer den Ziffern nicht miteinander zu tun.

Grüße

Robert

Re: Schrauber-Frage: Hydrauliköl/Motoröl

Verfasst: Mo 5. Mai 2014, 18:34
von Rallymann
Also wenns ein teurer Spalter ist würde ich es lassen.
Motoröl ist auf schmieren, kühlen, verdichten ausgelegt und Hydrauliköle nur auf Druck. Es ist definitiv dünnflüssiger und bei kälteren Temperaturen wird sich die Pumpe einen abmühen.
Wenn das so einfach wäre, würde schon aus Kostengründen jeder Autohersteller Motoröl in die Lenkung füllen.

Hatte ein rotes ÖL im Auto und noch blaues zuhause. Egal ist beides Hydrauliköl und rein damit. Danach sah es im Ausgleichsbehälter aus wie Kaffe in dem die Milch geronnen ist.

Und ein alter Fendt fährt auch mit Salatöl und nem Schuss Schnapps. Heutige Autos würden dir das übel nehmen.

Re: Schrauber-Frage: Hydrauliköl/Motoröl

Verfasst: Sa 10. Mai 2014, 09:15
von WernervonCroy
es gibt Baumaschinen hersteller die in allen Funktionsbereichen ein Öl(Motoröl) verwenden...........gerade in ärmeren Ländern werden nicht zig verschiedene Öle in die Werkstätten gestellt, ein Öl für alles.
Hatten wir erst diese Woche in unserer Werkstatt. Schraube gerade an meinem Schlepper rum und da haben wir uns über die verschiedenen Öle unterhalten.
Fakt ist, dass an meinem Schlepper drei verschiedene Öle gebraucht werden. Motoröl, Hydrauliköl und Getriebeöl. Mischen würde ich die auch nicht. An unseren Fräsen sind es 4 verschiedene Öle.

Wenn ich nichts anderes zur hand hätte, nimm was du hast, wenn es am Preis liegt, dann kauf dir lieber das billige Orginalöl oder tausche das Öl komplett aus. Stell dir einfach mal deinen Spalter vor, du würdest nun Motoröl zum Hydraulik öl schütten, das Hydrauliköl ist druckstabiler als Motoröl. Nun kommt erst das Hydrauliköl zum drücken und auf einmal ist das Motoröl mit drücken dran und der Druck weniger.......

Re: Schrauber-Frage: Hydrauliköl/Motoröl

Verfasst: Sa 10. Mai 2014, 12:11
von Rallymann
Ganz zu schweigen davon, dass Motoröl, wenn man es einfüllt, so herrliche Luftblasen mit nimmt und Luft im System wollen wir ja nicht

Re: Schrauber-Frage: Hydrauliköl/Motoröl

Verfasst: Sa 10. Mai 2014, 13:29
von Benutzer 146 gelöscht
...und während Ihr hier diskutiert, hat die Realität schon ganz neue Aspekte produziert:
Bevor ich, welches Öl auch immer, nachfülle, wollte ich zuerst mal sehen, weshalb das überhaupt nötig ist, also wo da `was undicht ist.
Dabei hat sich herausgestellt, dass werksseitig die beiden "Kopfenden" des Spalters und der Korpus, der auch als Ölbehälter dient, mittels "Flüssigdichtung" montiert wurden, welche sich nun am einen Ende verabschiedet hat (warum auch immer).
Um das zu reparieren, muss ich das Teil komplett zerlegen, - ok., nun weiß ich, wie so `was von innen aussieht. Nächste Woche kümmere ich mich dann um die Dichtmasse. So etwas gibt es ja auch für Automotoren, - die müsste dann doch auch Motoröl vertragen... ;)