Kartons zur Bodenabdeckung

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Sowelo
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#11

Beitrag von Sowelo »

Hallo zusammen,
ich habe mich auch mal schlau gemacht, das Problem bei den Kartonagen ist die innere graue wellige Schicht, die besteht aus recycelten zeug und da sind gifte drinnen....hat mich auch ziemlich verunsichert ....das braune wäre unbedenklich, leider gibt es das kaum
viele Grüße
Heike
Es ist immer möglich, jemand aus dem Schlaf zu wecken,
aber kein Lärm der Welt kann jemanden wecken, der nur so tut, als würde er schlafen.
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citty
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#12

Beitrag von citty »

Hi,

ich habe schon oefters versucht mit Karton Unkraut zu unterdruecken, das funktioniert nicht wirklich weil zuviel Wasser durchkommt und Karton zu leicht ist, viel besser eignen sich unbehandelte Bretter.

Pappkarton besteht ja meist aus recycling Papier und enthaelt Schwermetalle - Cadmium wird, soweit ich weiss, noch immer haeufig in Farben verwendet.

LG Citty
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Narrenkoenig
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#13

Beitrag von Narrenkoenig »

Ich wäre da vorsichtig mit Pappe und ähnlichem im Garten.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/ch ... kalien-pfc

Das Zeug ist gerade hier im Grundwasser unterwegs in Richtung unserer Gemarkung. Quelle sind wohl Papierschlämme die mit Kompost vermischt als Dünger auf die Felder ausgebracht wurden. In Frucht und Gemüse tauchen die zwar nicht auf, aber im Grundwasser.

Grüße

Robert
Ich bin zur Vernunft gekommen,
leider war sie grad nicht da.
Landfrau
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#14

Beitrag von Landfrau »

Am besten vermeidet man jede Art von Müll (genauer gesagt Zeugs, dass schon mal vom Menschen durch die Industrie getrieben wurde) im Garten, Papier und Pappe genauso wie Altreifen, Eternitplatten und Einwegpaletten.

Je weniger derartiges im Garten ist, umso besser.
Wir verdrecken unseren Heimatplaneten mit unseren Produkten und wer sich ein paar hundert qm Gartenland halbwegs frei halten kann davon, lebt schon im Luxus.

Also: kein Papier / Pappe zum Mulchen, keine Paletten und Eternitplatten für Hochbeete, keine Zaunpfähle fürs Lagerfeuer, keine Mülltonnen für Tierfutter, keine Ölfasser fürs Regenwasser etc.

Man sollte sich keinen Müll auf das LAnd schaffen, von dem man Lebens-mittel ernten will.
Wer sich schon einen Garten leisten kann, sollte das LAnd so sauber wie möglich halten - vielleicht ist das die beste denkbare Wertanlage.

L.
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)
poison ivy

Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#15

Beitrag von poison ivy »

Landfrau hat geschrieben:Je weniger derartiges im Garten ist, umso besser.
Wir verdrecken unseren Heimatplaneten mit unseren Produkten und wer sich ein paar hundert qm Gartenland halbwegs frei halten kann davon, lebt schon im Luxus.

Also: kein Papier / Pappe zum Mulchen, keine Paletten und Eternitplatten für Hochbeete, keine Zaunpfähle fürs Lagerfeuer, keine Mülltonnen für Tierfutter, keine Ölfasser fürs Regenwasser etc.

Man sollte sich keinen Müll auf das LAnd schaffen, von dem man Lebens-mittel ernten will.
Wer sich schon einen Garten leisten kann, sollte das LAnd so sauber wie möglich halten - vielleicht ist das die beste denkbare Wertanlage.
Du hast aber schon eine Glaskuppel ueber Deinen "paar hundert qm Gartenland", oder?
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Thomas/V.
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#16

Beitrag von Thomas/V. »

@ Landfrau: sehe ich ähnlich, nur Folie brauche ich, ansonsten kommt mir anderer "Müll" nicht in den Garten (mal von Alustangen fürn Folientunnel und -Gewächshaus abgesehen)
poison ivy hat geschrieben: Du hast aber schon eine Glaskuppel ueber Deinen "paar hundert qm Gartenland", oder?
ich würde sagen, das man vermeidbaren Müll nicht mit unvermeidbaren Giften aus der Atmosphäre vergleichen kann, sonst müßte man ja auch das Atmen einstellen ;)
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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fuxi
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#17

Beitrag von fuxi »

Ich versuche bei solchen "Giftstoffe in Gartenhilfsmitteln"-Diskussionen immer, die Alternative zu beachten. Ist die Alternative zu Salat aus dem Mörtelkübel gar kein Salat bzw konventioneller Salat? Dann mach ich's. Ist die Alternative irgendwo anders selbstgezogener Salat oder regionaler Bio-Salat? Dann nicht. Dito mit Papier-Mulch und Karton-"Wurzelsperre"
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
poison ivy

Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#18

Beitrag von poison ivy »

Thomas/V. hat geschrieben:
ich würde sagen, das man vermeidbaren Müll nicht mit unvermeidbaren Giften aus der Atmosphäre vergleichen kann, sonst müßte man ja auch das Atmen einstellen ;)
schon mal ein guter Ansatz :pfeif:

aber bei "paar hundert qm Gartenland", selbst bei ein paar hundert-tausend qm Gartenland
mit Bundesstrasse auf der einen Seite und Bahnlinie auf der anderen, oder typischen Nachbarn drumrum
der eine Nachbar streut hobbymaessig Schneckenkorn und duengt wie wild,
der andere steht total auf 'Bio' und pflastert alles mit Mulchfolie und Pferdekacke zu, nur dass deren Weide nun mal mit Unkrautvertilger gesprueht war, und geduengt und die Heiter waren entwurmt und geimpft, der dritte ist nicht so waehlerisch in seiner Muellentsorgung und kippt zB sein Altoel in ein Loch im Garten, weil das weniger Aufwand macht. als es zur Sammelstelle zu bringen ...
kannst das Bild ja weitermalen

und in einem dicht bebauten Industrieland soll ich mir wirklich Gedanken machen,
wegen Palettenhochbeet oder Pappdeckel am Boden?
Folie fuer einen Tunnel is OK, aber am Boden nicht?
Treibhaus mit Glas ist OK, aber mit Stegplatten nicht?
IBC fuer Wasser ist OK, woher der Zement fuer die Zisterne war wissen wir nicht und das Regenwasser laeuft eh ueber Eternit-Dachplatten
Giesskanne aus Plastik? oder gar verzinkt? Gartenschauch!? oder doch lieber mit der hohlen Hand giessen?
den Zaunpfosten lassen wir lieber aus dem Lagerfeuer, aber die Chipstuete und die Bierdose, sieht nachts ja keiner
die Muelltonnen fuer's Tuerfutter sind doch aus dem gleichen Plastik wie die Eimer in denen zB Vogelfutter verkauft wird?
dann also lieber kein Vogelfutter
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karl-erwins-frau
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#19

Beitrag von karl-erwins-frau »

Hmm,
das wird ja eine interessante Diskussion. :kaffee:

Erstmal zum Handfesten:
Ich nutze auch Pappe um Wiese in Beete "umzuwandeln" und rein praktisch betrachtet, und ohne eine chemische Analyse hinzugezogen zu haben, funktioniert es blendend. Natürlich nehme ich nur unbedruckte Kartons und entferne alle Plastikreste. Auch das Holz von Einwegpaletten ist für mich kein Müll, sofern Vollholz und kein Presspanzeug, sondern wertvoller Ersatz für Holz aus dem Baumarkt/vom Sägewerk.

Mir geht es aber auch darum, insgesamt nachhaltig zu agieren und nicht nur in meinem eigenen Garten und um mich herum der "Sintflut" zuzuschaun. Die Sachen sind doch eh da und verwendbar. Alles ist besser als Wegwerfen.
Am besten wäre es natürlich, es gäbe keine Einmalverpackungen, aber a) kann ich das leider nicht ändern und b) immer noch besser als andere Verpackungsalternativen aus Plastik.

Und zum Thema mulchen mit Stroh: Ich bin mir garnicht sicher - außer ich habe das Stroh selbst angebaut/geerntet etc - ob das in allen Fällen weniger belastet ist als Pappe. Wenn ich da an Unkrautvernichtungsmittel, Pestizide, Halmverkürzer etc. denke und dann noch die überfahrenen Rehkitze bei der Ernte etc dazuzähle, den Bulldog mit Öllache drunter......... :pfeif:
Kastanien für DIY Waschmittel zerkleinern: Genialster Trick in meinem Blog
https://tinyurl.com/tzspjp66
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Thomas/V.
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Re: Kartons zur Bodenabdeckung

#20

Beitrag von Thomas/V. »

Ich hab dieses Jahr auch wieder ein Stück Wiese urbar gemacht.
Zuerst im Frühjahr abgemäht. Das Gras liegen gelassen und darauf eine dünne Schicht halbverrotteten Kaninchenmist vom Vorjahr verteilt.
Darüber eine Schicht altes, mehrjährig halbverrottetes Heu (es war noch fasrig, aber schon recht kurzstückig).
Darauf die Erde, die unter dem Heuhaufen war.
Dort rein hab ich Kartoffeln gelegt.
Da die Schicht insgesamt nicht sehr dick war, hat das Anhäufeln der Kartoffeln nicht so richtig geklappt. Trotzdem hatte ich eine gute Ernte, fast wie auf den regulären Beeten.
Nach der Kartoffelernte habe ich das Beet mit der Grabegabel umgegraben bzw. eher "angehoben, aufgelockert und wieder fallengelassen".
Es gab unheimlich viele Regenwürmern (sowohl Mist- als auch normale und sehr große) und die Grasnarbe war recht gut aufgeschlossen.
Hab das Beet dann ein paar Wochen liegenlassen, um zu sehen, ob noch irgendwas von der Wiese hochkommt.
Ein bissl was kam auch (ein paar Quecken, Wiesenknopf, bissl Löwenzahn).
Da ich auf das Beet jetzt Knoblauch stecken will, hab ich es nochmal mit der GG gelockert, mit dem Grubber die letzten Batzen zerkleinert und gerecht.

Nur mal so zur Info, es geht auch ohne Pappe, nur mit Gartenabfällen aus der SV ;) Und ich hab eher schweren, leicht verdichteten Boden...
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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