Prinzipiell "rechnet" sich die Hühnerhaltung nur, wenn man Bio-Laden- Preise nimmt, eine bestimmte Stammkundschaft hat und auch Fläche, die sich kaum für andere Nutztiere oder Anbau von Pflanzen eignet, und man kaum Investitionskosten hat.
Baue ich für 1000€ nen Stall hin und halte dann 5 Hühner drin, so ist das natürlich unökonomisch.
Zu bedenken ist, das es Rassen gibt, die wenig legen, oder auch längere Mauserpausen machen usw., wenn man also einigermaßen regelmäßig Kundschaft versorgt, dann muß man wohl oder übel zumindest einen Teil Legehybriden halten und Fertigfutter füttern. Die Kundschaft ist nämlich schnell verprellt, wenn man ein paar Wochen zu wenig Eier hat, weil sie nun mal heutzutage die ständige Lieferung gewöhnt ist.
Das Rassehühner mausern und dann etliche Wochen nicht legen, können viele Leute nicht mehr begreifen, im Supermarkt gibts ja auch immer Eier...
Mit klugem Herdenmanagement kann man aber wohl einigermaßen ganzjährig auch von Rassehühnern Eier bekommen, man muß denn nur genügend und rechtzeitig Küken nachziehen, die dann legen, wenn die älteren in der Mauser sind. Das kann funktionieren mit den richtigen Rassen.
Natürlich wird der SVer nicht reich mit Eierverkauf, aber wenn man noch andere Produkte ab Hof verkaufen kann, dann ist das eine Möglichkeit von vielen, sich was dazu zu verdienen.
Hat man die Möglichkeit, einiges an Futtermitteln selbst anzubauen, wirds nochmal etwas billiger als wenn man alles zukaufen muß.
Ich füttere zum Großteil Fertigfutter-konventionell plus Bio-Körnermischung; bin aber grade in einer Umstellungsphase und versuche, Bio-Futter zu bekommen, was aber wesentlich teurer ist. Seit neuestem gibts nämlich das RKW-Futter, was bisher
ohne GVO war, nur noch mit Gen-Soja

. Nun will ich mal sehen, ob ich Bio-Futter bekomme und das dann mit Bio-Körnern (die ich preiswert bekommen kann) und Futtererbsen "strecken" kann, damit ich die Eierpreise nicht anheben muß. Das doppelte für ein Bio-Freiland-Ei wollen nämlich die wenigsten bezahlen...