Moin,
ich glaube, Lego ist tot....
Für uns gab es nichts größeres und dank netter Westverwandtschaft hatten wir auch ein beträchtliche Menge (übrigens haben die Ost-bp-Steine leidlich gepasst.)
Und zu Weihnachten haben wir uns dann immer mal nen neuen Satz Räder oder Zahnräder gewünscht oder so. Aber: unsere Konstrukte waren eckig und kantig und sind nur in unseren Köpfen entstanden, ohne Vorlage, aber mit Fantasie.
Irgenwann gab es immer komplexere Bausätze, die mehr an ein Puzzle erinnerten als an einen Baukasten, mit immer mehr Spezialteilen, die nur für ein einziges Objekt taugten.
Ist mir schon bei meinen Kindern aufgefallen, und sie (und ich wieder) haben viel mit Lego gespielt, zum Großteil aber mit unseren Altbeständen.
Aber mit diesen "perfekten", komplexen Sätzen haben sie sich selbst das Wasser abgegraben, keiner mag mehr ein selbsterdachtes Schiff oder Auto, was fast viereckig ist und an dem nichts stimmt bauen. Und von den Bausätzen sind die Anleitungen, ohne die gehts nicht mehr in Kürze weg und die Teile mit all den anderen Teilen vermischt, und damit de facto unbrauchbar.
Und ich glaube, Lego konnte gar nicht anders reagieren, in Konkurenz mit all dem anderen Plasteschrott, Transformers, funkferngesteuerte Autos, Gummidinos, mir wird grad etwas schlecht.
Ich hab im Augenblich nicht viele Kinder in dem passenden Alter auf dem Schirm, kann mir aber nur schwer vorstellen, dass sich davon einer ne Stunde auf dem Fußboden setzt und konzentriert was aus Lego baut....
Zumals das ja auch noch als Computerspiel gibt...
Schade eigentlich.
Olaf