Wenn man wirklich Brennholz sägen will, also einige Festmeter pro Jahr, kommt man an Drehstrom 400 Volt nicht vorbei - alle ernstzunehmenden Maschinen laufen mit solchen Motoren.
Ob grosse Kreissäge mit Rolltisch (Blatt so ab 60 cm Durchmesser), Wippsäge oder Bandsäge ist dann eine Frage der persönlichen Vorliebe.
Gegen die Wippsäge spricht, dass man damit kaum etwas anderes machen kann. Mit der Tischkreissäge kann man auch mal Pfähle anspitzen; für grobe Stammspälten ist eine Kreissäge mit grossem Hartmetallblatt und ein paar Kilowatt Motorleistung das RIchtige.
Aus Sicherheitsgründen sollte man niemals bei einer Brennholzkreissäge die Blattabdeckung abmontieren, damit man Bretter besäumen kann!
Eine Bandsäge ist vielseitiger (Bretter besäumen und trennen und andere grobe Schreinerarbeiten) und besser geeignet, wenn man viel krummes Holz, Schlagabraum, ausgerodete Rebstöcke, Obstbaumschnitt und dergleichen hat. Technisch sind Bandsägen etwas anspruchsvoller, weil man die Bandführungen und die Sägeblattspannung richtig einstellen muss, was anfangs etwas Übung erfordert, und bei Unachtsamkeiten der Holzzuführung das Blatt leicht klemmt oder reisst.
Die Maschinen müssen stabil und schwer gebaut sein, zwischen einer 3Rollen-Bastlerbandsäge vom Baumarkt mit Gestell aus Pressblech und einer grossen Maschine mit gehobeltem Gusstisch und 80 cm-Rollen ist ein Riesenunterschied!
Wenn man den Arbeitsplatz gut organisiert hat und zu zweit arbeitet, einer sägt, einer reicht zu, und die Säge zieht, dann geht da richtig was durch.
Im Vergleich zu Elektro- und Benzinkettensägen sind Wartungaufwand und Unterhaltskosten viel kleiner und die Standzeit der Säge ist viel grösser. Auch der Rücken dankt es. Leider braucht all der Kram viel Platz, da ist die Kettensäge beim Verstauen im Vorteil.
Auf Höfen sieht man manchmal alte Band-oder Kreissägen, wo primitivste Sicherheitsvorkehrungen fehlen (offener Riemenantrieb, keine Blattabdeckungen, nach oben laufendes Sägeblatt bei der Säule ungeschützt, Schalter schwer erreichbar und ohne Unterspannungsunterbrechung, d.h. läuft von selbst an wenn bei Schalter EIN-Stellung der Stecker gesteckt wird, und so weiter. Ebenfalls gefährlich ist es, wenn man Kreissägen an Orten mit Leuchtstoffröhrenbeleuchtung betreibt, weil man dann die Zähne des Sägeblattes oft schlecht sieht, wegen Intereferenz des Lichtes mit der Umfangsgeschwindigkeit. Dann kommen die Finger gerne mal zu nahe ans Sägeblatt.
Ich habe aber auch schon Leute gesehen, die in Shorts und Sandalen mit der Kettensäge einen Asthaufen zersägt haben und dabei das Holz mit einem Fuss "sichern".
