...ich denke, wir sind bei meiner Tochter mit der Pubertät schon so ziemlich durch...
(diese hat mit ca. 10 begonnen bei ihr - also immer müssen diese Altersangaben, wann was passiert, nicht stimmen)
ich hab nie so absolut verboten, eher versucht, diese Dinge so lange wie geht von meinen Kindern fernzuhalten.
Und dann hab ich auch ganz deutlich gesagt, dass das Älter-Werden mehr Rechte bringt, aber eben auch mehr Pflichten.
Da muss ein Gleichgewicht herrschen!!
Das mit dem Essen ist so eine Sache - ich erklär meinen Kindern dann, dass es eben nicht jeden Tag das Lieblingsessen geben kann.
Wir sind 5 Personen und gekocht wird nur eine Mahlzeit pro Essen. Also geht es gar nicht, dass jeder jeden Tag sein liebstes Essen kriegt.
Aber dass das jeweilige Lieblingsessen immer wieder dabei ist, darauf achte ich schon, wär ja traurig sonst.
Im Sommer muss ich manchmal schon erklären, warum es soviel Zuchini, Tomaten oder Kohlrabi gibt - weil die eben jetzt im Garten reif werden. Das erklär ich, aber dass es diese Dinge zur Erntezeit trotzdem öfter gibt, das ist eben so - vertröste auch mal auf den Winter: da gibt es dann wieder ganz andere Sachen.
eine gröbere Diskussion gab es mit meiner Tochter einmal, als sie wirklich (mit den Gefühlen auch) verstand, dass wir da
unsere Forellen essen, die
wir getötet haben....
Sie wollte sofort Vegetarierin werden.
Da hab ich dann Argumente aus den vielen Diskussionen um dieses Thema hier im Forum verwenden können.
Aber wenn es Schnitzel gibt, lass ich es schon mal sein und sie darf nur Beilagen mit viiiiel Salat essen.
Wir essen "täglich" mein selbergemachtes Vollkorn-Roggen-Sauerteigbrot.
Hie und da mal gibt es Schinken-Käse-Toast oder Marmelade-Semmel/Brötchen (da merken sie den Unterschied Vollkorndinkel oder "normal" gar nicht, ehrlich).
ist jedes Mal ein kleines Fest - zudem es da auch Almdudler zu trinken gibt.
Almdudler hihi - ich finde Coca Cola ganz schlimm und dachte, wenn sie was anderes zuerst kennenlernen, wird ihr Geschmack konditioniert.
bis jetzt hat es funktioniert - aber ganz ohne "verbotenes Spritzerwasser" glaub ich, täten sie rebellieren.
Als meine Tochter von einer Schullandwoche zurückkam, stürzte sie sich auf mein Brot "mah!! Das hab ich vermisst!!"
Angesagte Filme - hm.... ??
Solange das Fernsehen eine Art Ausnahme bleibt (also nicht täglich, "muss" oder als Hintergrundberieselung), denke ich, dass es in dem Alter auch nicht mehr sooo schlimm ist.
Bei Spielzeugwünschen komm ich immer mit dem Zeigefinger
"Du kannst ja eh schon jetzt, mit dem was du hast, nicht Ordnung halten - ich glaube, du brauchst eher mehr Platz in deinem Zimmer.
komm, gemmer ausmisten!"
(dann ist der Wunsch aber schnell Geschichte, wenn er bleibt, dann weil es wahrscheinlich ein echter Herzenswunsch ist und da werd ich manchmal schon weich... wieso den nicht?)
Irgendwo hab ich mal gelesen: "in der frühen Kindheit erzieht man, in der Pubertät kann man nur aufpassen, dass nichts gröberes passiert, und erst wenn die Kinder erwachsen sind, weiß man wirklich, ob die Erziehung geklappt hat"
(und die effektivste Erziehung ist meiner Ansicht nach, einfach nur das konsequente ehrliche Vorleben - als glückliche Mutter, glücklicher Vater)
Der Grundstein wird schon sehr früh gelegt, und wenn das passt, dann gehört das "Rumspringa" eben dazu
Das einzig wirklich wichtige ist, dass die Jugendlichen
immer und mit allem zu ihren Eltern kommen können/dürfen und wollen.
Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Und ja, es stimmt: der Mensch ist von Baby weg eine Individualität, kann immer wieder passieren, dass sich ein junger Mensch einen ganz anderen Weg sucht als die Eltern erträumt hatten.
Aber auch das ist dann gut so!!