Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
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Dyrsian
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Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Hey, schönen Gruß aus Duisburg!
Ich hab 14 Jahre biologisch angebaut, dann wurde es mir Zuviel mit den Schnecken. Jetzt streu ich in zeitigen Frühjahr großflächig etwas Eisenphosphat und stelle neben besonders gefährdete Kulturen Köderboxen mit Metaldehyd (Achtung, sehr giftig auf für Menschen und Säugetiere!). Jetzt sind die Schnecken weg.
Kartoffeln wachsen sehr leicht, aber du willst ja keine kleinen Elendskartoffeln ernten. Also: etwas Dünger (sind mittelzehrer) und vor allem viel Wasser! Leg eine Tropfleitung rein, wenn du kannst. Moderne Hochertragssorten machen mehr Spaß als die alten Liebhabersorten. Im Rheinland funktioniert „Laura“ sehr gut. Ich hatte und habe gewisse Probleme mit Drahwürmern, daher habe ich es dieses Jahr mal ohne Kompost oder Mist probiert und stattdessen mit HTK und etwas Blaukorn phosphatreduziert gedüngt.
Bokashi ist super, allerdings ist das nicht-vererdete Zeug ein echter Rattenmagnet. Ich musste wieder damit aufhören.
Hier nun die abgetrennte Diskussion aus dem Vorstellungsthread "Hallo aus dem Rheinland". Titel editiert weil Forum das nicht selbst machen wollte. - Rohana
Ich hab 14 Jahre biologisch angebaut, dann wurde es mir Zuviel mit den Schnecken. Jetzt streu ich in zeitigen Frühjahr großflächig etwas Eisenphosphat und stelle neben besonders gefährdete Kulturen Köderboxen mit Metaldehyd (Achtung, sehr giftig auf für Menschen und Säugetiere!). Jetzt sind die Schnecken weg.
Kartoffeln wachsen sehr leicht, aber du willst ja keine kleinen Elendskartoffeln ernten. Also: etwas Dünger (sind mittelzehrer) und vor allem viel Wasser! Leg eine Tropfleitung rein, wenn du kannst. Moderne Hochertragssorten machen mehr Spaß als die alten Liebhabersorten. Im Rheinland funktioniert „Laura“ sehr gut. Ich hatte und habe gewisse Probleme mit Drahwürmern, daher habe ich es dieses Jahr mal ohne Kompost oder Mist probiert und stattdessen mit HTK und etwas Blaukorn phosphatreduziert gedüngt.
Bokashi ist super, allerdings ist das nicht-vererdete Zeug ein echter Rattenmagnet. Ich musste wieder damit aufhören.
Hier nun die abgetrennte Diskussion aus dem Vorstellungsthread "Hallo aus dem Rheinland". Titel editiert weil Forum das nicht selbst machen wollte. - Rohana
Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
@ Dyrsian
Die Ansicht kann ich nicht teilen. Ich baue seit Jahren Kartoffeln an und habe im Ertrag zwischen alten und neuen Sorten bisher nur selten einen Unterschied gemerkt. Es gibt ein paar wenige Sorten, wo das so ist, aber so verallgemeinern kann man das nicht.
Du fährst ja inzwischen harte Geschütze auf. Was hat man vom Selbstangebauten, wenn es mit Blaukorn gedüngt wird? Dann kann man mit wenig Aufwand auch die Kartoffeln im Supermarkt kaufen. Es gibt ja auch noch andere Düngemethoden als Kompost, eine habe ich weiter oben erwähnt, die im nährstoffarmsten Boden funzt.
Nutzt die Köderbox bei Metaldehyd was? Ich meine damit: Verenden die Schnecken in der Box?
Edit: Das schriebst du mal:
Die Ansicht kann ich nicht teilen. Ich baue seit Jahren Kartoffeln an und habe im Ertrag zwischen alten und neuen Sorten bisher nur selten einen Unterschied gemerkt. Es gibt ein paar wenige Sorten, wo das so ist, aber so verallgemeinern kann man das nicht.
Du fährst ja inzwischen harte Geschütze auf. Was hat man vom Selbstangebauten, wenn es mit Blaukorn gedüngt wird? Dann kann man mit wenig Aufwand auch die Kartoffeln im Supermarkt kaufen. Es gibt ja auch noch andere Düngemethoden als Kompost, eine habe ich weiter oben erwähnt, die im nährstoffarmsten Boden funzt.
Nutzt die Köderbox bei Metaldehyd was? Ich meine damit: Verenden die Schnecken in der Box?
Edit: Das schriebst du mal:
Es ginge tatsächlich nur (wenn man 5 Jahre zuvor als Referenz nimmt) mit massivem Chemieeinsatz, und das will ich nicht.
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Dyrsian
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Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Schneckenkorn in Köderboxen hat vor allem den Vorteil, dass die Aufwandmengen um Grössenordnungen geringer sind als wenn man es streuen würde und das Zeug nicht in den Boden einsickert bei Regen. Es wird nur verbraucht, was durch die Schädlinge auch aufgenommen wird. Andere Tiere wie Vögel haben keinen Zugang zum Gift. Zur Wahrheit gehört aber: Kadaver der Schnecken bleiben auf dem Acker liegen, andere Schnecken könnten das Gift ebenfalls aufnehmen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich bisher noch keine Hausschnecke o.ä. Da gesehen habe.
Zum Düngen schreibe ich gleich noch was.
Zum Düngen schreibe ich gleich noch was.
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unkrautaufesserin
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Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Diesen Effekt habe ich mit Bierfallen auch, und da sind die Leichen der Schnecken biologisch unbedenklich. Außer der Waschbär findet die Falle, trinkt sie aus und schafft dann den Weg nach Hause nicht.
Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
@ Dyrsian
Schnecken verkriechen sich gerne, wenn es ihnen nicht gut geht. Und irgendwo müssen sie ja sein, evt. im Kropf eines Vogels. Daher finde ich, das ist komplett unverantwortlich.
@ Unkrautaufesserin
Ich musste es zweimal lesen, aber dann kam der Lacher.
Schnecken verkriechen sich gerne, wenn es ihnen nicht gut geht. Und irgendwo müssen sie ja sein, evt. im Kropf eines Vogels. Daher finde ich, das ist komplett unverantwortlich.
@ Unkrautaufesserin
Ich musste es zweimal lesen, aber dann kam der Lacher.
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unkrautaufesserin
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Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Besoffene Waschbären, die den Weg ins einstürzende Nachbargut nicht schaffen, sind zum Brüllen komisch. Leider hatte ich bisher nie die gute Kamera dabei und das Handy schafft die Nachtaufnahmen nicht, wenn der Waschbär die Regenrinne raufklettert und immer an der gleichen Stelle wieder runterplumpst.
Mein Mitleid mit den Tieren hält sich in sehr engen Grenzen, weil sie im nüchternen Zustand zu oft meine Gemüsebeete plündern.
Mein Mitleid mit den Tieren hält sich in sehr engen Grenzen, weil sie im nüchternen Zustand zu oft meine Gemüsebeete plündern.
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Dyrsian
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Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Ich kenne keinen Einheimischen Wildvogel der Nacktschnecken frisst. Bierfallen kannst du hier vergessen, die Wirkung ist kaum messbar. Das hängt von vielen Dingen ab, u.a. befallsdruck etc.
Ich will das aber gar nicht schönreden, es ist auf eine gewisse Weise umweltschädlich. Ich habe im Gemüsebau ja nun auch schon eine gewisse Erfahrung (15 Jahre, um genau zu sein) und wir standen vor 2 Jahren vor der Frage: Geben wir den Gemüsebau auf bzw. Verzichten wir auf mehr als die Hälfte aller Kulturen oder ändern wir etwas? Ich sag euch ganz ehrlich, für ein paar Schneckenzerfressene Tomaten und zwei rote Rüben und ein bisschen Rucola opfere ich nicht nahezu meine gesamte Freizeit.
Wir haben dann entschieden: Wir beenden den biologischen Gartenbau und setzen an bestimmten Stellen mit Augenmaß „Chemie“ ein. Kulturen die in zeitigen Frühjahr schnell Stickstoff brauchen, wenn die Böden noch kalt sind oder extreme Starkzehrer bekommen etwas Blaukorn phosphatreduziert. Das hilft auch, Frasschäden im zeitigen Frühjahr wenn die Schnecken am aktivsten sind, auszugleichen. Und ja, als Versuch haben auch die Kartoffeln mal was bekommen. Wir haben eine Digitalwaage und machen für jede Kultur zumindest näherungsweise eine Bedarfsberechnung. Ich sehe die Pflanzen und sehe, wenn die nährstoffmangel haben - dann kann ich nachdüngen oder es bei der nächsten Kultur besser machen / im Kopf halten.
Wir spritzen nicht. Wir setzen Kulturschutznetze ein. Wir nutzen Schneckenzäune. Wir bauen Humus auf. Wir mulchen. Ich habe über die letzten 14 Jahre Buch geführt wo was steht / stand wg. Fruchtfolge.
Man muss diese Art des gärtnerns nicht gut finden. Ich steh dazu.
Ich will das aber gar nicht schönreden, es ist auf eine gewisse Weise umweltschädlich. Ich habe im Gemüsebau ja nun auch schon eine gewisse Erfahrung (15 Jahre, um genau zu sein) und wir standen vor 2 Jahren vor der Frage: Geben wir den Gemüsebau auf bzw. Verzichten wir auf mehr als die Hälfte aller Kulturen oder ändern wir etwas? Ich sag euch ganz ehrlich, für ein paar Schneckenzerfressene Tomaten und zwei rote Rüben und ein bisschen Rucola opfere ich nicht nahezu meine gesamte Freizeit.
Wir haben dann entschieden: Wir beenden den biologischen Gartenbau und setzen an bestimmten Stellen mit Augenmaß „Chemie“ ein. Kulturen die in zeitigen Frühjahr schnell Stickstoff brauchen, wenn die Böden noch kalt sind oder extreme Starkzehrer bekommen etwas Blaukorn phosphatreduziert. Das hilft auch, Frasschäden im zeitigen Frühjahr wenn die Schnecken am aktivsten sind, auszugleichen. Und ja, als Versuch haben auch die Kartoffeln mal was bekommen. Wir haben eine Digitalwaage und machen für jede Kultur zumindest näherungsweise eine Bedarfsberechnung. Ich sehe die Pflanzen und sehe, wenn die nährstoffmangel haben - dann kann ich nachdüngen oder es bei der nächsten Kultur besser machen / im Kopf halten.
Wir spritzen nicht. Wir setzen Kulturschutznetze ein. Wir nutzen Schneckenzäune. Wir bauen Humus auf. Wir mulchen. Ich habe über die letzten 14 Jahre Buch geführt wo was steht / stand wg. Fruchtfolge.
Man muss diese Art des gärtnerns nicht gut finden. Ich steh dazu.
Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Wenn ihr Schneckenzäune habt, verstehe ich das Problem nicht. Dann braucht man doch nur die restlichen absammeln und Ruhe ist. Ich mulche nicht, zieht Schnecken an.
- emil17
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Re: Schneckenbekämpfung und Düngung oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Ich bin auch weder Freund noch Feind von Kunstdünger (Blaukorn). Es gibt Situationen, wo man sich damit das Leben schon sehr vereinfachen kann.
Unter Einsatz von "Chemie" verstehe ich nicht Kunstdünger, sondern synthetische Pflanzenschutzmittel und Herbizide. Auch da gibt es Situationen, wo es sehr hilfreich ist, z.B. zum Abtöten hartnäckiger Gehölze in Trockenmauern oder so. Auch bei Kartoffeln wüsste ich nicht, wie man die Krautfäule ohne "Chemie" in den Griff bekommen könnte. Das Gleiche bei Moniliose der Aprikose. Bordeaux-Brühe? Dann hat man bald viel zuviel Kupfer im Boden, und das bleibt da für ewig.
Das Ganze ist ein bisschen wie bei Medikamenten. Meist geht es mit Naturheilmitteln, aber manchmal gibt es Lösungen von der Pharma für Dinge, an denen man früher schlicht und einfach gestorben ist. Auch ist jeder Mensch und jeder Garten anders. "Du solltest das nicht machen weil bei mir geht es ohne" greift sehr oft zu kurz.
Unter Einsatz von "Chemie" verstehe ich nicht Kunstdünger, sondern synthetische Pflanzenschutzmittel und Herbizide. Auch da gibt es Situationen, wo es sehr hilfreich ist, z.B. zum Abtöten hartnäckiger Gehölze in Trockenmauern oder so. Auch bei Kartoffeln wüsste ich nicht, wie man die Krautfäule ohne "Chemie" in den Griff bekommen könnte. Das Gleiche bei Moniliose der Aprikose. Bordeaux-Brühe? Dann hat man bald viel zuviel Kupfer im Boden, und das bleibt da für ewig.
Das Ganze ist ein bisschen wie bei Medikamenten. Meist geht es mit Naturheilmitteln, aber manchmal gibt es Lösungen von der Pharma für Dinge, an denen man früher schlicht und einfach gestorben ist. Auch ist jeder Mensch und jeder Garten anders. "Du solltest das nicht machen weil bei mir geht es ohne" greift sehr oft zu kurz.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Schneckenbekämpfung und Düngung biologisch oder anderweitig, Erfahrungen und Diskussion
Muss man denn die Krautfäule bei Kartoffeln in den Griff bekommen? Ich habe sie jedes Jahr, aber trotzdem immer gut geerntet.
Gehölze in Trockenmauern verstehe ich. Die Aprikose - so gern ich sie esse - würde ich eher in den Ofen befördern als sie zu spritzen.
Gehölze in Trockenmauern verstehe ich. Die Aprikose - so gern ich sie esse - würde ich eher in den Ofen befördern als sie zu spritzen.
