Man könnte jetzt auch mal ganz hypothetisch von der anderen Seite schauen... die Gemeinde baut eine Kläranlage für viel Geld. Da Gemeinden chronisch nix über haben (woher auch? jeder schaut doch dass er möglichst wenig abführt, gell), hoffen sie darauf, durch Einnahmen aus dem sinnvollen Betrieb dieser Kläranlage, diese finanzieren zu können. Und jetzt kommt jeder zweite Anwohner mit eigener Kleinkläranlage der sich nicht anschliessen lassen will, dafür Lieschen Müller die halt nix eigenes hat und auf ein gemeindliches System angewiesen ist. Soll die das alleine finanzieren? Soll "der Staat" das alleine finanzieren?Spinnerin hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 08:54Wenn jemand nachweislich sein Abwasser bereits reinigt, also über eine funktionierende, gesetzeskonforme Kläranlage verfügt, dann ist es, deiner Meinung nach, vernünftig, diese funktionierende Anlage still zu legen, um an ein anderes System angeschlossen zu werden?Tscharlie hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 07:36 In Siedlungsgebieten macht es ja Sinn Wasser und Abwasseranschluss zu fordern.
Das ist keine Zwangsmaßnahme sondern eine vernünftige Regelung.
Gelegentlich fände ich es schön wenn auch mal der Gedanke aufkommt, dass "der Staat" per se kein Eigenleben führt, sondern unser aller Interessen vertritt. Interessen wie Infrastruktur - ob Strassen, Kläranlagen, Brücken oder eine rudimentäre öffentliche Ordnung, wer hier profitiert nicht davon? Und wer genau meint dass es das zum Nulltarif gibt?
Ja, es ist absolut ärgerlich wenn sich Systeme doppeln. Ich bin auch nicht der Meinung dass ein funktionierendes Kleinklärsystem unbedingt durch einen Anschluss ans gemeindliche Netz ersetzt werden muss. Ich kann aber verstehen, woher dieser Wille kommt. Eine Solidargemeinschaft funktioniert halt nicht wenn die Hälfte keinen Bock auf den Aufwand hat aber den Profit schon mitnehmen will...

