Langzeitlagerung von Samen

Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4025
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Langzeitlagerung von Samen

#61

Beitrag von Zacharias »

Der Begriff war mir nicht bekannt, aber das habe ich dieses Jahr am Ofen gemacht. Alte Kohlsamen sind perfekt gekeimt, Tomaten, Aubergine, und Paprika so gut wie gar nicht. Würde ich nicht wiederholen.

Zum Pökelsalz noch: Der Unterschied liegt auf jeden Fall im Salzgehalt. Da habe ich mit Kaliumdünger deutlich weniger Salz im Boden als mit dem Pökelzeugs.
unkrautaufesserin
Beiträge: 809
Registriert: Di 10. Jul 2012, 15:27
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: In der Mitte

Re: Langzeitlagerung von Samen

#62

Beitrag von unkrautaufesserin »

Hier kann ich Kaliumnitrit in 50gtütchen kaufen, für Griller. Da ist gar kein Salz dran. Das muß man beim Einlegen extra dazugeben.

Ich bin aber überhaupt kein Fan davon, keimunwillige Samen extra zu überreden. Letztlich selektiert man so auf schwere Keimung.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4025
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Langzeitlagerung von Samen

#63

Beitrag von Zacharias »

Es geht ja nicht um Keimunwilligkeit, sondern um überaltertes Saatgut. Ich habe über 250 Sorten, da schaffe ich es nicht, jede zeitnah zu vermehren.
Dann brauche ich wohl mal so ein 50g Tütchen. Wobei das Salz wohl auch eine Rolle spielt bei der Keimüberredung. Aber ein Kilo Pökelsalz mag ich dafür nicht kaufen.
unkrautaufesserin
Beiträge: 809
Registriert: Di 10. Jul 2012, 15:27
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: In der Mitte

Re: Langzeitlagerung von Samen

#64

Beitrag von unkrautaufesserin »

Anneliese aus dem Tomatenforum hatte Pökelsalz ausprobiert bei schwer keimenden Samen.
Bei mir hatte 3 Jahre hintereinander Mariannas Peace überhaupt nicht gekeimt, im 4. Versuch kam ein Helmträger, der zügig verstarb. Die letzten 3 Körnchen habe ich dann gebeizt. 2 von 3 haben gekeimt und je eine Frucht getragen. Wirklich köstlich, aber obs den Aufwand wert war? Die Samen waren beim ersten Versuch erntefrisch.

Und nein, ich kann nicht zu jeder Sorte so ne Geschichte erzählen. Nur zu denen, um die ich wirklich gekämpft habe. Aktuell kämpfe ich ums Entlein, Utjonok.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4025
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Langzeitlagerung von Samen

#65

Beitrag von Zacharias »

Von ihr hatte ich den Tipp. Mariannas Peace trägt normalerweise mehr als eine Frucht. Ich finde, es gibt bessere Sorten. Helmträger sind selten ein Problem, der Helm muss nur feucht gehalten werden. Also entweder die Pflanze für eine Stunde auf Tauchgang schicken oder immer wieder ansprühen. Dann kann man den Helm ganz leicht abziehen. Ich hab hier oft das Problem, liegt einfach an der trockenen Luft im Winter.
unkrautaufesserin
Beiträge: 809
Registriert: Di 10. Jul 2012, 15:27
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: In der Mitte

Re: Langzeitlagerung von Samen

#66

Beitrag von unkrautaufesserin »

Ich habe kein ideales Tomatenklima, späte und frühe Fröste, sehr kontinental. Deshalb mag ich die sibirischen Sorten so sehr, die sind daran angepaßt.

Es waren sehr große Mariannas, deshalb habe ich dann weitere Rispen abgemacht, damit wenigstens die Bunkerfrüchte reifen.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4025
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Langzeitlagerung von Samen

#67

Beitrag von Zacharias »

Ich habe auch vorwiegend russische Sorten und das nicht erst, seit ich in Estland lebe. Allerdings stelle ich keinen Unterschied in der klimatischen Resistenz fest, aber im Geschmack. Die Ami-Sorten, die ich in D zusätzlich zu den Russen angebaut habe, schmecken hier fade.
Antworten

Zurück zu „Sortenerhaltung, Saatgutgewinnung, Jungpflanzenanzucht“