Diese Rubrik ist für Blogging-Threads gedacht, in denen Ihr über den Fortgang Eurer Selbstversorger-Projekte berichten könnt.
Bitte beachten: Kopien forenexterner Blogs sowie Linksetzen zur SEO derselben sind hier nicht erwünscht!
Till hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 11:34
Mich interessiert u. A. ob Vera irgendwelche Miet- oder Nutzungsverträge geschlossen hatte.
Auch das kann oder kann nicht funktionieren ... Stichwort Mietnomaden.
Was helfen könnte, ist eine Kaution, aber damit schliesst man Menschen aus, die kein Geld haben (warum auch immer) und arbeitsam sind. Das kann man je nach Projektidee und Weltbild wollen oder nicht wollen. Im Blog wurde ja schon sich gerechtfertigt, dass es halt etwas Geld pro Monat für laufende Kosten braucht.
Wir hatten mal in meiner WG-Zeit, lang ists her, einen Typen aus (Nationalität tut nichts zur Sache) zu Gast, den eine Mitbewohnerin angeschleppt hatte, weil er sie angehauen hat, er wisse nicht wo übernachten. Der war dann unheimlich klebrig und irgendwann musste man sehr, sehr deutlich werden, um den rauszukriegen. Statt Dank hat es dann Vorwürfe gegeben. Immerhin hat er nichts mitgehen lassen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Vielen Dank, eure Gedanken zu meinem Projekt habe ich gelesen. Die Fakten habe ich klar geschrieben: Mitbewohner in einer lockeren Gemeinschaft soweit auseinander wohnend, um Privatsphäre zu haben. Grundlegende Bedingungen: Keine Tiere töten, Interesse an natürlichem umweltfreundlichen Leben, keine Exzesse (va Alkohol). Durch gemeinsame Garten- / Landwirtschaft- / Gästebetreuung weitgehend Selbstversorger, Maschinen, Autos teilen um zu sparen.
Wenn sich ca.10 passende Menschen, die sich sympatisch sind, gefunden haben: zusammen Regeln festlegen. Absicherung im Falle meines Todes: Zweckgebundene Stiftung mit eingetragenem lebenslangen Wohnrecht für diejenigen, die aufgebaut haben.
Grösste Schwierigkeit: Die Interessenten kamen einzeln, Besuchsdaten so vereinbart, dass sich die Menschen kennen lernen könnten. Niemand hat sich an die Termine gehalten, also konnten sich die wirklich Interessierten auch nicht kennen lernen. Und allein arbeiten macht ja keinen Spass.
Ich habe keine Familie und auch nicht den Wunsch, nochmals eine 2er-Beziehung einzugehen. Wäre ideal für Singles, die nicht ganz einsam sein möchten. Anteil der gemeinsamen Arbeit wäre ja klein: mindestens 2 halbe Tage pro Woche, mehr ist natürlich willkommen.
In verschiedenen Inseraten in alternativen Garten-Permakultur-Umwelt- und Tierschutz-Zeitschriften inseriert und auf diesen Blog hier hingewiesen.
Das Anlegen der Schaugärten 10 x 10 m ist ein Klacks. Habe mehrere schon selbst angelegt. Auch Folientunnel, Anzuchtgartenhaus mit Spezialleuchten, Tierunterkünfte, viele 100 m Zäune. Und auch 2 isolierte Gartenhäuser und 2 Holzwohnwagen weitgehendst selbst gebaut. Trotz Rentenalter und viel weniger Kraft als früher.
Das Leben wäre auf diese Art viel günstiger, auch mit dem kleinen Beitrag von € 200.- mtl. in die Gemeinschaftskasse für alles Zaunmaterial, Saatgut, Pflanzen, Obstbäume, Baumaterial, Steuern, Strom, Wasser usw.
Die Untragbaren habe ich sofort höflichst gebeten, abzureisen. Etliche sind ja auch einige Monate bis 2 Jahre geblieben, aber eben immer einzeln.
Ich bin am allein weitermachen, Gärten anlegen und pflegen, noch ein Gartenhaus als Musikstudio bauen (bin ja hauptsächlich Pianistin). Ich vermisse keine Menschen mehr, bin zufrieden mit den Tieren, die ich noch habe.
Euch allen liebe Grüsse und viel Erfolg bei euren eigenen Projekten.
Vera
wenn es schon mit so einfachen Sachen wie sich anmelden und dann Termine einhalten nicht klappt, wie soll das dann mit solchen Leuten in der Gemeinschaft werden ... Zumal du ja einleuchtend begründet hast, warum das wichtig ist.
Gemeinschaftsgärten leben wie eine funktionierende Familie auch davon, dass jeder brav und bieder seine Pflicht tut. Völlig un-alternativ.
"Und allein arbeiten macht ja keinen Spass" .. aber deutlich mehr als wenn du nachher ausser mehr Ärger weniger hast als wenn Du gleich alles alleine gemacht hättest.
Ich beneide Dich um Deinen unerschütterlichen Optimismus und wünsche Dir alle Gute.
Lieber Gruss aus der CH
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.