Kamtschatkabeeren....

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Zacharias
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Re: Kamtschatkabeeren....

#11

Beitrag von Zacharias »

Jetzt sagt doch nicht alle, dass ihr einen habt. Interessant ist doch nur, wer einen geschmackvollen Busch hat und den Namen weiß.

Mein erster Kontakt mit Aronia war getrocknet. Es stand Apfelbeere drauf und ich wusste nicht, dass das Aronias Zweitname ist. Das Adstringierende war nicht weg, ich fand sie ungenießbar. Nun habe ich ein Haus gekauft mit 3 Aronia. Vorletztes Jahr habe ich Saft gemacht, ebenfalls schlimmes Mundgefühl. Kommt es vielleicht auch da auf die Sorte an? Oder auf die Empfindlichkeit?
Thomas/V. hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 17:59 Wäre schon schön, wenn sie wie Heidelbeeren schmecken (nicht die gezüchteten).
Das habe ich schon so oft gehört. Dabei ist das echt Quatsch, es gibt sowohl unter den gezüchteten schwach und intensiv schmeckende, als auch unter den wilden. Bei Gezüchteten habe ich aber noch keine gehabt, die nach nichts geschmeckt hat. Die hier massenhaft wildwachsenen kann man aber getrost mit meinen Kamptschatkas in einen Topf werfen, da schmeckt man keinen Unterschied.
Elli1
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Re: Kamtschatkabeeren....

#12

Beitrag von Elli1 »

Aronia habe ich auch und finde den Geschmack gar nicht so verkehrt. Als Saft oder Gelee schmecken sie sicher besser aber dann enthalten sie keine Vitamine mehr.
Welche Sorte meine Maibeeren sind weiß ich nicht mehr.
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
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Zacharias
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Re: Kamtschatkabeeren....

#13

Beitrag von Zacharias »

Den Geschmack von Aronia finde ich sogar super. Nur eben das Mundgefühl nicht.
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emil17
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Re: Kamtschatkabeeren....

#14

Beitrag von emil17 »

Die "Kamtschatkabeere" ist eine Selektion oder geographische Rasse der blauen Heckenkirsche, die als Art wild zirkumboreal (also im Klimabereich der kühl-gemässigten Nadelwälder) vorkommt, bei uns in den Alpen. Sie werden offenbar nach der geographischen Herkunft benannt. Der Wikipedia-Artikel hilft weiter, um das Durcheinander der Nomenklatur zu verstehen. Warum Herkünfte aus Sibirien weniger fad schmecken als die der Alpen oder Nordmaerika, ist nicht bekannt.
Mit Aronia haben die botanisch überhaupt rein gar nichts zu tun!
Ich habe mal vor mehreren Jahren einen der Sorte Amur gepflanzt, und dazu eine andere als Befruchter, weil sie selbststeril sind. Es würde aber auch die einheimische Wildform als Bestäuber funktionieren.
Der Geschmack: Interessant, auch weil es mit vom frühesten Beerenobst ist, was die Natur hergibt. Sie kann aber nicht ganz die Erwartungen halten, die der Beschreibungstext erweckt hat. "Ähnlich Waldheidelbeeren", hiess es. In Wirklichkeit ist nur die Farbe der Beeren ähnlich, sie schmecken ein wenig wie ... na ja, etwas langweilig halt. Nicht schlecht, aber eben so, dass man mehrere probiert, um sich zu entscheiden, ob es gut ist oder ob man es nur meint. Das passt zum Strauch, der steht unauffällig herum, wächst so ein wenig vor sich hin, blüht unauffällig und die Früchte schmecken auch so. Wenn man nicht allzuviel erwartet, wird man auch nicht enttäuscht sein. Und ausgiebig ist es auch nicht.
Ob die etwas verhaltene Begeisterung an der Sorte oder am Standort oder an mir liegt, kann ich nicht sagen. Toll wäre es, mal in einem gut bestückten Sortengarten verkosten zu können.
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Zacharias
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Re: Kamtschatkabeeren....

#15

Beitrag von Zacharias »

Hat ja auch keiner behauptet, dass die Kamptschatkas was mit Aronias zu tun haben. Wir springen zwar manchmal in den Themen, aber der Sprung von Kamtschatka zu Aronia wäre doch ein bissel hoch :haha: .

Meine ist extrem wüchsig, trägt auch gut, ist eher ein Problem die Beeren zu finden. Aber sie schmeckt penetrant nach nichts. Leider habe ich mir auch nicht die Sorte gemerkt, aber Amur sagt mir was, vermutlich also die. Einen Befruchter hat sie nicht, also nicht selbststeril.
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Re: Kamtschatkabeeren....

#16

Beitrag von unkrautaufesserin »

Aronia hat sehr viel Vitamine, wenn man sie in der Zentrifuge oder Beerenpresse entsaftet und nicht im Kochtopf.
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Thomas/V.
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Re: Kamtschatkabeeren....

#17

Beitrag von Thomas/V. »

Hatte schon sowas befürchtet, das jeder was anderes schreibt :lol: . Bei den vielen Sorten und Standorten nicht verwunderlich.
Da ich weder Saft noch Marmelade oder Gelee mache, allerhöchstens mal 2-3 Gläser, wenn es extrem viele zu ernten gibt, friere ich eigentlich alle Beeren ein und mische sie dann. DIe esse ich dann im WInter im Haferbrei mit Joghurt. Also wäre es eigentlich auch nicht schlimm, wenn sie wenig Geschmack haben, sie sind dann halt nur "Füllstoff", aber mit den Vitaminen ect., die sie ja trotzdem haben.
Klar, frische Beeren vom Strauch esse ich auch, und wenn sie die ersten sind, würde ich sie auch essen, wenn sie nach wenig schmecken, Hauptsache sie schmecken nicht so sauer oder herb, das es einem alles zusammenzieht.
Also müßte ich wirklich erst herausfinden, welche Sorten wüchsig, schmackhaft und bestäubungsmäßig passend sind. EInfach mir irgendwelche 2 Sorten kaufen wäre dann zu riskant, zumal die ja auch nicht billig sind und erstmal 2-3 Jahre brauchen, bis was dran ist. :hmm:
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Re: Kamtschatkabeeren....

#18

Beitrag von Zacharias »

Meine Kamtschatka hat gleich im ersten Jahr getragen, natürlich noch nicht viel. Der Busch geht mir nach 3 Jahren schon bis an die Schultern.
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Thomas/V.
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Re: Kamtschatkabeeren....

#19

Beitrag von Thomas/V. »

Ja, genau so hatte ich das gedacht. Hab schon mal als Unterpflanzung, bis die Sträucher dann groß genug sind, Erdbeeren auf das Beet gepflanzt.
Die werden ja dann in 3 Jahren wieder gerodet. So ist das Beet nicht ganz nackig und es fallen hoffentlich noch paar Erdbeeren ab.
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Grünes Wunder
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Re: Kamtschatkabeeren....

#20

Beitrag von Grünes Wunder »

Wir haben ja den Tick auch alles mögliche pflanzen zu wollen , ua 3 Kamtschatkabüsche...ich find die Früchte jetzt nicht sooo lecker, weswegen ich es nicht bedauerte,dass wir dann den Hühner Auslauf drumherum bauten, die ernten sie wohl ab... Also ich kann drauf verzichten. Die Aronien kommen so langsam mal in die Pötte... Die Früchte finde ich super gefrostet und mit süßerem Obst, zB Himbeeren etc kombiniert und dann mit Quark/Kefir/ Joghurt. Dieses Jahr möchte ich auch Felsenbirnen frosten. Bei beiden finde ich super, dass man sie nicht entkernen muss,

Lieben Gruß, Alexandra
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