Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4790
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5001

Beitrag von Rohana »

Tscharlie hat geschrieben: Do 19. Dez 2024, 06:20 Erst wenn man das erkannt hat, hat man die Möglichkeit frei für sich zu entscheiden, bleibe ich dem Hof treu oder lebe ich ein anderes Leben.
Ich finde das ein Stück weit vermessen von anderen zu behaupten dass sie erst noch "erkennen" müssen dass der Hof ihr Leben bestimmt. Jeder der Vieh hat ist "fremdbestimmt", jeder der Landwirtschaft hat ist nicht nur vom Lauf der Jahreszeiten und vom Wetter abhängig, nein er muss sich auch noch von den Behörden allerhand gefallen lassen... ohne Landwirtschaft ist man ein freier Mensch - oder zumindest wesentlich freier als vorher. Meinst du echt dass weiss jemand nicht, der sich nach all dem richten muss?

Freundlicher ausgedrückt, der Hof steht in Symbiose mit der Landwirtsfamilie. Eins kann nicht ohne das andere existieren, und wenn's dem einen gutgeht, geht es dem anderen auch gut - und umgekehrt!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5002

Beitrag von Tscharlie »

Ich behaupte mal. Jeder in Deutschtschland kann ohne seinen oder ihren Hof existieren.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4790
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5003

Beitrag von Rohana »

Ein Landwirt ohne Land ist halt auch nur ein Mensch, und ein Acker ohne Bewirtschaftung ist bald keiner mehr. Soviel dazu.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5004

Beitrag von Tscharlie »

Da landwirtschaftlich nutzbares Land "gold" Wert ist, findet sich sicher einer/eine die das kaufen oder pachten will um es zu bewirtschaften.

Das Bild der verwahllosten Landschft zieht nicht.

Allenfalls in der Almwirtschaft ist das überhaupt ein Problem. Aber der "Urwald" im bayrischen Wald zeigt seit 50 Jahren, dass es auch ohne Mensch geht.

Und nein auch das niemand weiter fahren will zieht schon lange nicht mehr, das ist heute schon Normalität.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5005

Beitrag von Tscharlie »

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZ ... DIxNjQ2QTA

Ein Bericht wie es auch gehen kann.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5006

Beitrag von Tscharlie »

Geht doch:

Von den rund 3.1 Mio Hektar landwirtschaflicher Fläche in Bayern wurden in 2023 423.000 Hektar im Ökolandbau bewirtschaftet.

2013 waren das noch 213.000 Hektar.

In 10 Jahren fast verdoppelt, wenn so weiter ginge, dann sind das in 30 Jahren 100 %.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4790
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5007

Beitrag von Rohana »

Es reicht ja nicht die Produktion umzustellen, das Produkt muss auch gekauft werden. Der Biomarkt ist ziemlich gesättigt. Wo soll denn das ganze Bio-Zeug hin? Es muss ja auch einen kostendeckenden Preis bringen und von irgendwas wollen die Biobauern auch leben. Das, was einfach umzustellen ist - z.B. Heumilchproduktion im Allgäu oder ähnliche Produktion in Gunstlagen - ist schon als erstes umgestellt worden. Jetzt ist eher noch "kompliziertes" da, Grenzertragswirtschaft auf Grenzertragsstandorten. Die funktionieren ohne Chemie nur sehr schwierig bzw. teuer. Bei den Preisen für Bioware kannst dir denken wie hoch da die Anreize sind...

In Landwirtschaft steckt nicht nur Land, sondern auch Wirtschaft.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5008

Beitrag von Tscharlie »

Das Bioprodukte viel teuerer sind, dafür ist ja nur der Handel verantwortlich.

Denn ein Brot das vielleicht 1 kg Getreide benötigt kostet heute ca. 5 €.

Wenn sich nun der Getreidepreis verdreifacht, was kostet das Brot dann?

Der Handel sagt: Klar 1 Kg kostet dann eben 15 €.

Ob das richtig ist? Kann man nicht anders denken?
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Elli1
Beiträge: 418
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 19:13
Wohnort: Eifel

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5009

Beitrag von Elli1 »

Gutes Beispiel Tscharlie.
Ich zahle bei der SoLaWi 5,50 € für ein 1 kg Vollkornbrot. Der Landwirt, die Mühle und der Bäcker verdienen daran. Sollen sie auch.
Aber was wenn das Getreide/Mehl/Brot in den Handel kommt und durch die ganze Republik oder sogar aus dem Ausland hergefahren wurde? Das muss auch bezahlt werden und der Handel will auch verdienen. Dann bekommen weder der Landwirt noch die Mühle noch der Bäckerer ihren Preis oder das Brot kostet wirklich 15 €.
Was gibt es da anders zu denken? Alle wollen ihr Einkommen.
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1182
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5010

Beitrag von Tscharlie »

Natürlich, aber ob eine Tonne Biogetreide oder eine Tonne konventionelles reisen ist letztlich egal.
Auch braucht es nicht mehr Energie es zu backen.
Vielleicht ein wenig mehr Aufwand in der Zubereitung, weil Biogetreide nicht so "einheitlich" ist.

Uns ist aufgefallen, dass die Preissteigerungen bei Bioprodukten eher moderat sind im Vergleich mit konvetioneller Ware. Der Biohandel mußte schon immer anders rechnen.

Und ja jeder soll für seine Arbeit bezahlt werden, ob die Albrechts ihr Vermögen "erarbeitet" haben?
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Antworten

Zurück zu „Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion“