Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das war gerade noch auf den Taz-Artikel zum Obstbau im Alten Land bezogen.
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Je nachdem wie man's sieht. Für den der ihn bezahlen muss sind das ordentliche Kosten, und wenn man dann mit Land X konkurrieren soll wo die Lohnkosten ein Witz sind, geht das schnell genug in die Hose wenn am Ende nur der Preis zählt... so funktioniert Deutschland.penelope hat geschrieben: Fr 21. Okt 2022, 18:20 Schlimm ist nicht, dass der Mindestlohn angehoben wurde
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der Mindestlohn in Neuseeland (um Äpfel aus Neuseeland vs Äpfel aus dem Alten Land geht es in dem verlinkten Artikel) ist nach dem aktuellen Umrechnungskurs übrigens exakte genauso hoch wie in Deutschland.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ist das sicher, das es in Autralien keine Sonderregelung für Erntehelfer aus 3 Staaten gibt? Denn z.B. in Italien gibt es sie "Sonderregelung" es kümmert den Staat nicht wie mit Erntehelfern im Süden umgegangen wird.
Auch bei uns war das ja lange so, die Kolonne aus Rumänien war viel billiger als deutsche Erntehelfer (die es aber eigentlich nicht mehr gibt).
Auch bei uns war das ja lange so, die Kolonne aus Rumänien war viel billiger als deutsche Erntehelfer (die es aber eigentlich nicht mehr gibt).
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Einzige Ausnahmen sind Lehrlinge und Azubis.
Dass Menschen aus dem Ausland häufig ihre Rechte entweder nicht kennen oder nicht die Möglichkeit haben, diese durchzusetzen ist wohl leider in jedem Land so. Das nicht als das anzusehen, was es ist, nämlich ausbeuterisches und unethisches Verhalten, sondern als "Wettbewerbsvorteil", finde ich schon sehr sehr bedenklich.
Dass Menschen aus dem Ausland häufig ihre Rechte entweder nicht kennen oder nicht die Möglichkeit haben, diese durchzusetzen ist wohl leider in jedem Land so. Das nicht als das anzusehen, was es ist, nämlich ausbeuterisches und unethisches Verhalten, sondern als "Wettbewerbsvorteil", finde ich schon sehr sehr bedenklich.
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Grünlilie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Anderes Thema, aber wie ich finde passend zum Thread: ich habe heute zum 1. Mal mir ein Überraschungspaket mit Obst und Gemüse im Edeka im Nachbarort abgeholt. Über die App https://toogoodtogo.de/de/. Deren Slogan ist: "Wir retten Lebensmittel vor der Verschwendung". Man kann dann Lebensmittel in bestimmten Geschäften oder Gerichte in Restaurants zu einem vergünstigten Preis abholen, die sonst weggeworfen würden. Weil sie abends übrig bleiben oder nicht mehr ganz frisch sind.
Jedenfalls habe ich gestern so ein Paket für 4,50 Euro über die App gekauft und dann heute im besagten Edeka abgeholt. Das habe ich verbunden mit ein paar Besorgungen, die ich eh noch machen musste, also hat das gepasst. Das habe ich bekommen:
Leider musste ich gleich mal einiges aussortieren, das ist nur noch was für den Kompost und hat mich ehrlich gesagt auch geärgert, warum die das überhaupt noch da rein getan haben: 1 Avocado, 1 Mango, 1 Kiwi. Die waren innen nur noch matschig. Eine geschlossene Packung Trauben war noch dabei, da hab ich ca. 1/3 aussortiert. Finde ich aber ok.
Also habe ich für die 4,50 Euro bekommen: 4 Paprika, 1 keiner Salat, 2 Orangen, 4 Zitronen (Demeter), 8 Bananen (Demeter), eine gute halbe Packung Trauben und 1 Ananas. Ich finde das eigentlich ganz in Ordnung.
Hat von euch jemand Erfahrung mit der App? Wie findet ihr das Prinzip?
Jedenfalls habe ich gestern so ein Paket für 4,50 Euro über die App gekauft und dann heute im besagten Edeka abgeholt. Das habe ich verbunden mit ein paar Besorgungen, die ich eh noch machen musste, also hat das gepasst. Das habe ich bekommen:
Leider musste ich gleich mal einiges aussortieren, das ist nur noch was für den Kompost und hat mich ehrlich gesagt auch geärgert, warum die das überhaupt noch da rein getan haben: 1 Avocado, 1 Mango, 1 Kiwi. Die waren innen nur noch matschig. Eine geschlossene Packung Trauben war noch dabei, da hab ich ca. 1/3 aussortiert. Finde ich aber ok.
Also habe ich für die 4,50 Euro bekommen: 4 Paprika, 1 keiner Salat, 2 Orangen, 4 Zitronen (Demeter), 8 Bananen (Demeter), eine gute halbe Packung Trauben und 1 Ananas. Ich finde das eigentlich ganz in Ordnung.
Hat von euch jemand Erfahrung mit der App? Wie findet ihr das Prinzip?
Viele Grüße
Christina
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hat mit Landwirtschaft nur noch ganz entfernt zu tun. Das ist Einzelhandel, der aus dem Trend wieder Profit schlägt mMn. Eigentlich gehört sowas an die Tafeln und ähnliches gegeben. Wenn, und nur WENN Tafeln durch dieses System ergänzt und nicht belastet werden, okay wunderbar. Ansonsten bin ich grundsätzlich skeptisch was Weltrettungsambitionen der grossen Einzelhändler angeht.
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Grünlilie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Rohana hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 13:18 Hat mit Landwirtschaft nur noch ganz entfernt zu tun. Das ist Einzelhandel, der aus dem Trend wieder Profit schlägt mMn. Eigentlich gehört sowas an die Tafeln und ähnliches gegeben. Wenn, und nur WENN Tafeln durch dieses System ergänzt und nicht belastet werden, okay wunderbar. Ansonsten bin ich grundsätzlich skeptisch was Weltrettungsambitionen der grossen Einzelhändler angeht.
Ich gebe dir da grundsätzlich recht. Interessant wäre ja, ob z. B. diese Lebensmittel tatsächlich weggeworfen worden wären, oder ob sie die Tafel bekommen hätte. Wenn es toogoodtogo und ähnliches nicht gäbe. Ich glaub halt, dass viele Einzelhändler und Restaurants die Lebensmittel doch eher wegwerfen, als sie den Tafeln zu spenden. Warum auch immer, ich find's schade. Aber vielleicht bieten da solche Angebote wie toogoodtogo eine Alternative zum Wegwerfen und sind attraktiver, weil die Einzelhändler und Restaurants noch etwas Geld dafür bekommen. Verwerflich ist das jetzt meiner Meinung nach auch nicht.
Viele Grüße
Christina
Christina
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich sehe überhaupt nichts schlimmes daran, wenn Unternehmen einen Trend aufgreifen. Was sollen Sie denn sonst tun? An der aktuellen Nachfrage vorbei produzieren? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Profit damit zu machen, einen Trend zu erkennen, und den zu bedienen, ohne Dritten zu schaden und ggfls. vielleicht sogar noch einen, wenn auch überschaubaren, sozialen Beitrag zu leisten, ist doch absolut ok. "Weltrettungsambitionen" müssen es ja auch gar nicht sein, vernünftiges Handeln reicht ja schon aus.
Ich finde die Idee mit der App nicht schlecht, da man damit gucken kann, ob es ein Angebot gibt, was vielleicht gerade eh auf ein Weg liegt, den man aus anderen Gründen macht. Jetzt wohne ich ja ziemlich weit auf dem Land und hab da kein entsprechendes Angebot in der Gegend, aber beispielsweise für meine früheren Studie-WGs wäre das eine super Idee gewesen.
Zu den Tafeln:
Pragmatisch betrachtet ist es sehr gut, dass es sie gibt und die Leute, die da größtenteils ehrenamtlich arbeiten, leisten viel Gutes.
Grundsätzlich ist es aber beschämend, dass es im reichen Deutschland so etwas geben muss. Die Grundsicherung muss eigentlich so bemessen sein, dass eine vernünftige Ernährung ohne "Almosen" für jeden finanzierbar ist. Man darf so etwas wie die Tafeln mMn keinesfalls als gegeben und als Standard ansehen, sondern als Zusatz, der hoffentlich irgendwann überflüssig wird.
Profit damit zu machen, einen Trend zu erkennen, und den zu bedienen, ohne Dritten zu schaden und ggfls. vielleicht sogar noch einen, wenn auch überschaubaren, sozialen Beitrag zu leisten, ist doch absolut ok. "Weltrettungsambitionen" müssen es ja auch gar nicht sein, vernünftiges Handeln reicht ja schon aus.
Ich finde die Idee mit der App nicht schlecht, da man damit gucken kann, ob es ein Angebot gibt, was vielleicht gerade eh auf ein Weg liegt, den man aus anderen Gründen macht. Jetzt wohne ich ja ziemlich weit auf dem Land und hab da kein entsprechendes Angebot in der Gegend, aber beispielsweise für meine früheren Studie-WGs wäre das eine super Idee gewesen.
Zu den Tafeln:
Pragmatisch betrachtet ist es sehr gut, dass es sie gibt und die Leute, die da größtenteils ehrenamtlich arbeiten, leisten viel Gutes.
Grundsätzlich ist es aber beschämend, dass es im reichen Deutschland so etwas geben muss. Die Grundsicherung muss eigentlich so bemessen sein, dass eine vernünftige Ernährung ohne "Almosen" für jeden finanzierbar ist. Man darf so etwas wie die Tafeln mMn keinesfalls als gegeben und als Standard ansehen, sondern als Zusatz, der hoffentlich irgendwann überflüssig wird.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wenn die gescheit kalkulieren würden, könnte sicher so manche Tonne weggeschmissene Lebensmittel vermieden werden. Aber darum geht es ja gar nicht, denn das wird in Kauf genommen um das letzte Fitzelchen verkaufte Ware rauszukitzeln. Wer suggeriert denn dass alles immer, überall und für jeden verfügbar sein muss à la frischgebackenes Brot um 22 Uhr und Erdbeeren zu Weihnachten, und dass selbst die besten Lebensmittel zum Discount-Preis zu haben sind...penelope hat geschrieben: Sa 22. Okt 2022, 17:59 Ich sehe überhaupt nichts schlimmes daran, wenn Unternehmen einen Trend aufgreifen. Was sollen Sie denn sonst tun? An der aktuellen Nachfrage vorbei produzieren? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
nein, sind sie nicht.
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