Beispielsweise Russland fördert und verarbeitet nach wie vor Asbest. Trotzdem denke ich, dass es natürlich total sinnvoll ist, dass das in Deutschland verboten ist. Den armen Menschen, die in Russland elendig an Asbestose krepieren bringt es natürlich überhaupt nichts, dass das hier in Deutschland verboten ist. Aber da, wo wir Einfluss ausüben konnten, haben wir das getan - und auch da mussten Menschenleben natürlich über Unternehmensgewinnen stehen. Unsere "Insel der Glückseligkeit" hat in diesem Fall viele Menschen hier vor dem Tod bewahrt.Rohana hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 12:49 Was nützt es uns in D eine Insel der Glückseligen zu schaffen während der Rest um uns rum weitermacht wie bisher?
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das hast du nun um 180 Grad gedreht:penelope hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 23:37Beispielsweise Russland fördert und verarbeitet nach wie vor Asbest. Trotzdem denke ich, dass es natürlich total sinnvoll ist, dass das in Deutschland verboten ist. Den armen Menschen, die in Russland elendig an Asbestose krepieren bringt es natürlich überhaupt nichts, dass das hier in Deutschland verboten ist. Aber da, wo wir Einfluss ausüben konnten, haben wir das getan - und auch da mussten Menschenleben natürlich über Unternehmensgewinnen stehen. Unsere "Insel der Glückseligkeit" hat in diesem Fall viele Menschen hier vor dem Tod bewahrt.Rohana hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 12:49 Was nützt es uns in D eine Insel der Glückseligen zu schaffen während der Rest um uns rum weitermacht wie bisher?
Deutschland verbietet Asbest zum Schutze des deutschen Verbrauchers, Russland darf weiter produzieren.
Bei den Spritzmitteln verbietet Deutschland die Produktion!
Um es so zu machen wie in deinem Asbest-Beispiel müsste der jeweilige Staat den Wirkstoffen bei sich die Zulassung entziehen. Das steht ihnen jeder Zeit frei, genau so wie die Wirkstoffe und Asbest in DE nicht erlaubt sind.
Aber ein Produktionsverbot ist völliger Käse.
kostet nur, bringt nix.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Man hätte also Contergarn zwar in Deutschland verbieten, aber weiterhin für den Export in anderen Länder produzieren können? Gibt sicherlich 3. Welt Länder, die auf günstige Medikamente angewiesen sind und so hätte das Unternehmen noch weiter Gewinn machen können?
Glücklicherweise haben die allermeisten Menschen so was wie Anstand und Moral und ziehen das nicht in Betracht. Und bei den übrigen, mit einem gewissen Defizit in diesem Bereich, braucht es halt Regulierungen.
Glücklicherweise haben die allermeisten Menschen so was wie Anstand und Moral und ziehen das nicht in Betracht. Und bei den übrigen, mit einem gewissen Defizit in diesem Bereich, braucht es halt Regulierungen.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
https://www.topagrar.com/acker/news/eu- ... 48760.html
Jetzt fällt Brüssel auf dass es zu wenig Dünger gibt und dass das zu einem Problem wird.
Jetzt....
...4 Monate nach dem die Preise angefangen haben mehr als üblich zu steigen.
Arbeiten die dort mit Rechenschieber, Dosentelefon und Gänsekiel?
Jeder noch so kleine Nebenerwerbler hat die massiv gestiegenen Preise schneller bemerkt und jeder Azubi im 1. Ausbildungsjahr kann vorhersehen dass ohne ausreichend Dünger nicht genügend Essen heranwächst.
Aber die hohe heilige EU Bürokratie bräuchte dafür 4 Monate...
Jetzt fällt Brüssel auf dass es zu wenig Dünger gibt und dass das zu einem Problem wird.
Jetzt....
...4 Monate nach dem die Preise angefangen haben mehr als üblich zu steigen.
Arbeiten die dort mit Rechenschieber, Dosentelefon und Gänsekiel?
Jeder noch so kleine Nebenerwerbler hat die massiv gestiegenen Preise schneller bemerkt und jeder Azubi im 1. Ausbildungsjahr kann vorhersehen dass ohne ausreichend Dünger nicht genügend Essen heranwächst.
Aber die hohe heilige EU Bürokratie bräuchte dafür 4 Monate...
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Oh, haat du den VHS Kurs "Zwischen den Zeilen Beleidigen anderer Leute" belegtpenelope hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 08:24 Man hätte also Contergarn zwar in Deutschland verbieten, aber weiterhin für den Export in anderen Länder produzieren können? Gibt sicherlich 3. Welt Länder, die auf günstige Medikamente angewiesen sind und so hätte das Unternehmen noch weiter Gewinn machen können?
Glücklicherweise haben die allermeisten Menschen so was wie Anstand und Moral und ziehen das nicht in Betracht. Und bei den übrigen, mit einem gewissen Defizit in diesem Bereich, braucht es halt Regulierungen.
Contergan ist bis heute nicht verboten, es bietet als Schlafmittel für Schwangere nur keiner mehr an.
Stattdessen wird der Wirkstoff gegen Prostata-Krebs, Lepra und ein paar Hautkrankheiten eingesetzt.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja, das ist eben der erste Punkt: Das Unternehmen hat ethisch gehandelt und die Produktion eingestellt.Oelkanne hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 08:33
Contergan ist bis heute nicht verboten, es bietet als Schlafmittel für Schwangere nur keiner mehr an.
Der Wirkstoff wird in sehr wenigen Fällen noch in anderen Medikamenten verwendet - unter sehr strenger Regulierung, eben damit niemand damit wieder Schaden anrichten kann -> zweiter Punkt.
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Für mich ist es aus Sicht der Ethik logisch, dass man nichts herstellen, importieren und verkaufen darf, was verbotene Inhaltsstoffe enthält oder auf unzulässige Weise erzeugt wurde. Es ist ein notwendiger, aber nicht ausreichender Schritt hin zu einer besseren Welt.
Aus genau diesen Überlegungen heraus können auch gewisse im Ausland begangene Straftaten vor Gerichten in anderen Ländern eingeklagt werden.
Das Beispiel Asbest ist übrigens klassisch dafür, wo der Stellenwert des Verbraucher (und Arbeiter-) schutzes für die produzierende Industrie in Wirklichkeit steht: ganz weit hinten.
Man muss, um problematische Substanzen weg zu bekommen, alles machen: sie nicht produzieren, und sie nicht zulassen. Und es braucht internationale Handelsabkommen, die das respektieren.
Es ist logisch, dass die Deutschen den Russen nicht vorschreiben können, was diese produzieren und in Drittstaaten exportieren oder von Viertstaaten importieren dürfen.
Bei internationalen Abkommen versuchen die Exportstaaten regelmässig, im Interesse der Konzerne die Kennzeichnungspflicht zu unterlaufen, weil das a) endlos wäre (Zulieferer der Zulieferer, verständlich) und b) weil es den Handel und Export vereinfacht (unverständlich, wenn damit Umweltprobleme maskiert werden sollen) und c) weil es die einheimische Industrie, die bereits auf sauber umgestellt hat, gegenüber den Importen bevorzugen würde (das eigentliche Motiv).
Ein Erfolgsbeispiel ist die Verbannung der FCKW in Kühlanlagen wegen dem Ozonloch. Ein anderes das Verbot von Quecksilber in Thermometern, Saatbeiz- und Desinfektionsmitteln. Das konnte sich aber nur durchsetzen, weil die Staaten, die das zuerst wollten, die einheimische Industrie mit Produktions- und Verkaufsverboten geschädigt haben.
Auch hier könnte man sagen, was geht es die Deutschen an, wenn die Russen FCKW für indische Kühlschränke produzieren? Der Fall ist klar, sobald das Zeug in die Umwelt gelangt. In welchem Land es das tut, ist ziemlich egal.
Deutschland (genau genommen, die deutschen Steuerzahler, die Profiteure haben es nicht so mit Steuern zahlen) hat zudem teures Schmerzensgeld bezahlt: man hat früher Giftmüll in der DDR deponieren lassen, weil die für Devisen alles gemacht haben und es billger und einfacher war. (--> Deponie Schönberg) Das war alles legal. Man kann dem Nachbarstaat ja nicht vorschreiben, was die zu tun haben, nicht wahr? Und warum hat die so saubere deutsche und niederländische Industrie das Zeug nicht bei sich selber deponieren wollen?
In der Schweiz ist es dasselbe, nur beteiligt sich die verursachende Industrie an den Kosten solcher Sanierungen, um schlechte Presse zu vermeiden.
Aus genau diesen Überlegungen heraus können auch gewisse im Ausland begangene Straftaten vor Gerichten in anderen Ländern eingeklagt werden.
Das Beispiel Asbest ist übrigens klassisch dafür, wo der Stellenwert des Verbraucher (und Arbeiter-) schutzes für die produzierende Industrie in Wirklichkeit steht: ganz weit hinten.
Man muss, um problematische Substanzen weg zu bekommen, alles machen: sie nicht produzieren, und sie nicht zulassen. Und es braucht internationale Handelsabkommen, die das respektieren.
Es ist logisch, dass die Deutschen den Russen nicht vorschreiben können, was diese produzieren und in Drittstaaten exportieren oder von Viertstaaten importieren dürfen.
Bei internationalen Abkommen versuchen die Exportstaaten regelmässig, im Interesse der Konzerne die Kennzeichnungspflicht zu unterlaufen, weil das a) endlos wäre (Zulieferer der Zulieferer, verständlich) und b) weil es den Handel und Export vereinfacht (unverständlich, wenn damit Umweltprobleme maskiert werden sollen) und c) weil es die einheimische Industrie, die bereits auf sauber umgestellt hat, gegenüber den Importen bevorzugen würde (das eigentliche Motiv).
Ein Erfolgsbeispiel ist die Verbannung der FCKW in Kühlanlagen wegen dem Ozonloch. Ein anderes das Verbot von Quecksilber in Thermometern, Saatbeiz- und Desinfektionsmitteln. Das konnte sich aber nur durchsetzen, weil die Staaten, die das zuerst wollten, die einheimische Industrie mit Produktions- und Verkaufsverboten geschädigt haben.
Auch hier könnte man sagen, was geht es die Deutschen an, wenn die Russen FCKW für indische Kühlschränke produzieren? Der Fall ist klar, sobald das Zeug in die Umwelt gelangt. In welchem Land es das tut, ist ziemlich egal.
Deutschland (genau genommen, die deutschen Steuerzahler, die Profiteure haben es nicht so mit Steuern zahlen) hat zudem teures Schmerzensgeld bezahlt: man hat früher Giftmüll in der DDR deponieren lassen, weil die für Devisen alles gemacht haben und es billger und einfacher war. (--> Deponie Schönberg) Das war alles legal. Man kann dem Nachbarstaat ja nicht vorschreiben, was die zu tun haben, nicht wahr? Und warum hat die so saubere deutsche und niederländische Industrie das Zeug nicht bei sich selber deponieren wollen?
Nachdem man diese Landstriche wieder heimgeholt hat, darf der Staat (wer denn sonst?) diese Deponien sanieren.Dumpingpreise und die unzulängliche Überwachung durch die DDR-Behörden machten die Deponie Schönberg für die europäische Abfallwirtschaft interessant. Der Preis für die Benutzung einer Müllverbrennungsanlage lag im westeuropäischen Wirtschaftsgebiet bei bis zu 300 DM pro Tonne, noch deutlich teurer war die Deponierung von Sondermüll in einer Untertagedeponie. In Schönberg dagegen konnte Müll für 20 DM pro Tonne entsorgt werden.
...
Politiker in Kiel, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen erhielten Vergünstigungen vom Hauptgesellschafter Adolf Hilmer, wie beispielsweise regelmäßige Geldzuwendungen, Urlaubsaufenthalte in Travemünde, auf Föhr etc. (wiki)
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Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Eigentore sind nicht verboten.Oelkanne hat geschrieben: Mo 14. Feb 2022, 08:33 Oh, hast du den VHS Kurs "Zwischen den Zeilen Beleidigen anderer Leute" belegt![]()
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Diese neue Insel der Glückseligen wird nur bewirken dass das, was totreguliert werden soll, schlichtweg abwandert, und der Regulierungswahnsinn guckt in die Röhre. Wem genau ist damit geholfen?penelope hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 23:37 Unsere "Insel der Glückseligkeit" hat in diesem Fall viele Menschen hier vor dem Tod bewahrt.
Mal ganz abgsehen davon finde ich es seltsam wenn für Pflanzenschutzmittel die Ethik und Moral auf einmal zählt, aber es gibt sicher genügend andere Baustellen... die nicht so publikumsträchtig sind, wo mehr Geld hintersteht, weiss der Geier.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wie oft muss man es noch wiederholen?
Der Übelstand an einem anderen Ort ist keine Ausrede, hier nichts zu verbessern. Denn dann kann jeder nichts machen, weil es andernorts auch schlimm ist, und es geschieht nichts.
Das wir hier über Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion diskutieren, kommen auch nur solche Themen zur Sprache. Keiner hat wohl die Illusion, in anderen Bereichen sei alles gut.
Der Übelstand an einem anderen Ort ist keine Ausrede, hier nichts zu verbessern. Denn dann kann jeder nichts machen, weil es andernorts auch schlimm ist, und es geschieht nichts.
Das wir hier über Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion diskutieren, kommen auch nur solche Themen zur Sprache. Keiner hat wohl die Illusion, in anderen Bereichen sei alles gut.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
