Haja... "lohnen" ist so lala. Es macht halt keine Arbeit! Bei 600-800l pro Tag wie bei uns, brauchts halt n paar Kunden dass man da was von merkt. Mal ganz abgsehen davon dass nicht jeder Hinz und Kunz am Milchtank haben möchte.sybille hat geschrieben: Do 23. Dez 2021, 17:02 Es lohnt sich scheinbar denn sonst würde der Bauer das nicht machen.
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
- Förderer 2018

- Beiträge: 4791
- Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
- Familienstand: verheiratet
- Wohnort: Oberpfalz
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
-
Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Rohana: Dürftet ihr das überhaupt, von eurem Molkereivertrag her? Stichwort Andienungspflicht.
- emil17
- Beiträge: 8389
- Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Für und win win win: Der Berg von Milchpackungen fällt auch weg.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der Bauer, bei dem ich die Milch hole, verkauft morgens und abends. Die Zeit muss er bzw. seine Frau sich nehmen denn dort füllen nur er oder seine Frau die Milchflaschen der Kundschaft ab. Einfacher wäre es sicher die Milch von 100 Kühen komplett an die Molkerei zu verkaufen.Rohana hat geschrieben: Do 23. Dez 2021, 23:09Haja... "lohnen" ist so lala. Es macht halt keine Arbeit! Bei 600-800l pro Tag wie bei uns, brauchts halt n paar Kunden dass man da was von merkt. Mal ganz abgsehen davon dass nicht jeder Hinz und Kunz am Milchtank haben möchte.sybille hat geschrieben: Do 23. Dez 2021, 17:02 Es lohnt sich scheinbar denn sonst würde der Bauer das nicht machen.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
- Rohana
- Förderer 2018

- Beiträge: 4791
- Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
- Familienstand: verheiratet
- Wohnort: Oberpfalz
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich bezog mich auf Hildegard, bei der das offensichtlich alles sehr formlos abläuft. Kann ja jeder halten wie er möchte.
@Manfred: Muss man, soweit ich weiss, bei der Molkerei anmelden.
@Manfred: Muss man, soweit ich weiss, bei der Molkerei anmelden.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
- Beiträge: 8389
- Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bei unserer Käserei füllt selbstverständlich das Personal ab. Am einfachsten geht das für alle, wenn man zwei angeschriebene Gebinde hat, dann lässt man das saubere leere da und nimmt das abgefüllte mit.Rohana hat geschrieben: Do 23. Dez 2021, 23:09 Bei 600-800l pro Tag wie bei uns, brauchts halt n paar Kunden dass man da was von merkt. Mal ganz abgsehen davon dass nicht jeder Hinz und Kunz am Milchtank haben möchte.
Das hat aber den Vorteil, dass die Leute an den Hof kommen und sehen wie ihr wirtschaftet. Dann stellste im Herbst auch mal ein paar Kisten Obst oder Lagergemüse da, das verkauft sich dann auch.
Kleinvieh mancht bekanntlich auch Mist. 100 Liter im Monat zu 50 ct geben 50 Euro sind 600 pro Jahr, ist doch schon mal was.
Dann kommt vielleicht plötzlich noch Ware vom Nachbarn dazu, der vielleicht selber Wurstwaren macht oder Wein oder Eier hat. Bei uns sind viele Hofläden so entstanden.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
-
Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Vollkosten für die konventionelle Milchproduktion liegen in D inzwischen bei ca. 45 Cent netto pro Liter, Tendenz schnell steigend. Bio entsprechend höher.
Wenn ich da Milch für 60 Cent / l ab Tank verkaufe und dann auch noch Arbeitszeit fürs Abfüllen anfällt, ist das kein Geschäft.
Bei mir im Handel brauche ich als Einzelkämpfer ca. 1000 Euro Umsatz am Tag, 365 Tage im Jahr, um die Kosten zu decken. Und ich habe eine sehr flache Kostenstruktur.
Ich gehe davon aus, dass wir 2022 nochmal starke Inflation sehen werden, mit im schlimmsten Fall über 50% Kaufkraftverlust. Da werden sich viele grüne Träume in Luft auflösen, weil die Bevölkerung sie einfach nicht mehr bezahlen kann. Und für meinen extensiven Weidehaltungsbetrieb könnte das das wirtschaftliche Aus bedeuten. Wir überlegen mehrgleisig, wie es weitergehen könnte. Als Notfallplan würden wir auf Subsistenzwirtschaft zurückfahren. Zumindest diese möchten wir in der Familie erhalten.
Vom Biofleisch im Discounter werden übrigens aktuell schon ca. 30% entsorgt, weil sie sich nicht verkaufen.
Beim konventionellen Fleisch sind es 2% bis 5%.
Wenn ich da Milch für 60 Cent / l ab Tank verkaufe und dann auch noch Arbeitszeit fürs Abfüllen anfällt, ist das kein Geschäft.
Bei mir im Handel brauche ich als Einzelkämpfer ca. 1000 Euro Umsatz am Tag, 365 Tage im Jahr, um die Kosten zu decken. Und ich habe eine sehr flache Kostenstruktur.
Ich gehe davon aus, dass wir 2022 nochmal starke Inflation sehen werden, mit im schlimmsten Fall über 50% Kaufkraftverlust. Da werden sich viele grüne Träume in Luft auflösen, weil die Bevölkerung sie einfach nicht mehr bezahlen kann. Und für meinen extensiven Weidehaltungsbetrieb könnte das das wirtschaftliche Aus bedeuten. Wir überlegen mehrgleisig, wie es weitergehen könnte. Als Notfallplan würden wir auf Subsistenzwirtschaft zurückfahren. Zumindest diese möchten wir in der Familie erhalten.
Vom Biofleisch im Discounter werden übrigens aktuell schon ca. 30% entsorgt, weil sie sich nicht verkaufen.
Beim konventionellen Fleisch sind es 2% bis 5%.
- Rohana
- Förderer 2018

- Beiträge: 4791
- Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
- Familienstand: verheiratet
- Wohnort: Oberpfalz
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ach Emil...emil17 hat geschrieben: Sa 25. Dez 2021, 08:43Bei unserer Käserei füllt selbstverständlich das Personal ab. Am einfachsten geht das für alle, wenn man zwei angeschriebene Gebinde hat, dann lässt man das saubere leere da und nimmt das abgefüllte mit.Rohana hat geschrieben: Do 23. Dez 2021, 23:09 Bei 600-800l pro Tag wie bei uns, brauchts halt n paar Kunden dass man da was von merkt. Mal ganz abgsehen davon dass nicht jeder Hinz und Kunz am Milchtank haben möchte.
Das hat aber den Vorteil, dass die Leute an den Hof kommen und sehen wie ihr wirtschaftet. Dann stellste im Herbst auch mal ein paar Kisten Obst oder Lagergemüse da, das verkauft sich dann auch.
Kleinvieh mancht bekanntlich auch Mist. 100 Liter im Monat zu 50 ct geben 50 Euro sind 600 pro Jahr, ist doch schon mal was.
Dann kommt vielleicht plötzlich noch Ware vom Nachbarn dazu, der vielleicht selber Wurstwaren macht oder Wein oder Eier hat. Bei uns sind viele Hofläden so entstanden.
Wir verkaufen gelegentlich Milch ab Tank an Verwandte und Bekannte, ist ja kein Problem, aber eben auch nicht die Masse. Die geben gerne mehr als die 50ct pro Liter die wir verlangen - und die 50 ct sind schon gar nicht mehr aktuell, auf die kommen wir per Molkerei mittlerweile auch, ich suche dann mal die nächste Abrechnung.
Leute am Hof sind nur ein Vorteil wenn man grade Zeit dafür hat - Zeit ist Geld, weisste ja, und weder das eine noch das andere haben wir zuviel. Jetzt wo ich in Elternzeit bin hab ich genug Zeit um Interessierte rumzuführen, da kommen schnell mal 2-3h für die Basics zusammen - die wissen nix und man beantwortet gerne Fragen. Aber wenn ich wieder regulär arbeite fällt diese Zeit weg, mein Mann hat eh von morgens bis abends zu tun es sei denn es regnet, und dann wird gebastelt. Die Altenteiler sind nur noch zum Melken mit. Da ist kein "Personal" was untätig rumsteht
Und ja, ich lade gerne ein. Z.B. die Mamis von meiner Mutter-Kind-Gruppe, oder Leute bei denen ich Kinderklamotten kaufe, anderweitige Verwandte und Bekannte sowieso. Zum verkaufen steht allerdings nix rum und da wird auch nix dazu kommen dank Alleinlage
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das stimmt so nicht. Vor Jahren hatte ich einen Job oder zumind. einen Minijob in der Landwirtschaft gesucht. Bis ich dann melken gehen konnte bekam ich viele Absagen nur weil ich eine Frau bin und das höre ich hier auch von Anderen.und Arbeitskräfte muss man auch erstmal bekommen! Grade in der Tierhaltung wird das zunehmend ein Problem.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Oelkanne, 100 Milchkühe sehe ich nicht als gerade wenig Vieh. Aber Du magst Recht haben - hier in der Eifel ticken die Uhren in Bezug auf Frauen immer noch ganz anders als im Osten.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
