Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3371

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 09:22 Da hatte sich auch der feucht gewordene Dünger verklumpt und man versuchte, ihn zu lockern, um ihn wieder aus dem Lager zu kriegen
In Oppau haben die das Zeug im Düngerlager gesprengt - auch eine Form von Lockerung.
Eine Düngerexplosion ist auch in Toulouse 2001 passiert.

In Beirut war eine recht abenteuerliche Kombination von Lagerverhältnissen und benachbart gelagerten oder/und erzeugten Produkten auch nicht gerade explosionsvorbeugend, um es mal so zu sagen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3372

Ungelesener Beitrag von Manfred »

emil17 hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 09:46 In Oppau haben die das Zeug im Düngerlager gesprengt
Ja. Damals wussten die (zumindest die, die es gemacht haben) noch nicht, dass das Zeug bei ausreichender Zufuhr von Startenergie sich auch ohne zusätzlichen Sauerstoffträger umsetzen kann.

Über das, was in Beirut wirklich passiert ist, gibt es wilde Spekulationen. An diesen möchte ich mich nicht beteiligen.
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3373

Ungelesener Beitrag von Sven2 »

So schlecht die Düngerkrise für alle ist, und kurzfristig echt viel Schaden machen wird, vielleicht verhilft sie langfristig neuen Methoden zur Umsetzung

https://www.agrarheute.com/pflanze/getr ... ien-588155
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3374

Ungelesener Beitrag von Manfred »

Manfred hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 09:55 ohne zusätzlichen Sauerstoffträger umsetzen kann.
Kohlenstoff natürlich, nicht Sauerstoff. Meine Konzentration ist im Eimer. Wird Zeit, dass ein paar ruhige Tage kommen...
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3375

Ungelesener Beitrag von Manfred »

Sven2 hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 10:24 vielleicht verhilft sie langfristig neuen Methoden zur Umsetzung
Da gibt es ja viele positive Entwicklungen in der Landwirtschaft. Stichwort regenertive agriculture.
Das dauert aber alles, die für die jeweiligen Anbaubedingungen passenden Methoden zu entwickeln, zu erlernen, zu perfektionieren.
Gerade die Pflanzenschutzmittelverbote wirken da extrem kontraproduktiv, weil man mit Herbiziden halt leichter auf den Anbau ohne oder mit minimaler Bodenbearbeitung umstellen kann. Von da aus kann man dann lernen, den PSM-Bedarf zu reduzieren.
Ohne diese Mittel ist es ein wirtschaftliches Risiko, das kaum ein kleinere Betrieb eingehen kann, alleine schon wegen der enormen Maschinenkosten. Der Maschinenpark muss dafür ja auch komplett umgestellt werden. Und am Anfang braucht man die Ausrüstung dann für ein paar Test-ha. Mit Glück finden sich passende Lohner, aber aktuell sind in der Fläche noch viel zu wenig solcher Maschinen vorhanden.
Diese ganzen gut gemeinten aber schlecht gemachten neuen Verordnungen und Gesetze behindern die Entwicklung viel mehr als sie ihr helfen.
Von Frau Klöckner kamen ja sogar völlig kontraproduktive Maßnahmen, wie die Förderung für Hackmaschinen... Da sieht man dann sehr deutlich, dass die neue Landwirtschaft von der Politik und den NGOs noch überhaupt nicht verstanden wird, bzw. ganz andere Lobbyinteressen den Ton angeben.
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3376

Ungelesener Beitrag von penelope »

Klöckner ist ja nun endlich bald Geschichte.

Nächster Landwirtschaftsminister wird Cem Özdemir.
https://www.agrarheute.com/politik/cem- ... nce-587864

Ich war erstmal etwas perplex, als ich das gelsen hatte; eigentlich haben die Grünen doch mit Hofreiter und Lemke gleich zwei Leute, die fachlich sehr viel näher am Thema sind. Auf der anderen Seite ist Özdemir ein wirklich sehr erfahrener und standfester Politiker, dem ich es zutraue, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln. Ich bin von dieser Entscheidung zwar überrascht, aber auf den zweiten Blick bin ich ganz positiv gestimmt.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3377

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 12:02 Gerade die Pflanzenschutzmittelverbote wirken da extrem kontraproduktiv, weil man mit Herbiziden halt leichter auf den Anbau ohne oder mit minimaler Bodenbearbeitung umstellen kann. Von da aus kann man dann lernen, den PSM-Bedarf zu reduzieren.
Ob das funktioniert? Schliesslich braucht es ein viel besser funktionierendes ökologisches Gleichgewicht von Nützlingen und Parasiten auf Schädlingen, als wenn man einfach wegspritzt was gerade lästig wird.
Dennoch bin ich auch gegen ein Verbot von PSM, aber aus einem anderen Grund: Es sollte als absolute Nothilfe vorhanden sein, um eine Ernte zu retten. Wenn diese Mittel aber standardmässig zur Kulturvereinfachung eingesetzt werden, verlieren sie ihren eigentliche Bestimmungszweck. Ausserdem züchtet man damit Resistenzen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Dyrsian
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3378

Ungelesener Beitrag von Dyrsian »

emil17 hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 09:46
Manfred hat geschrieben: Di 7. Dez 2021, 09:22 Da hatte sich auch der feucht gewordene Dünger verklumpt und man versuchte, ihn zu lockern, um ihn wieder aus dem Lager zu kriegen
In Oppau haben die das Zeug im Düngerlager gesprengt - auch eine Form von Lockerung.
Eine Düngerexplosion ist auch in Toulouse 2001 passiert.
In Beirut war eine recht abenteuerliche Kombination von Lagerverhältnissen und benachbart gelagerten oder/und erzeugten Produkten auch nicht gerade explosionsvorbeugend, um es mal so zu sagen.
Ich hab in Bulgarien mal gesehen wie sie ein Schiff mit dem Zeug entladen haben und das auf einen offenen 40 to LKW geladen haben. Mir ist der Mund offen stehen geblieben. Von keines Gedanken Blässe angekränkelt sage ich mal. :)
Im Nachhinein wundere ich mich ein bisschen, warum wir am Strand geblieben sind statt das Weite zu suchen. Naja, ist ja gut gegangen. :haha:
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3379

Ungelesener Beitrag von Manfred »

Am Schweinemarkt scheint sich langsam eine Wende abzuzeichnen.
Die Schlachtgewichte sinken wieder in Richtung Normalniveau. Daraus lässt sich schließen, dass der Schweinestau abnimmt, und die Ferkelpreise drehen langsam, sprich auch hier sinkt der Überhang.
Um die massiven Verluste aus diesem Jahr und die inflationär steigenden Kosten zu decken, müsste der Schweinepreis aber gewaltig steigen. Es bleibt spannend.
Bayern kann aktuell nicht mal mehr 50% seines Schweinefleischbedarfs selbst decken. Die Kosten sind hier durch die Entfernung zu den Häfen und Großschlachthöfen höher als in anderen Regionen in D, und dieser kleine Unterschied hat über die Jahre ausgereicht, die Schweinehaltung verschwinden zu lassen.
Das kann man als Indikator für das ansehen, was auf die Branche Deutschlandweit zukommen, durch die höheren Kosten in Vergleich zu den Nachbarländern.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3380

Ungelesener Beitrag von Manfred »

Der Schweinebestand in Baden-Württemberg ist dieses Jahr auf das Niveau Anfang der 1950er Jahre eingebrochen, meldet topagrar.
Besonders stark war der Rückgang bei den Ferkeln um 113.000 Tiere (-18,6%).

https://www.topagrar.com/schwein/news/s ... 67213.html
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