Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

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Narrenkoenig
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Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#11

Beitrag von Narrenkoenig »

Zumindestens unser Wasserkobold, zwar nicht aus DDR Zeiten aber wohl noch aus Zeiten vorm Mauerbau hat Saugseitig an der Pumpe ein Schnüffelventil mit dem Luft mit angesaugt wird, ob und wieviel ist einstellbar.
Und das Luftpolster läßt sich über die Wasserstandsanzeige, transparente Leitung neben am Behälter, sichtbar machen.

Grüße

Robert
Ich bin zur Vernunft gekommen,
leider war sie grad nicht da.
DerElch

Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#12

Beitrag von DerElch »

Doofe Frage...ist das normale Luft die reinkann?Und soll die Pumpe dann laufen oder aus sein beim befuellen?Bei mir fehlen genau
0,2 bar damit sie abschaltet.
Thomas74
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Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#13

Beitrag von Thomas74 »

Narrenkoenig hat geschrieben:Zumindestens unser Wasserkobold, zwar nicht aus DDR Zeiten aber wohl noch aus Zeiten vorm Mauerbau hat Saugseitig an der Pumpe ein Schnüffelventil mit dem Luft mit angesaugt wird, ob und wieviel ist einstellbar.
Und das Luftpolster läßt sich über die Wasserstandsanzeige, transparente Leitung neben am Behälter, sichtbar machen.

Grüße

Robert
Jetzt im Sommer siehst du,wie hoch der Kessel beschlagen ist.Das ist genauer als das Roehrchen...
Optimismus ist,bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!" zu rufen...
woidler
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Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#14

Beitrag von woidler »

Ich kenne es bei dem System so, daß am Kessel ein Druckbegrenzer , der einstellbar ist und beim Erreichen
eines eingesellten Drucks im Kessel dann die Stromzufuhr für die Pumpe ausschaltet.

Die 3,6 bar sind dann wohl das optimale Verhältnis von Wasser und Druckluft, damit über einen gewissen
Zeiraum das Wasser in die Leitung gedrückt wird , bevor die Pumpe wieder anspringt.

Für was brauchst Du den höheren Druck ?

woidler
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emil17
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Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#15

Beitrag von emil17 »

Bei einem antiken unt teilweise mit Druckluft befüllten Behälter wäre ich vorsichtig, sehr vorsichtig - wenn ein 300Liter Behälter mit 4 bar Druckluft zerknallt, ist das nicht lustig, falls es sich an einem Ort ereignet, wo sich manchmal Menschen aufhalten.
Stahlbehälter rosten und werden dadurch nicht besser.
Um den Drucktest zu machen, muss man den Behälter ganz mit Wasser füllen. Dann zerknallt er nicht, sondern bekommt bloss einen Riss.
Mehr Druck stresst den Behälter und ergibt ein geringfügig grösseres Wasservolumen, das nutzbar ist, bevor die Pumpe wieder kommt.
Wenn die Luftblase bei 4 bar 100 Liter Volumen hat, dann hat sie bei 6 bar 100*(4+1)/(6/1) = 70 Liter. Du hättest also 30 Liter gewonnen (soviel ist die Blase nun kliener und soviel mehr Wasser kann rein), dafür muss der Behälter 2 bar mehr Überdruck aushalten.
Über 6 bar zu gehen lohnt nicht, weil das der maximale Nenndruck gewöhnlicher Haushalt-Wasserarmaturen ist. Sonst musst du noch einen Druckminderer einbauen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
woidler
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Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#16

Beitrag von woidler »

Ich kenne jetzt zwar keine DDR-Hauswasserwerke, denke mir aber , daß die vom System her zwengs der Physik den BRD-Systemen entsprechen.

Unser Loewe-Wasserwerk hat am Pumpengehäuse seitlich ein Überdruckventil . Wenn in der Pumpe der Druck zu hoch wird , öffnet sich das Ventil und lässt Wasser . Das jeweilige Ventil sollte zum maximalen Betriebsdruck der Pumpe passen

woidler
Benutzer 3585 gelöscht

Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#17

Beitrag von Benutzer 3585 gelöscht »

woidler hat geschrieben:Ich kenne jetzt zwar keine DDR-Hauswasserwerke, denke mir aber , daß die vom System her zwengs der Physik den BRD-Systemen entsprechen
woidler
Der Wasserknecht kommt ursprünglich aus dem Osten :) .
Die Loewe-Pumpenfabrik wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Salzwedel gegründet. Nach dem WK2, wurde die Firma in die Loewe Pumpenfabrik GmbH,Lüneburg und VEB Pumpenkombinat, Salzwedel geteilt.
!980 in etwa, übernahm ein anderer Weltkonzern die Lüneburger Pumpenfabrik und produzierte hier bis ca. 2009 weiter diese Pumpen.
Unser Loewe-Wasserwerk hat am Pumpengehäuse seitlich ein Überdruckventil . Wenn in der Pumpe der Druck zu hoch wird , öffnet sich das Ventil und lässt Wasser . Das jeweilige Ventil sollte zum maximalen Betriebsdruck der Pumpe passen
Genauso so ist das @ woidler :daumen: . Ich bin bislang nicht auf diese Thematik eingegangen, da mir nicht ersichtlich war, was mit "Aufrüsten" gemeint ist.
Der Wasserknecht wurde in zwei Ausführungen gebaut (4 bar [rote Kappe; Sicherheitsventil] und 6 bar[blaue Kappe; Sicherheitsventil]).
Der Abschaltdruck sollte immer 0,5 bar unter der jeweiligen Ausführung liegen, ansonsten spricht eben dieses Ventil an.

Unabhängig davon, ob ich nun eine 4 bar oder 6 bar Anlage betreibe - der nutzbare Inhalt in einem 300 l Druckbehälter bleibt immer der Gleiche, wenn dieser richtig eingestellt ist.
Benutzer 662 gelöscht

Re: Altes, aber tolles DDR Hauswasserwerk

#18

Beitrag von Benutzer 662 gelöscht »

Der Pumpenbauer meines Vertrauens sagte mir vor Jahren:"Die Dreistufige (OPRU Oranienburger) Kreiselpumpe arbeitet am besten bei einem Auschaltdruck von 2,8 bis max. 3,2at. Der Kessel kann problemlos bis 6at im Dauerbetrieb ab,"
An der Seite mit dem Wasserausgang und den Armaturenanschlüssen ist im oberen Bereich ein ca. 4x8cm großes Eisen angeschweißt. Hier sollten zwei Markierungen für den Ein-und Ausschaltpunkt (Füllhöhe im Kessel) der Pumpe eingeschlagen sein. Abzulesen am Wasserstand in dem Glasrohr(Heute Kunststoff) zwischen unterem und oberen Armaturenanschluss.
Einstellen lässt sich die Füllhöhe, Bzw das Luftpolster im Kessel durch öffnen der kleinen Schraube am Ansaugstutzen der Pumpe. Kessel Drucklos machen, etwa bis zur Hälfte entleeren und dann die Schraube lösen. Wenn jetzt die Pumpe eingeschaltet wird fördert die erstmal nur Luft und wenig Wasser.Kurz vor erreichen des gewünschten Kesseldrucks die Schraube schließen. Wenns länger dauert, mit dem Finger die runde Stelle in der Mitte der Stirnwand der Pumpe welche dem Motor gegenüberliegt Testen, Wenns da warm wird -sofort die Schraube schließen!
Der Einschalt- und Ausschaltdruck wird in dem Schwarzen Gehäuse (Druckschalter) auf der Mannlochseite oben neben der Pumpe eingestellt. Achtung hier liegt in der Regel Kraftstrom an!!!

Kk
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