Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2151

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Über Intensivbiolandwirtschaft hab ich nix gefunden - aber die Zeitung schreibt ja einige Nachrichten zum Thema Landwirtschaft....
rekordverdächtige Werte

Gibt es jetzt überhaupt noch (normalerweise, ohne "Dürre") heimische Lagerkartoffel?
Ich meinte, im Supermarkt kamen um die Jahreszeit immer schon die Frühkartoffel aus Ägypten?? :hmm:
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Buchkammer
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2152

Beitrag von Buchkammer »

ina maka hat geschrieben: Gibt es jetzt überhaupt noch (normalerweise, ohne "Dürre") heimische Lagerkartoffel?
Der Herr Ellenberg von der Kartoffelvielfalt (hier in D) hat bestimmt noch ein paar der letzten Ernte - auch verschiedene Sorten. :)

Zur Süddeutschen sag ich mal nix. War wie der Speigel sicher mal ein gutes Blatt, bevor die Werbeeinnahmen die Inhalte der Artikel extrem beeinflussten.
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
https://www.bewusste-menschen.de/
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2153

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Richard, bist du immer noch der Meinung daß der Artikel PR war?

Alle Jahre wieder ?..... :hmm:

2003 Knappheit, aber noch kein Wassernotstand https://www.nzz.ch/article8Z98D-1.278359
2006 Kartoffel werden Luxus https://www.focus.de/finanzen/news/gros ... 13416.html

2013 Hochwasser: Kartoffeln, Pommes und Chips könnten teurer werden https://www.augsburger-allgemeine.de/pa ... 98861.html


2015 Kartoffeln sollen dreimal so teuer werden wie bisher https://www.vrt.be/vrtnws/de/2015/08/12 ... 1-2412822/

2016 Das Erntejahr 2016 war schlecht. https://oemg-sph.de/zu-gut-fuer-die-ton ... l-artikel/

2017 Knappheit Noch gibt es Limmattaler Kartoffeln im Regal https://www.limmattalerzeitung.ch/limma ... -131014670
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2154

Beitrag von Hildegard »

ina maka hat geschrieben: Gibt es jetzt überhaupt noch (normalerweise, ohne "Dürre") heimische Lagerkartoffel?
Ich meinte, im Supermarkt kamen um die Jahreszeit immer schon die Frühkartoffel aus Ägypten?? :hmm:
Normal schon bei uns,ab Hof... ich habe aber keine Ahnung wie es im SM ausschaut. Ich plane halt so, dass mein Vorrat bis zu den Frühkartoffeln reicht, und wenn es mal ein paar Tage keine gibt, deswegen wird daheim auch nicht verhungert. Anders schaut es in der Gastronomie und in Großküchen aus.Gestern erzählte mir eine Dame ..ganz entsetzt... dass sie auch ägyptische heimbrachte.Aber es dürfen auch ägyptische Bauern leben, oder nicht? ;)
LG Hildegard
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2155

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Ja, nein, ich weiß schon, Lagerkartoffel gibt es "normalerweise" mindestens so lange, bis man die neuen legt (wir heben im Erdkeller manchmal welche zur Aussaat auf).
Aber weil ja "schon immer" im Frühjahr hauptsächlich "ägyptische" verkauft worden sind - warum sollen jetzt deshalb "im SM" ( :mrgreen: ) die Preise steigen? :hmm:

Von wegen Wahrheitsgehalt und Unparteilichkeit dieser Nachrichten....
hab nur so nachgedacht.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2156

Beitrag von Rohana »

Die Preise bewegen sich nicht gross, wenn's den Leuten scheissegal ist wo die Kartoffeln herkommen. Ansonsten gilt, knappes Gut = teures Gut. :roll:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2157

Beitrag von Spencer »

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4424548
Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schlüsselpositionen besetzt.
Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Brüssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind.
Das sei ein wesentlicher Grund dafür, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie.
:hmm: :aeh:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2158

Beitrag von Rohana »

Cui bono, wenn an den Schlüsselpositionen (noch mehr) Leute sitzen, die keine Ahnung haben? :ohm:
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Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2159

Beitrag von emil17 »

In der Schweiz fallen jährlich 2,6 Mio. Tonnen Lebensmittelverluste (Frischsubstanz) an. Zwei Drittel davon sind vermeidbare Verluste, das heisst, die Lebensmittel wären zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung und bei rechtzeitiger Verwendung geniessbar. Pro Person gehen in der Schweiz somit jedes Jahr rund 190 kg geniessbare Lebensmittel verloren: von der Verarbeitung direkt nach der Ernte über die Lieferkette bis hin zum Detailhandel und schliesslich den Haushalten als Konsumenten.
Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Umwelt BAFU
Hauptschuldige sind die Lebensmittelverabeiter und die Haushalte.
Die Analysen zeigen, dass von den 1.7 Mio. Tonnen vermeidbaren Lebensmittelverlusten rund 43% in der Lebensmittelindustrie und 28% in privaten Haushalten anfallen.
Bei den Privathaushalten ist die geringe Wertschätzung von Nahrungsmitteln und Bequemlichkeit die Hauptursache.

Damit ist das Märchen von der effizienten Marktwirtschaft widerlegt.

Für mich ergeben sich daraus folgende Schlüsse.
1. Die Landwirte müssen nicht immer mehr produzieren, um die Welt zu ernähren, sondern damit die Abnehmer ihren Umgang mit Lebensmitteln nicht überdenken müssen.
2. Wären die Preise für die Erzeuger besser, würde weniger verschwendet, die Ernten pro Fläche könnte zurückgefahren werden, ohne das Einkommen der Landwirte zu beschneiden, und das würde die Umwelt deutlich entlasten.

Wie könnte man aus dem sich verstärkenden Mechanismus herauskommen, dass die Landwirte immer billiger und darum immer mehr auf Kosten der Umwelt produzieren müssen, die abnehmende Industrie immer absurdere Qualitätsanforderungen stellt und die Ware dann trotz immer höherer Ansprüche der Endabnehmer (die Spitzenqualität gar nicht als solche wahrnehmen, sondern sie normal finden) gar nicht ausgenützt wird?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2160

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben:Cui bono, wenn an den Schlüsselpositionen (noch mehr) Leute sitzen, die keine Ahnung haben? :ohm:
Es braucht eine ausgewogene Mischung von Praktikern (um absurde Vorschläge von Umweltfanatikern zu begegnen), von Umweltfacheuten (um der Umwelt den ihr gebührenden Stellenwert zu garantieren) und von Vertretern der lebensmittelverarbeitenden Industrie (um die Aspekte der Verabeitung und Verteilung gebührend zu berücksichtigen).
Hauptstellenwert muss aber die Umwelt haben, denn sie allein garantiert langfristig praktikable Landwirtschaft.
Wird langfristig nachhaltig gewirtschaftet, stellen sich bei richtig arbeitenden Unternehmen die Gewinne von selber ein, die Sicherung der Rentabilität ist deshalb das unwichtigste Kriterium.
Wenn dadurch Lebensmittel teurer werden, kann man nur entgegnen, dass die Leute sich daran gewöhnen müssen, die wahren Kosten der Waren bezahlen zu müssen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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