Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1671

Beitrag von Rohana »

Die sind für den Job so gut, wie sie wollen.
Diejenigen, die es als Möglichkeit sähen (man lernt z.B., einen gescheiten Weidezaun aufzustellen und zu reparieren, oder einen Motormäher zu benutzen), dürften in der Minderzahl sein.
Wenn man hingegen auf dem Hof eine Truppe von fünf Linkshändern hat, die die Arbeit nicht sehen, dann dürfte das auch für den Betriebsleiter nicht eine reinen Freude sein, nun plötzlich über mehr Personal zu verfügen.
Joa. Und dann find mal die, die gut sein *wollen* - die sind sicher nicht lange arbeitslos!
Ich arbeite derzeit (ausserlandwirtschaftlich) auch für weniger Geld als ich beim Bezug von ALG I aus meinem alten Job bekommen würde, kenne die Problematik also genauso wie den Bezug von HartzIV. Beides nicht schön.

Ina, nur weil du auf nem Demeter-Betrieb warst heisst das nicht dass die Anforderungen an Wissen und Können dort geringer wären. Qualitätsunterschiede machen vor "nur Heu" nicht halt. Auch bei Natursprung braucht man Anpaarungsplanung, man nimmt ja nicht einen beliebigen Bullen nur weil er die nötige männliche Anatomie aufweist :roll: Es braucht oft mehr als nur "Hilfsarbeiter", auch wenn schon ein Chef vorhanden ist.
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1672

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rohana hat geschrieben:Es braucht oft mehr als nur "Hilfsarbeiter", auch wenn schon ein Chef vorhanden ist.
Was genau?
interessiert mich wirklich!
Dass das mit dem "Bullenaussuchen" tatsächlich komplizierter ist, als ich eigentlich dachte, hab ich ja schon gelernt. :)
Aber bei uns damals war "der Chef" so, dass er einige Arbeiten nicht aus der Hand geben wollte - aus privaten Gründen z.B. die Aussaat...
Bei Demeter gibt es auch vieles, was man können muss.
Die Präparate werden nicht irgendwann ausgespritzt oder mit dem Besen verteilt, auch nicht zu allen Pflanzen das gleiche.
Da muss man wissen, was man tut.
kann man aber, wenn man will, in Büchern nachlesen.
Präparate herstellen darf nicht jeder, zusätzlich ist da noch der Charakter der rührenden Person wichtig... :pft:
hab mal ein paar Kuhhörner (nicht von Mastochsen!) mit Mist gestopft.
Das war schon ein schönes Erlebnis, aber ob ich damit dem Bauern viel Arbeit abgenommen hab?

Ich befürworte es ja eh nicht, dass man Leute dazu zwingt, etwas zu tun, was sie nicht tun wollen.
Bessert sicher nicht die Qualität der Lebensmittel und hilft den betroffenen Bauern sicher nicht wirklich.
Einzig bei Jugendlichen seh ich einen gewissen pädagogischen Sinn dahinter, ob man Erwachsene durch sowas "bessedrn" kann??

Ich war z.B. auch am Fließband, um die Kartoffelernte für den Verkauf zu kontrollieren.
Da muss man schnell ungeeignete Erdäpfel erkennen und aussortieren (sonst beschweren sich die Kunden).
Ich weiß jetzt nicht, ob man das groß vorher "lernen" muss (ich konnte es einfach).
Aber! Wenn man da nicht will, kann man einiges verderben
- beim Unkrauthacken auch :platt: ein Kollege hat ein paar Maispflanzen platt gemacht....

Ich nehme mal stark an, kein Landwirt wird (betriebsfremden) Hilfsarbeitern die Entscheidungsmacht abgeben wollen.
Was man da sonst noch gelernt haben muss, wüßte ich noch immer wirklich gerne :flag:
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1673

Beitrag von Rohana »

Naja ist doch ganz logisch, es sind nicht nur relativ einfache Arbeiten die gemacht werden müssen, sondern auch auf höheren "Leveln" - Aussaat, Ernte, Pflege, Bodenbearbeitung z.B. - für die man nicht unbedingt in jeder Betriebsgrösse als Chef reicht, auch Chefs haben ja nur 24h am Tag. Also müssen andere Menschen her. Angestellte, Lohnunternehmer, Familienmitglieder, ... je nach Bedarf und vorhandenen Kapazitäten. Die müssen dann auch das ein oder andere können. Manchmal sogar mehr.
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1674

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Also z.B.die Aussaat. Der Chef bestückt mir das Gerät, sagt mir wann ("heute") und wo ich fahren soll und das schaff ich dann nicht? :hmm:

Ermte, ja, da muss man gegebenenfalls erkennen können, was schon reif ist und was nicht. Wenn man will, lernt man das aber schnell.
Wenn man will.....

Ich seh schon, außer
Die müssen dann auch das ein oder andere können. Manchmal sogar mehr.
werd ich wohl hier nichts mehr erfahren, schade. Aber macht nix! :mrgreen:

weiter mit "Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktionen" ........
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1675

Beitrag von Rohana »

Weiss ja nicht mit was für Geräten du am Trecker bisher umgegangen bist - und gehört auch nicht zum Thema, deshalb wollte ich das hier nicht ausbreiten.
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kaulli
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1676

Beitrag von kaulli »

Rohana hat geschrieben:Weiss ja nicht mit was für Geräten du am Trecker bisher umgegangen bist ...
Kannst du denn den Trecker reparieren?
Als Hilfskraft muss man nicht alles können, dazu hat man Fachkräfte.
Liebe Grüße Kaulli
_______________________________________________________________
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1677

Beitrag von Rohana »

Ich meinte eher Anbaugeräte :roll: und ja, es ging mal um "qualifizierte" Arbeit in der Landwirtschaft, von der Emil behauptet hat sie wäre nötig und Ina sich fragte ob das wirklich so sei.
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centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1678

Beitrag von centauri »

Kommt ja auch auf die Sparte der Landwirtschaft an. Also ich als Landschaftgärtner kann ja mit Allerlei Gerätschaften gut umgehen. Unser Bauer hier betreibt Pflanzenbau. Da mit den riesen Maschinen umgehen würde ich mir auch nicht sofort zu trauen. Ich denke mal nicht das der auch Hilfskräfte braucht. Sehe da auch nie Jemanden rumlaufen. Da fahren die Angestellten nur mit Maschinen rum.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1679

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Ina, wenn man das alles angeblich so schnell lernt und alles so einfach ist

warum dauert dann die Lehre zum Landwirt in der Regel drei Jahre?

Mit abgeschlossener Lehre ist man dann noch etliche Jahre nur "Hilfsarbeiter" (Traktorist, Stallpersonal bzw Mädchen für alles)) und nach 5-10 Jahren bekommt man etwas Verantwortung übertragen/darf wichtige Entscheidungen selbst treffen.

Ungelernte Hilfskräfte braucht man nur für sehr einfache Tätigkeiten: Spargel stechen, Erdbeeren ernten, Kohl schneiden, Unkraut hacken usw
für diese Tätigkeiten finden sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine Arbeitnehmer.

Für alles andere sind Ungelernte unbrauchbar da meist der Grundstock an Wissen und die Fähigkeit zum Führen der Maschinen fehlt.
Benutzer 2354 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1680

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:
Für alles andere sind Ungelernte unbrauchbar da meist der Grundstock an Wissen und die Fähigkeit zum Führen der Maschinen fehlt.
ehm Nöö
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