Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1551

Ungelesener Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Ich habe wikipedia zitiert, wo steht, dass Zuckerrüben viel mehr Energie brauchen.
Wo steht in diesem Wikipediaartikel, bzw dem von dir Zitierten Abschnitt, Das Rübenzucker mehr Energie braucht als Rohrzucker?
Nirgens.
Und ich seh nicht, warum es für die Umwelt belastender sein sollte. Erklär mir das bitte.
Gerne wiederhole ich mich zum dritten Mal.
Rübenzuckerwerke stehen nur in den westlichen Industriestaaten, mit ihren strengen Umweltschutzgesetzen.
Ohne die Einhaltung dieser Gesetze darf das Werk nicht produzieren.

Rohrzuckerwerke stehen (fast ausschließlich) in Entwicklungs- und Schwellenländern bzw Ländern mit deutlich lascheren Umweltschutzauflagen.
Verständlicher Weise reinigen die Werke ihre Abwässer, Abluft und Abgase nur so weit wie nötig (meist gar nicht) und belasteten die Umwelt mit ihrer Produktion stark.
Abgesehen von der eigentlichen Zuckergewinnung ist der Anbau des Zuckerrohrs u.a. durch das Abbrennen der Felder kurz vor der Ernte weit aus schädlicher als der Rübenanbau.
nein, nein, die entbehren nicht ganz jeder Grundlage
und womit begründest du dann die Aussage das zur Rübenzuckerproduktion "sooooo viel Chemie" benötigt wird und man deshalb lieber Rohrzucker kauft?

Fahre doch Mal zu einem der Agrana Zuckerwerke (http://www.wiener-zucker.at) und nehme dort an einer der Werksführungen Teil
http://visitors.agrana.at/startseite/
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1552

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Ich vertrage schlichtweg nicht die "aufweckende" Wirkung des Kofeins.
hihi - ich spür diese "aufweckende" Wirkung gar nicht.
Mir schmeckt Kaffee einfach.
hab mich jetzt eh erinnert, dass ich auch Herzkrauttee trinken könnte!
Der wächst sogar bei mir im Garten. :mrgreen:

Mein Sohn hat mir heute vorgeschlagen, gemahlene Traubenkerne zu nehmen - stehen bei uns grad lauter Teller rum, wo diese Kerne trocknen (sie sollen ja soooo gesund sein, wollten wir sie nicht wegwerfen).
hm, mal probieren - vielleicht wird´s ja weas!

Aber was ich eigentlich loswerden wollte (weil ich diese Diskussion ja angeworfen hab):
Darf man bitteschön noch essen (trinken), was man essen will?
Ich mein ja nur, Landwirte kaufen ja auch Dekozeugs oder fliegen mal schnel auf Urlaub.

Ich finde weder Rohr- noch Rübenzucker "besser"!
Da darf ich doch hoffentlich noch selber entscheiden, was mir besser schmeckt (wenn es wie gesagt, keine großen Unterschied macht).

Auch in Südamerika leben Menschen ;)
Hildegard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1553

Ungelesener Beitrag von Hildegard »

Oelkanne hat geschrieben:
aber klar, muss mensch mögen, schätze fast die gesamte westliche Welt ist ohne Kaffee nicht mehr lebensfähig ohne Komplikationen.. :grr:
Darf ich mit etwas stolz sagen daß ich kein Kaffe trinke? :aeh:
Ich vertrage schlichtweg nicht die "aufweckende" Wirkung des Kofeins.
Cola, sämtliche "Energy"-Drinks und sonstiges gelumpe scheidet da mit auch aus.
Im Winterhalbjahr Früchtetee mit Saft, im Sommerhalbjahr Wasser und gut is.
Das finde ich nicht so.
Ich bin auc h nicht Kaffeeabhängig, trinke ihn aber, wenn sonst nichts da ist auch mit.Am liebsten rieche ich ihn aber , wenn er frisch gemahlen ist.
Das würde mir genügen. :)
Im Sommer IST daS üBERLEBENSWASSER UNSCHLAGBAR:
pFEFFERMINZTE....1-2 Stängel/l Wasser... STARK UND LANGE ZIEHEN LASSEN, Saft von 3 Biozitronen rein, am besten jene, die auch reif geerntet werden und 5-7 EL Honig. dieses Konzentrat verleiht pur "Flügel" und verdünnt macht es auch munter.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1554

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:und womit begründest du dann die Aussage das zur Rübenzuckerproduktion "sooooo viel Chemie" benötigt wird und man deshalb lieber Rohrzucker kauft?
:hmm:
Das hat meine Mutter gesagt. kann ich nicht begründen.
Ich kaufe Rohrzucker, genauer gesagt Sucanat wegen des Geschmackes.
Ob "man" lieber Rohrzucker kauft, weiß ich gar nicht - eine interessante Formulierung, stört das jemanden? :aeh:

Das, was ich behaupte ist, dass der Unterschied nicht so groß ist - aber ganz sicher weiß ich es auch nicht, müsste man alles berücksichtigen - also es ist kein besonders großer Unterschied - wer will, dass wir alle nur mehr Rübenzucker kaufen??
Mir ist es es eigentlich egal (nur ich will halt kaufen, was ich will)
und nein!! die Landwirtschaft in Übersse ist jetzt bitte nicht der neue Buh-Mann :roll:
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1555

Ungelesener Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Sicherlich kann man (und Frau) alles kaufen was er/sie will, ob das nun wegen des Geschmacks ist, wegen der Farbe oder bloß weil's der Nachbar auch hat ist doch egal.
Das, was ich behaupte ist, dass der Unterschied nicht so groß ist - aber ganz sicher weiß ich es auch nicht, müsste man alles berücksichtigen - also es ist kein besonders großer Unterschied
Zu der stärker umweltbelastenden Produktion in Übersee kommt noch der Transport per Schiff.
Und wie war das, die 20 größten Frachtschiffe stoßen so viel Schadstoffe aus wie alle Pkw dieser Erde zusammen?

Was führt denn deiner Meinung nach zu einer stärkeren Umweltbelastung der Rübe im Vergleich zum Rohr?
und nein!! die Landwirtschaft in Übersse ist jetzt bitte nicht der neue Buh-Mann
nö, das hat ja keiner Behauptet,
allerdings ist die Landwirtschaft "in Übersee" nur schwer mit der hiesigen vergleichbar ebenso der Rest der vor und nachgelagerten Industrie.
Auch in Südamerika leben Menschen ;)
Na sicher, warum auch nicht
irgendwer muss ja den Rohrzucker produzieren :haha:
Ich glaube du hast das mit dem Blick auf die von mir erwähnten Umweltschutzgesetze geschrieben.
Ich glaube, egal wen du fragst, egal ob Zuckerfabrikant, Chemieunternehmer, Energieunternehmer, Kohle und Stahlverarbeiter, Spediteur, Papierhersteller oder Autobauer
alle wären als Unternehmer für eine laschere Umweltgesetzgebung zu begeistern.
Als Privatmann sieht das vielleicht anders aus ...
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1556

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Ich hab eine Kampagne von WeMove.EU zugeschickt bekommen und war erst mal baff, als ich den Eingangstext las:
Und doch wird sie jedes Jahr mit 59 Milliarden Euro aus unseren Steuern subventioniert. [1] Das ist der größte Teil des EU-Haushalts! [2]
Das hab ich so nicht gewußt!

Referenzen:
Kühe, Schweine und Hühner leiden, Bienen sterben in Massen, Grundwasser und Umwelt werden vergiftet und Kleinbauern in den Ruin getrieben - alles mit EU-Subventionen für die großindustrielle Agrarwirtschaft. Wir wollen etwas anderes, nämlich eine wahrhaft nachhaltige Landwirtschaft! [....]

PS: Wann immer wir etwas essen, sind wir auf die Arbeit vieler Menschen in der Landwirtschaft angewiesen. Unsere Lebensmittel können nur so gut sein wie das landwirtschaftliche Modell, mit dem sie erzeugt werden. Wir wollen gesundes Essen, gerechte Löhne und eine intakte Umwelt. Unterschreiben Sie jetzt unseren offenen Brief.
Mir kommt schon vor, dass diese Kampagne auch vor allem die "Kleinbauern" und die Familienbetriebe unterstützen will und sich in erster Linie gegen die industrielle Landwirtschaft und die Großbetriebe wendet.

Aber diese Information über die Subventionen.... :pfeif:
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1557

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:
Auch in Südamerika leben Menschen ;)
Na sicher, warum auch nicht
irgendwer muss ja den Rohrzucker produzieren :haha:
sehr schöne Sicht auf das, was einen Menschen ausmacht.... :roll:

Ich meinte, dass auch dort Menschen sich für bessere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz stark machen - immer mehr!
Und die will ich unterstützen....
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1558

Ungelesener Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Mir kommt schon vor, dass diese Kampagne auch vor allem die "Kleinbauern" und die Familienbetriebe unterstützen will und sich in erster Linie gegen die industrielle Landwirtschaft und die Großbetriebe wendet.
Kleinbetriebe werden überproportional stark bezuschusst!
Ein Betrieb mit 4600ha kommt für die EU deutlich günstiger als 100 Betriebe zu je 46ha.

In der EU gibt es 174,6 Mio Hektar Landwirtschaftlichenutzfläche,
gäbe es nur Großbetriebe (mit z.b. 10.000ha) gäbe es 17.460 Betriebe,
gäbe es nur Kleinbetriebe (46ha) gäbe es 3.796.000 Betriebe, tatsächlich gibt es 10,8 Mio Betriebe.
Nehmen wir an man passt die Betriebe auf 46ha an,
alleine durch den Wegfall der Umverteilungsprämie (so nennt sich die extra Förderung von Kleinbetrieben) ließen sich 7,4 Mrd€ sparen, das sind 12,5% der gesamten Summe des Agrartopfes, ggü dem Fall daß es nur kleinbetriebe gäbe.
Wildmohn

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1559

Ungelesener Beitrag von Wildmohn »

@Ölkanne:
Aber den potentiellen ökologischen Mehrnutzen kleinbäuerlicher Strukturen hast Du bei Deinen Rechenkünsten doch sicherlich nicht aus den Augen verloren...?
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1560

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Ein Betrieb mit 4600ha kommt für die EU deutlich günstiger als 100 Betriebe zu je 46ha.
Bei der Petition geht es gar nicht darum, dass die Landwirtschaft mit weniger Geld gefördert werden soll, nur dass die Mittel so eingesetzt werden, dass dabei mehr Nutzen für die Allgemeinheit rausspringt :roll:
Die Ziele einer gerechten, umweltfreundlichen und gesundheitsfördernden GAP [Gemeinsame Europäische Agrarpolitik] sind universell. Deshalb fordern wir, dass alle Mitgliedstaaten die Zielvorgaben der neuen GAP vollständig erfüllen. Diese Vorgaben müssen von Indikatoren begleitet werden, die konkrete Ziele formulieren und mit denen der Grad der Zielerreichung gemessen werden kann. Die Zahlungen an die Mitgliedstaaten sowie Bäuerinnen und Bauern müssen an die Erfüllung dieser Ziele geknüpft sein.
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