Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1351

Beitrag von marceb »

und mal was positives:

Landwirt schafft 45 Hektar großes Bienenparadies

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... en744.html
Umweltschützer warnen seit Langem vor dem Insektensterben und den befürchteten dramatischen Auswirkungen. Das Land Niedersachsen versucht unter anderem mit Millioneninvestition gegenzusteuern. Dass es auch im kleinen Rahmen geht, beweist ein Biolandwirt aus Butjadingen (Landkreis Wesermarsch): Landwirt Christoph Geil hat dort insgesamt 45 Hektar Brachland und Randstreifen in bienenfreundliche Blühflächen verwandelt.
Imker unterstützt den Landwirt
Begonnen hat der 30-Jährige damit vor drei Jahren. "Ich bin davon überzeugt, dass es auch für eine moderne Landwirtschaft wichtig ist, Umweltschutz zu machen und in dem Fall auch Insektenschutz", sagte er dem NDR. Insbesondere Flächen, die sich als nicht besonders ertragreich entpuppt haben, hat er in Bienen- und Insektenweiden umgewandelt. Der Landwirt, der eigentlich Angus-Rinder züchtet und für diese auch Futter selbst erzeugt, hat dies nicht nach Gutdünken gemacht, sondern holte sich Hilfe von einem Fachmann: Imker Henning Wessels unterstützt und berät seitdem den Landwirt.
Bienen profitieren doppelt Der Imker sieht den Landwirten als idealen Partner. Wessels verweist darauf, das Bienen doppelt profitieren würden, weil sie auf den Flächen des Landwirtes neben Nektar als Nahrung auch die Pollen der Pflanzen für ihre Brut nutzen könnten. Der Imker betont, dass es ihm dabei nicht nur um die Völker seiner Zuchtbienen gehe. Auch die vielen wilden Verwandten, bei denen der Schwund in den vergangenen Jahren dramatisch gewesen sei, würden profitieren, sagt Wessels.
Hohe Vielfalt, geringe Entfernungen
Beim Anlegen der Bienen- und Insektenweiden hat der Landwirt zwei Hauptregeln angewendet. Damit die Wildbienen über einen längeren Zeitraum ein Angebot an Blüten haben, setzt Geil zum einen auf eine große Pflanzenvielfalt. Zudem hat er darauf geachtet, dass die Bienen- und Insektenweiden nicht weiter als maximal zwei Kilometer voneinander entfernt liegen, "damit die Insekten von einer Bienenweide zur nächsten fliegen können", so der Landwirt. Jeder Hektar für Bienen und Insekten sei etwas Gutes, sagt Geil.
Fördergelder vom Land und der EU Darüber hinaus wird der Bauer für seinen Natureinsatz auch entlohnt. Die EU und das Land Niedersachsen fördern die Unterstützung von Bienen und Insekten. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen können pro Hektar knapp 1.000 Euro an Prämien erreicht werden. Dafür müssen aber Bedingungen, wie eine artenreiche Mischung an Blühpflanzen und eine Kooperation mit einem Imker, erfüllt werden. Landwirt Geil ist auch längst nicht der einzige, der sein Herz für Bienen entdeckt hat. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums nehmen 3.150 Betriebe an geförderten Projekten teil. Insgesamt würden 15.000 Hektar Blühstreifen für die Erhaltung der Artenvielfalt genutzt, wie das Ministerium Anfang Juli mitteilte.
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1352

Beitrag von centauri »

Kompost aus Biomüll würde ich auch nicht kaufen.
@ina
Unser Kompost hat 12 kg Stickstoff pro Tonne.
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1353

Beitrag von centauri »

Bin mir ja nicht sicher aber Kartoffeln müssten ja diesen Winter so einiges kosten. Zumindest hier auf den Feldern ringsrum werden die Kartoffeln seit durchwegs gegossen. Also im Umkreis von einem Kilometer laufen 5 Großregneranlagen rund um die Uhr 12 Wochen. Weis ja jetzt nicht was so eine Anlage an Sprit durchsetzt aber eine Anlage läuft ohne Dieselgroßpumpe mit einem Trecker. Und der hat 80 PS. Gestern Abend bin ich ja noch mal übers Grundstück gelaufen und da hörte man diesen mit ca. 3/4 Leistung laufen. Ist ja schon krass. :kaffee:
hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1354

Beitrag von hobbygaertnerin »

Naja, aber ich hab ein Beet meiner SV-Früh-Kartoffeln bewässert, eines musste mit der Trockenheit klarkommen.
Der Unterschied ist schon sehr, sehr sichtlich.
Die Frage Centauri, was sind die Lebensmittel wert?
Wir sind zwar nicht ganz vertrocknet, aber wir merken schon sehr, dass heuer der wichtigste Nährstoff, das Wasser fehlt.
Für ein paar Quadratmeter Sebstversorgung reicht das Wasser zum Bewässern, ohne sähe mein Gemüse sehr sparsam aus.
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1355

Beitrag von centauri »

Schon klar. Ohne Bewässerung kommt hier keine Kartoffel hoch. Aber vielleicht ist es ja auch die falsche Gegend für den Anbau von Kartoffeln? Ich sehe es ja bei uns im Garten. Ohne Bewässerung geht gar nichts und irgendwann würden hier wahrscheinlich Steppenläufer durch die Gegend huschen.
Letztes Jahr liefen die Pumpen ja auch, da ist es mir aber nicht so aufgefallen. Und ob die da auch durchwegs liefen hab ich nicht so mitbekommen. :kaffee:
hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1356

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich hab den Unterschied von Bewässerung und nicht bewässert bei den Kartoffeln sehr sichtlich vor Augen.
Wir sind zum Glück auch nicht so trocken von Oben gehalten worden, es war wenig, an den Erträgen am Getreide schon sehr deutlich zu sehen.
Aber bei so manchen Bildern aus dem Norden oder Osten, da sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Wer bei uns die Möglichkeit hat, seine Kartoffeln im Feldbau zu bewässern, macht es auch, der Lebensmittelhandel verlangt bestimmte Grössen und auch der Verbraucher möchte keine Winzlinge.
Ich sehe es schon am Obst, die Äpfel sind einmal beschädigt wegen Hagel, dann hätten sie auch mehr Wasser brauchen können- verkehrsfähig würden meine Äpfel und Birnen sicher nicht. Und so ein leicht beschädigter Apfel oder Birne würde von den allermeisten Verbrauchern verschmäht. Wäre also nur für den örtlichen Brennereibetrieb - und da ist der Preis für Obst so niedrig, dass ich am Überlegen bin, aus den Obst wieder Humus werden zu lassen.
Im Geschäft gibts nur makelloses, perfektes Obst- und Gemüse. Wer weiß wirklich noch um den Wert der Lebensmittel und was da alles an Arbeit und Sorgen dranhängt. Und wenn man als Bäuerin mal was sagt, dann heisst es gleich, ach ihr Jammerer.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1357

Beitrag von Rohana »

centauri hat geschrieben:Schon klar. Ohne Bewässerung kommt hier keine Kartoffel hoch. Aber vielleicht ist es ja auch die falsche Gegend für den Anbau von Kartoffeln?
Wenn's jedes Jahr so wäre, könnte man darüber nachdenken. Andererseits - was soll denn da sonst so wachsen, ohne Wasser?
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1358

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Schon klar. Ohne Bewässerung kommt hier keine Kartoffel hoch. Aber vielleicht ist es ja auch die falsche Gegend für den Anbau von Kartoffeln? Ich sehe es ja bei uns im Garten. Ohne Bewässerung geht gar nichts und irgendwann würden hier wahrscheinlich Steppenläufer durch die Gegend huschen.
Letztes Jahr liefen die Pumpen ja auch, da ist es mir aber nicht so aufgefallen. Und ob die da auch durchwegs liefen hab ich nicht so mitbekommen. :kaffee:
Der Sandboden bietet sich an für denn Kartoffelanbau.
Denn im Gegensatz zu Löss und Lehm kann man auf Sand (fast) immer Pflanzen und Ernten,
derhaft nass, oder schmierig und klebrig wird das Zeug ja nie.
Dazu haftet nur sehr wenig Boden an den Kartoffeln (gibt weniger Abzüge), er erwärmt sich schnell und Strukturschäden sind den Sandbüchsenbauern auch etwas unbekanntes.
Da man, wie du selbst sagte, eh bewässern muss kann ich auch gleich etwas Anbauen mit dem ich einen höheren Deckungsbeitrag erziele als z.b. mit Roggen oder Triticale.
Gelöschter Benutzer 54

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1359

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Rohana hat geschrieben:
centauri hat geschrieben:Schon klar. Ohne Bewässerung kommt hier keine Kartoffel hoch. Aber vielleicht ist es ja auch die falsche Gegend für den Anbau von Kartoffeln?
Wenn's jedes Jahr so wäre, könnte man darüber nachdenken. Andererseits - was soll denn da sonst so wachsen, ohne Wasser?
sorghum. wächst super hier in der dauerhaft trockenen region. neben unmengen von kukuruz, der kann das auch ab.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1360

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

kraut_ruebe hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:
centauri hat geschrieben:Schon klar. Ohne Bewässerung kommt hier keine Kartoffel hoch. Aber vielleicht ist es ja auch die falsche Gegend für den Anbau von Kartoffeln?
Wenn's jedes Jahr so wäre, könnte man darüber nachdenken. Andererseits - was soll denn da sonst so wachsen, ohne Wasser?
sorghum. wächst super hier in der dauerhaft trockenen region. neben unmengen von kukuruz, der kann das auch ab.
Mais und dauerhaft trocken?
zwei Sachen die sich ausschließen.
Mais ist zwar der effizienteste Wassernutzer (gemessen in kg TM/kg Wasser) auf Grund der großen TM Produktion braucht er aber trotzdem große Mengen Wasser.
Wie hoch (in m) wird denn euer Mais und wie hoch sind die Erträge?

Was wird denn mit der Hirse gemacht?
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