Glyphosat-Diskussion

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emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1201

Beitrag von emil17 »

Oelkanne hat geschrieben: Es steht dir frei dich ausschließlich von Bio-Lebensmitteln zu ernähren,
Niemand zwingt dich dazu normal erzeugte Lebensmittel zu kaufen und zu essen.
Es ist halt leider so, dass das Zeug nachher überall ist, nicht nur in den Produkten, die auf dem behandelten Acker erzeugt worden sind. Das haben Umweltgifte so an sich. Das ist auch der Grund, weshalb es mit "es macht mir nix, also ist es harmlos, und wers nicht will, soll hat was anderes kaufen" das Problem nicht trifft.
Deshalb ist es auch nicht Privatsache, was der Bauer auf seinem Acker tut und lässt.
Ein schönes, weil gut sichtbares Beispiel dafür ist das Plastikmüllproblem der Meere.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1202

Beitrag von Rohana »

Bei Glyphosat ist halt das schöne dass es einen vermeintlichen Verursacher gibt, auf den man mit dem Finger zeigen kann. Versuch das mal mit Plastikmüll.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Wildmohn

Re: Glyphosat-Diskussion

#1203

Beitrag von Wildmohn »

Rohana hat geschrieben:Bei Glyphosat ist halt das schöne dass es einen vermeintlichen Verursacher gibt, auf den man mit dem Finger zeigen kann. Versuch das mal mit Plastikmüll.
ver·me̱i̱nt·lich
so, dass etwas irrtümlich als etwas anderes angesehen oder eingeschätzt wird, als es ist.
"Die vermeintliche Giftschlange entpuppte sich als völlig harmlos."

Was meinst Du mit "vermeintlichen Verursacher" in bezug auf Glyphosat?
Im Fall von Plastikmüll können wir getrost mit dem Finger auf uns selbst zeigen, denn dieses zivilisatorische Geschenk und die Benutzung dessen mit all den Folgen haben wir alle zu verantworten....
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emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1204

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben:Bei Glyphosat ist halt das schöne dass es einen vermeintlichen Verursacher gibt, auf den man mit dem Finger zeigen kann. Versuch das mal mit Plastikmüll.
lies meine Signatur
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1205

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

oha! :engel:

*********************************

Wer Kinder hat, weiß, dass diese nicht nur daheim "bio" essen - nicht können, weil es eben auch Freunde gibt....
Ja, mit der Pistole vorm Kopf zwingt sie niemand, die frisch gekaufte Pizza mit dem Klassenkameraden zu teilen :roll:
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Thomas/V.
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1206

Beitrag von Thomas/V. »

Mal ne Zwischenfrage: Stimmt es, das Gyphosat verhindert, das Spurenelemente (vor allem Metalle) für die Pflanzen verfügbar sind?
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#1207

Beitrag von viktualia »

Bei Pflanzen? "Vor allem Metalle" schon mal gar nicht.
Eiweisse, 3 wichtige, können nicht mehr eingebaut werden, Shikimatweg geblockt, haben aber eben nur Pflanzen (und Mikroben) https://de.wikipedia.org/wiki/Shikimis%C3%A4ureweg
Das mit den Metallen dürfte ein Missverständniss wegen der komplexbildenden Eigenschaften vom ehemaligen Rohrreiniger sein. Genauer kann ich´s aber auch nicht sagen.
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Thomas/V.
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1208

Beitrag von Thomas/V. »

Es geht mir um die Behauptung, das G. sich an die Bodenminerale anlagert und damit verhindert, das diese von den Pflanzen aufgenommen werden können.
Hier wird das behauptet (ein Beispiel von vielen, die aber womöglich alle voneinander abgeschrieben haben) http://www.gentechfrei.ch/41-studien/ei ... enelemente
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#1209

Beitrag von viktualia »

Wegen seiner chemischen Ähnlichkeit zum Phosphat-Ion wird Glyphosat ähnlich stark an die gleichen Bodenminerale angelagert („adsorbiert“) wie Phosphat selbst. Beide adsorbieren beispielsweise stark an Aluminium- und Eisenoxide. Eine hohe Phosphatkonzentration im Boden könnte durch Kompetition die Adsorption von Glyphosat behindern und so zu einer höheren Auswaschung von Glyphosat aus der durchwurzelten Bodenzone führen. Verschiedene Labor- und Feldstudien haben jedoch für die meisten Mineralien und Böden keinen oder nur einen begrenzten Einfluss des Phosphats feststellen können.[25]
https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat
In deinem link steht:
Die Wurzeln vermögen den schwer löslichen Glyphosat-Metall-Komplexen die Spurenelemente nicht zu entziehen.
Na ja, wissenschaftlich ausgedrückt geht aber anders. Welche Wurzel kann das schon?
Die beschreiben ein Labor, in dem anscheinend bislang nicht gedüngt wurde. Und Zeit haben sie sich auch nicht lange gelassen,
Glyphosat wird vor allem von Mikroorganismen im Boden – und zwar sowohl unter aeroben wie unter anaeroben Bedingungen – abgebaut. Die Abbau-Geschwindigkeit hängt vor allem von der mikrobiellen Aktivität des Bodens ab. Der Abbau verläuft hauptsächlich über AMPA (Aminomethylphosphonsäure) oder über Glyoxylsäure und endet mit der Freisetzung von Kohlenstoffdioxid, Phosphat und Ammonium.[27] Die Halbwertszeit für Glyphosat im Boden (DT50-Wert) beträgt nach Feldstudien auf Ackerland im Mittel 14 Tage und etwa 30–60 Tage in Waldökosystemen.[28] Bei 47 Feldversuchen auf Acker- und Waldflächen in Europa und Nordamerika lag die DT50 zwischen 1,2 und 197 Tagen, der Durchschnitt aus allen Studien betrug 32 Tage.[27]
(wiki wie oben) danach dürften die Spurenelemente wieder frei sein. Draussen.
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MeinNameistHASE
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1210

Beitrag von MeinNameistHASE »

viktualia hat geschrieben:Welche Wurzel kann das schon?
Bspw. die Wurzeln von Raps, Weizen, Lupinen, Klee und verschiedenen anderen Nicht-Nutzpflanzen. Diese scheiden organische Säuren aus, die die Löslichkeit von u.a. Phosphat, Eisen und Aluminium beeinflussen (=verbessern).
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
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