Glyphosat-Diskussion

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Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1061

Beitrag von Rohana »

Rati hat geschrieben: Totalherbizide tötetn total, also keine Chance das auch nur ein Pflänzchen stehen bleiben kann, das zwar den Bauern nicht stört, den restlichen Lebewesen aber Nahrung oder Lebensraum bietet.
Rati, der Pflug tut das auch. Schwarzer Boden hat ebenfalls keine Pflänzchen mehr.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Wildmohn

Re: Glyphosat-Diskussion

#1062

Beitrag von Wildmohn »

Manfred hat geschrieben:@wildmohn:
Ich habe hier im Forum schon Diverses dazu geschrieben, dass du offensichtlich ignoriert hast.

Aber fangen wir doch mal mit deinem Beitrag oben an:
Erklär mir bitte als erstes, wie genau Glyphosat Einfluss auf den Insektenbestand in Deutschland nimmt.
Nun mal Butter bei die Fische @Manfred.
Ich habe in meiner Kinderstube gelehrt bekommen, dass es unhöflich ist eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten. Deshalb nochmals:
Erkläre mir bitte mit Deinen Worten, was Deiner Meinung nach die Ursache(n) für das Insektensterben ist / sind ?
Danke :)
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1063

Beitrag von Manfred »

Welches Insektensterben?
Rati
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1064

Beitrag von Rati »

Nachtrag:
Manfred hat natürlich in so weit recht, das es hier in diesem Faden nicht um das Insektenstreben sondern "nur" um Glyphosat geht.
Dummerweise, ist das eine - ob nun direkt oder indirekt durch Glyphosat mit ausgelöst- eine Teilmenge des anderen.

So, nun quatsch ich nicht mehr rein und lass erst mal Wildmohn machen. :)

Grüße Rati
Rohanna hat geschrieben:Rati, der Pflug tut das auch. Schwarzer Boden hat ebenfalls keine Pflänzchen mehr.
es gibt immer Schollen aus denen wieder was rauskommt Rohanna, grad Wurzelvermehrer bekommt auch ein Pflug nicht so schnell hin. Glyphosat schon.
Mmmm, i.O. ich gebe gleich zu es ist kein vollkommens Beispiel, aber wenn wir mit der Schafherde über die gerodeten Kartoffeläcke gezogen sind (zum nachstoppeln), gabs auf den umgebrochenen Flächen auch schon wieder Grünzeugs.
Aber ja, ne Rodemaschiene ist kein Pflug und wie lange gepflügte Flächen komplett wuchsfrei sind habe ich noch nicht intensive beobachtet.
Und auch herbizidbehandelte Flächen werden ja letztendlich noch umgebrochen (zumindest wenn Gründüngung abgespritzt wird) also kann mensch ja auch gleich den Pflug nehmen.
So und jetzt hab ich schon wieder viel zu viel Zeit hiermit verbraucht, und klinke mich jetzt aus.... zumindest für heute.
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Wildmohn

Re: Glyphosat-Diskussion

#1065

Beitrag von Wildmohn »

Manfred hat geschrieben:Welches Insektensterben?
Alles klar @Manfred. Hiermit hast Du Dich für mich zumindest entlarvt. Das ist im übrigen auch der Mangel vieler: Ganzheitliches Denken.
Zu Deiner Frage, was das Instektensterben mit Glyphosat zu tun haben könnte:
Es ist ein hochwirksames Pflanzengift, was nicht nur den Bewuchs abtötet, sondern auch Auswirkungen auf die Insekten hat. Vielleicht nicht unmittelbar, d.h., sie fallen nicht sofort tot um, aber dennoch mit Folgewirkungen. U.a. Orientierungslosigkeit und verminderte Brut- und Reproduktionsraten.
Wenn Du jetzt nach dem wissenschaftlichen Beweis fragen solltest: Noch nicht erfolgt, aber sicherlich sehr bald.
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1066

Beitrag von Rohana »

Rati hat geschrieben:
Rohanna hat geschrieben:Rati, der Pflug tut das auch. Schwarzer Boden hat ebenfalls keine Pflänzchen mehr.
es gibt immer Schollen aus denen wieder was rauskommt Rohanna, grad Wurzelvermehrer bekommt auch ein Pflug nicht so schnell hin. Glyphosat schon.
Mmmm, i.O. ich gebe gleich zu es ist kein vollkommens Beispiel, aber wenn wir mit der Schafherde über die gerodeten Kartoffeläcke gezogen sind (zum nachstoppeln), gabs auf den umgebrochenen Flächen auch schon wieder Grünzeugs.
Aber ja, ne Rodemaschiene ist kein Pflug und wie lange gepflügte Flächen komplett wuchsfrei sind habe ich noch nicht intensive beobachtet.
Der Boden bleibt schwarz bis wieder angesät wird.
Und auch herbizidbehandelte Flächen werden ja letztendlich noch umgebrochen (zumindest wenn Gründüngung abgespritzt wird) also kann mensch ja auch gleich den Pflug nehmen.
Das ist aber m.W. selten der Fall.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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misfits
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1067

Beitrag von misfits »

Manfred hat geschrieben:Ich bin ziemlich zwiegespalten, was die Pflanzenschutzmittel angeht.
Ich sehe sie als eine Art Medikamente.
wie ich sehe, bist du auch heute noch dieser Meinung.
Am Ende wird alles gut, und wenn noch nicht alles gut ist, ist es noch nicht zu Ende.
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1068

Beitrag von Manfred »

Wildmohn hat geschrieben: Alles klar @Manfred. Hiermit hast Du Dich für mich zumindest entlarvt. Das ist im übrigen auch der Mangel vieler: Ganzheitliches Denken.
Zu Deiner Frage, was das Instektensterben mit Glyphosat zu tun haben könnte:
Es ist ein hochwirksames Pflanzengift, was nicht nur den Bewuchs abtötet, sondern auch Auswirkungen auf die Insekten hat. Vielleicht nicht unmittelbar, d.h., sie fallen nicht sofort tot um, aber dennoch mit Folgewirkungen. U.a. Orientierungslosigkeit und verminderte Brut- und Reproduktionsraten.
Wenn Du jetzt nach dem wissenschaftlichen Beweis fragen solltest: Noch nicht erfolgt, aber sicherlich sehr bald.

Aha.
In welcher Hinsicht habe ich mich denn entlarvt?
Du schreibst, dass ich "das Insektensterben" erklären soll.
Also habe ich zurückgefragt, welches Insektensterben zu meinst.
Ich habe schon viele Insektenserben beobachtet.
Aber ich gehe davon aus, das eines gemeint ist, das du beobachtest hast.
Und dazu benötige ich natürliche spezifische Angaben. Ich hoffe, du kannst diese tätigen.
Dann kommen wir evtl. weiter.

Das du das ganzheitliche Denken ansprichst, freut mich natürlich. Falls du es noch nicht gemerkt hast: Ich versuche gerade, dich ein Stück weit in diese Richtung zu bewegen.

Zur Wirkung von Glyphosat auf den Insektenbestand können wir also festhalten, dass du eine Wirkung des Glyphosats auf das Orientierungsvermögen, die Brutraten (Was ist das? Der Begriff ist mir nicht geläufig.) und die Reproduktionsraten der Insekten vermutest, dafür aber keine Belege kennst?
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1069

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Wildmohn hat geschrieben:Wenn Du jetzt nach dem wissenschaftlichen Beweis fragen solltest: Noch nicht erfolgt, aber sicherlich sehr bald.
:hmm: Ja das sind dann wohl wilde Spekulationen oder Vermutungen, nicht einmal als These zu bezeichnen.

Und genau da liegt mE in der gesamten Diskussion ( nicht nur hier im Forum ) das Problem.

Statt dass man sich genau mit den Zulassungsverfahren und den entsprechenden Behörden befasst, warum werden Studien herangezogen und manche Studien nicht usw. und dabei geht es nicht einmal um den Inhalt der Studien sondern einfach um die Art und Weise, befasst man sich mit wilden Spekulationen. Das betrifft selbstreden natürlich beide Seiten.

Mit der Argumentation von Wildmohn oder anderen landet man höchstens in der Heute Show, mit einem Interview von Lutz Van der Horst, und damit erweist man dem ganzen Problem einen Bärendienst.
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#1070

Beitrag von viktualia »

Mir ist dieser "Rhetorizid" hier grad unangenehm.

Wildmohn, "ganzheitlich" gesehen bin ich sicher auf deiner Seite, aber Aussagen wie "Glyphosat vergiftet uns" berücksichtigt halt in absolut überhaupt keiner Weise, dass Bauern normalerweise weder Kartoffelpuree, noch Bier oder gar Fruchtjoghut herstellen bzw. verkaufen.
Die haben zwar Maschinen, aber keine Fabriken. (Auch Mastbetriebe sind nicht ganz mit Schlachthöfen gleichzusetzen.)
Und es ätzt mich ganz dolle ganzheitlich an, dass DIE INDUSTRIE aus der Sache raus zu sein scheint.
Ist sie halt nicht. Es gibt Lebensmittelzusätze, die sind giftiger als Glyph´. https://de.wikipedia.org/wiki/Tartrazin
Es gibt Lebensmittelimporte aus Ländern, die sikkieren dürfen und Baumwolle wird hier auch nicht angebaut.

Es ist also ein Nebenschauplatz mit dem unschönen Nebeneffekt, dass die Vernunft auf der Strecke bleibt.

Und "das Insektensterben" wird auch eher genutzt, um zu verdummen und nicht, um persönliche, individuelle (millionenfache) Lösungen zu finden und umzusetzen.
(Laubbläserverbot: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Lgb ... 08_111.pdf)

Manche Argumente zu dem Thema sind wie diese "Insektenhotels" für 5 Euro im Diskounter: Schrott.
Schöner Schein und nix dahinter.

Wildmohn, liebes Pionierpflänzchen, ich hab mich vor ein, zwei Jahren auch mächtig gewundert, dass ich als Öko nu plötzlich nicht mehr völlig daneben bin; aber da stell ich mich freiwillig wieder ins Abseits, bevor ich der Manipulation des post-fakten Zeitalters aufsitze.

Wenn nun also klar ist, dass unsere Umwelt vergiftet wird, sollten die Lösungen etwas differenzierter ausfallen als
"Insektensterben hört mit Glyph´Verbot wieder auf".
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