Komposttoilette

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Raubritterin
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Re: Komposttoilette

#231

Beitrag von Raubritterin »

...danke für Euere Anregungen.
Kanalisation habe ich nicht. Früher habe ich die Fäkalien mit der Chemietoilette weggefahren, aber so spaßig ist das halt nicht.
Den Behälter aufrecht strellen bringt nichts, da der Urin ja nicht im freien Fall heruntertropft, sondern immer an der Schlauchwand innen runterläuft. Da würde auch tieferstellen nichts bringen und den Fußboden wollte ich eigentlich schon so lassen.
Direkt senkrecht unter den Auslauf der Trennvorrichtung stellen, ist auch nicht möglich da hier der Platz nicht vorhanden ist. Sonst müßte man ja mit waagrecht ausgestreckten Unterschenkeln auf dem Kloo sitzen wenn das Gehäuse an der Stelle das erforderliche Volumen hätte.
Die Möglichkeit außerhalb vom Haus den Behälter in einen Schacht zu stellen wäre mir die liebste Lösung gewesen. Aber hier gibt es öfter mal Hochwasser und da der Behälter ja nicht immer randvoll ist drückt das steigende Grundwasser alles hoch.

Ich bräuchte doch nur ein Aufsatzteil auf den Schlauch, das man nie entfernt, ähnlich wie beim Benzinzapfhahn. So dass das der Schraubverschluß und die ständig rausfallende Dichtung nicht fortlaufend mit Urin benetzt wird.

Ich bin für weitere Ideen dankbar....

Grüße von Karin
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karl-erwins-frau
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Re: Komposttoilette

#232

Beitrag von karl-erwins-frau »

Also,
ich hatte das anfangs auch so ähnlich wie Du. Aber ohne Verschraubung. Also einfach Gefälle, Schlauch in den Kanister gesteckt und geleert wenn voll.
Das Ding ist ja, dass frischer Urin nicht stinkt. Das was stinkt sind hauptsächlich die Ablagerungen. Da hilft regelmäßiges reinigen des Kanisters. zB könntest Du zwei nehmen und immer abwechselnd betreiben. Ich reinige meinen mit Zitronensäure.

Bei mir habe ich es nach vielen Versuchen so gelöst:

- Urintank in Keller gestellt (dafür den Schlauch durch ein Loch im Boden geführt, geht halt net anders)
- dann hat's aber noch mehr gestunken, dadurch, dass in dem 4m langen Schlauch ja auch Ablagerungen sind. Verstopfen des Lochs in der Toilette mit nem essiggetunkten Schwamm ging, war aber für Gäste eklig.
- die Lösung war dann ganz einfach: Ich habe den Schlauch direkt nach der Toilette als Syphon gelegt. So steht immer frischer Urin im Bogen und der stinkt nicht.
- den Bogen kann man mit Zitronensäure, Essig etc ab und an gut sauber bekommen, da die Reinigungsflüssigkeit ja im besagten Bogen stehen bleibt.

Ich weiß, dass löst jetzt Dein Schraubenproblem nicht, aber vll. kannst Du's ja anders lösen.
Das einzige was mir einfällt wäre ein Gummischnuddel wo Du den Schlauch einfach reinsteckst und der dann um den Schlauch dicht abschliesst. Material wielleicht wie ein Radschlauich, Weck-Gummi oder so...
Es gibt bestimmt auch Kupplungen für so große Schläuche im Handel.

Grüssle,
KEF

ps. ich liebe meine komposttoilette immer noch :-)
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Benutzer 3370 gelöscht

Re: Komposttoilette

#233

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Raubritterin hat geschrieben:Die Verschraubung finde ich schon wichtig, da es doch sonst aus der Öffnung rausstinkt.
In den Schraubdeckel eine Verlängerung bauen, zB. ein Stück Abwasserrohr DN 50 mit dem Lötkolben "anschweißen". Das muss ja nicht lange sein vielleicht 50 mm, da kann man den Spalt auf der Innenseite auch noch verschweißen und mit Sandpapier glattschleifen.
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Raubritterin
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Re: Komposttoilette

#234

Beitrag von Raubritterin »

RichardBurgenlandler hat geschrieben:eine Verlängerung bauen, zB. ein Stück Abwasserrohr DN 50 mit dem Lötkolben "anschweißen"
:daumen
karl-erwins-frau hat geschrieben:ein Gummischnuddel wo Du den Schlauch einfach reinsteckst und der dann um den Schlauch dicht abschliesst
bingo... ja in dieser Art muss es was sein... Luftballon? Verhüterli? (die sind glaube ich schon verhökert) Oder eben ein weiches Gummirohr was in den Schlauch gesteckt wird und dann die Stelle überbrückt.
Da hätte ich auch schon eher draufkommen können. Jetzt muss ich mal die Krimskramskiste sichten.
Danke!
Karin
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Re: Komposttoilette

#235

Beitrag von Dyrsian »

Wenn der Schlauch nicht so ultradick sein muss, könntest du auch mit einer Tankverschraubung und Schnellverbindern arbeiten. Ich kann mit dem Tablet leider keine Links reintun. Das würde aber auch ein Entleeren ohne Aufschrauben möglich machen. Geht aber nur bis 12 mm Durchmesser glaub ich.
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Re: Komposttoilette

#236

Beitrag von karl-erwins-frau »

Verhüterli? (die sind glaube ich schon verhökert)
Ich habe das Thema schon fast vermisst :mrgreen:
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Re: Komposttoilette

#237

Beitrag von Dyrsian »

Hier, solche Steckverbinder meine ich:
https://www.landefeld.de/gruppe/de/stec ... /IQSGM54-1
Es gibt sie wohl bis 16 mm, das ist ein bisschen anderes System als mit Schlauchtülle. Wenn du allerdings mit Tankdurchführung und Siphon arbeiten willst, bräuchte der Tank eine Entlüftung.
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Raubritterin
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Re: Komposttoilette

#238

Beitrag von Raubritterin »

...also nun habe ich gebastelt:
Ich habe ein kurzes Halbzollwasserrohr gefunden, das ich da reingeschraubt hab. Dann mit Heißkleber abgedichtet.
In Betrieb genommen... soweit schon erkennbar war es dicht, aber gleich gab es das nächste Problem: Das strullerte dann in einer extremen Lautstärke in den Tank unter dem Sitzbrett. Das Gehäuse ist ja jetzt ein einziger Resonanzkörper. Da bleibt einem doch vor Schreck das Pipi weg!!! Zumindest dem Besuch, wenn er das anhören muss und nicxht daran gewöhnt ist.
Also wieder alles rausgebaut und einen der Länge nach aufgeschittenen Schlauch drübergesteckt an dem es dann runterläuft.
Jetzt geht es !!! Was für eine schwere Geburt.

Aufwiederpieseln...
Karin
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Re: Komposttoilette

#239

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Wie lange dauert es denn jetzt wirklich, bis ein gemischter Komposthaufen (also "alles drauf", auch den gesamten Inhalt der Toilette) so wirklich gut verrottet ist?
Muss man da tatsächlich 2 Jahre warten?
Stickstoff und regelmäßiges "Belüften" (= ein Loch reingraben, um etwas zum Verschwinden zu bringen) beschleunigen ja dir Rotte, oder?
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fuxi
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Re: Komposttoilette

#240

Beitrag von fuxi »

Die 2 Jahre werden als Puffer wegen eventuelle Krankheitskeime genannt. Verrottet ist das natürlich schon eher. Genaue Dauer hängt von der Mischung, der Häufigkeit der Wendung, etc ab, aber das erkennst du sicher selbst sehr gut. Der Autor des "Humanure Handbook" wendet gar nicht und nutzt seinen Kompost nach einem Jahr (auch auf Gemüse, das roh gegessen wird), achtet aber immer auf eine gute Heißrotte (mit Temperaturkontrolle). Wer hygienische Bedenken hat, wartet eben länger oder nutzt diesen Kompost nur für Gemüse, das vor dem Verzehr erhitzt wird.
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