Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

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Benutzer 68 gelöscht

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#181

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

Olaf hat geschrieben:Du glaubst ja sicherlich nicht wirklich, Deinen eigenen Saft zu bekommen oder irgendwie nennenswert auf den Geschmack Einfluss nehmen zu können, klang aber so.
Das glaube ich nicht, ich weiß es. Ich hab doch geschrieben, dass man zugucken kann. Oder glaubst Du, die haben unter der Presse einen großen Tank, in den der gute Saft geht, und einen anderen, aus dem der schlechte als Ersatz nach oben gepumpt wird?
Die Presse ist relativ klein, vielleicht 2m lang, und danach kommt der Durchlauferhitzer mit Gasbrenner. Nach jeder Charge gibt es etwas Luft, damit weiß der Abfüller, wann Schluss ist. Dann ist ein Kanister nicht ganz voll.
Arbeiten tun zwei Leute.
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Buchkammer
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#182

Beitrag von Buchkammer »

Der hat extra gewartet, bis ich die Kamera aus der 50 m entfernten Laube holte. :)
Admiral auf New-England Aster im Oktober 2012.jpg
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#183

Beitrag von hobbygaertnerin »

Hallo Olaf,
wie oft wir für unsere Neuanpflanzung einer Streuobswiese für leicht bis gänzlich verrü....... gehalten worden sind, wir haben es immer ignoriert.
Die alten Sorten haben letztes Jahr eine derartige Menge getragen, ergab auch Unmengen an Saft. Heuer mussten sich die Bäume erholen, aber der Rest vom letzten Jahr und der heurige Anfall, es reicht für Saft, Most und Apfelwein und zum Essen gibts auch noch genügend.
Ich zahl für den Liter 20 Cent und die Bag in Box Beutel, die Umkartons lassen sich jedes Jahr wieder verwenden.
Kann kein gekaufter Saft mithalten und wir haben keinen Bedarf an Fitnessstudio, an Wellnessurlaub, das liefert alles der Garten.
Nur heute hab ich wieder meinen Winter- Depri -Tag, die ganzen Kübelpflanzen sind aufgeräumt, es ist alles so nackt und fast ein halbes Jahr wieder ohne Blüten, Monate ohne Vogelgezwitscher, die Sonne scheint jeden Tag weniger.
Aber heute scheint sie und ich hab heute schon die Blumenzwiebeln vergraben.
Ein Jahr SV ist zum grossen Teil erledigt, die Vorräte sind aufgeräumt, nur noch die Walnüsse zum Knacken, der Garten kann jetzt seinen Winterschlaf halten.
Ich freu mich wieder auf den Frühling, auf das Sääen, Pflanzen und Wachsen- aber ich geniesse auch die Zeit jetzt, die mir etwas mehr Ruhe schenkt.
Heisser Holunder- oder Apfelpunsch, eine echte Bienenwachskerze, Zeit zum Lesen, Kaninchenbraten (bis jetzt leben sie noch recht fidel), etliche Hähnchen haben sich auch ganz schön entwickelt. Irgendwann dann noch Plätzchen backen, das Haus mit Naturmaterialien zu der Zeit dekorieren, wann die Zeit dafür ist. Advent ist für mich ab dem 1. Adventssonntag und ich kann die ganzen Werbebroschüren ungesehen in den Papierkorb werden, weil ich so vieles nicht mehr brauche.
Der Walnusslikör ist noch zum Abfiltern und der Apfelwein zum Abziehen.
Ein herzliches Danke den Betreibern und Moderatoren in diesem Forum und allen, die so tolle Beiträge schreiben, ich hab von euch sehr, sehr viel lernen dürfen.
glückliche Grüsse
Hobbygaertnerin
Benutzer 68 gelöscht

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#184

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

hobbygaertnerin hat geschrieben:wie oft wir für unsere Neuanpflanzung einer Streuobswiese für leicht bis gänzlich verrü....... gehalten worden sind, wir haben es immer ignoriert.
Die alten Sorten haben letztes Jahr eine derartige Menge getragen, ergab auch Unmengen an Saft.
Ist Steuobst auch für Süßmost besser geeignet als "Tafelobst"?
Und die alten Sorten habt Ihr selbst veredelt, oder von der Baumschule?
hobbygaertnerin hat geschrieben:Ich zahl für den Liter 20 Cent und die Bag in Box Beutel,
Ich 80...
Olaf
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#185

Beitrag von Olaf »

ohne was abzuliefern 1 Euro.
Ich finds aber auch so sehr lohnenswert, geschmacklich
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Sabi(e)ne

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#186

Beitrag von Sabi(e)ne »

@Hobbygärtnerin: also ich hab ein gut bestücktes Vogelfutterhaus, und da den ganzen Winter durch Bespaßung, steht vorm Bürofenster. Ich füttere ganzjährig, wenn auch im Sommer weniger, aber das macht sich bezahlt.
Außerdem haben wir viele Nistkästen, und dichte Gebüsche, und viele Totholzhaufen.
Durch die vielen Weiden und Erlen haben wir auch viele Räupchen im Frühjahr, was dann zu den erwähnten ungewöhnlichen Nistorten IM Haus führt :lol: .
Und gegen Blütenarmut helfen draußen Hamamelis und Christrosen, außerdem kann man ja rechtzeitig auch Amaryllis und Tulpen und Hyazinthen treiben. ;)
hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#187

Beitrag von hobbygaertnerin »

Hallo Sabi(e)ne,
ja, du hast Recht, ich hab auch so ein Bespassungsfutterhaus, Totholz- und Feldsteinhaufen, rundherum lauter Hecken und einen wunderschönen Buchenwald direkt in Sichtnähe-
momentan erstrahlt er in den schönsten Herbstfarben, ich hab Christrosen und Hamamelis, Winterjasmin und jedes Jahr kommen Blumenzwiebeln zum Verwildern in den Obstgarten, ich hab kleine Orangenbäumchen und jede Menge Kräuter am Küchenfenster, ein Fenster voller Orchideen und ziemlich viele Zimmerpflanzen und doch vermisse ich dieses Vogelkonzert am frühen Morgen, die Sonne in ihrer Kraft, die Farben, kurzum, ich hab ein Problem mit der lichtärmeren Jahreszeit.
Im Winter häng ich mir ganz kräftige Vorhänge in die Wohnräume, hab mein volles Programm gegen Winterblues. Ich sause jedem Sonnenstrahl hinterher und
bin froh, dass ich mit dem Hund jeden Tag raus muss, auch wegen meiner Arbeit, egal wie das Wetter ist, 1 Stunde draussen und es geht mir wieder besser. Der November ist der Monat, den ich sehr ungern mag.
Der Tag an dem alle Kübelpflanzen aufgeräumt sind, da könnt ich jedesmal heulen. Hab heute ca. 300 Blumenzwiebeln vergraben- sie sind die Verheissung auf den kommenden Frühling.
Bäh, ich mag diese dunkle Jahreszeit nicht und besonders mit der blöden Zeitumstellung kommt meine innere Uhr vollkommen durcheinander.
So jetzt werd ich mir einen schönen Tee machen und mich darüber freuen, dass ich heute so viel geschafft habe.
Gruss
hobbygaertnerin
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ahora
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#188

Beitrag von ahora »

hallo theo,

ich hab wegen zeitmangel etwas den anschluss hier verloren und weiß nicht, ob deine frage beantwortet wurde, ob äpfel einer streuobstwiese besser für apfelsaft geeignet sind, als tafelobst.

ich komme aus der apfelweinregion deutschlands - hessen - die hiesige hessische - sehr große kelterei setzt seit jahren alles daran, dass die alten sorten der streuobstwiesen, die auch im etwas rauherem taunus gut gedeihen, wieder angebaut werden. sie machen jeden herbst eine große aktion und verkaufen hochstämme für - 16 Euro - und die leute pflanzen wie wild.

der saft und auch der apfelwein aus tafelobst ist fast ungenießbar. ein bekannter von uns - der eine eigene kelter hat, was viele noch auf den dörfern haben, hatte im winter eine ganze tonne granny smith geschenkt bekommen. er hat sie gekeltert, der saft ging noch, aber der apfelwein war ungenießbar, er hat ihn weggeschüttet.

http://www.kelterei-heil.de/baumpflanzaktion.html

lg ahora
Benutzer 68 gelöscht

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#189

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

Hallo ahora,
ahora hat geschrieben:der saft und auch der apfelwein aus tafelobst ist fast ungenießbar. ein bekannter von uns - der eine eigene kelter hat, was viele noch auf den dörfern haben, hatte im winter eine ganze tonne granny smith geschenkt bekommen. er hat sie gekeltert, der saft ging noch, aber der apfelwein war ungenießbar, er hat ihn weggeschüttet.
Naja, ungenießbar ist der Saft, den ich dieses Jahr gekriegt hab, nicht, nur im Vergleich zu gutem gekauften etwas "dünn". Kommt eben weniger Mineralwasser dazu. und es gibt auch alte Tafelobstsorten!

Kannst ja mal den Bekannten fragen, woraus so eine Kelterei besteht. Vielleicht gibts ja dort auch mal eine alte zu verkaufen. Die Lohnmosterei ist mir schon etwas teuer, und den Prozess kann man ja auch nicht beeinflussen.
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ahora
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#190

Beitrag von ahora »

hallo theo,

klar gibt es auch alte tafelobstsorten, nur die gedeihen in hessen - außer am rhein, nicht ganz so gut, deswegen hat man früher nur robustere sorten angebaut, und die hatten in den rauheren gegenden jedemenge <stress> und stress produziert aroma. wie bei den freilandtomaten und gurken etc.

sich so eine alte kelter anzuschaffen lohnt nicht, die muffen meist sehr, wenn sie lange nicht in gebrauch waren, viele teile müssen ersetzt werden. die aus unserer gegend waren sehr schwer und groß, ca. 1,50 durchmesser und gut über 100 kg. wenn du interesse hast, dann kauf dir eine moderne kleinere kelter, dann kann man auch nach bedarf keltern, muss nicht alles auf einmal machen. die modernen kleinen keltern sind teils mit hydraulikhebeln, das erleichtert die arbeit gewaltig, dann brauchst du einen gartenhäcksler um die äpfel kleinzuschreddern. statt einer kelter geht aber auch sehr gut eine wäscheschleuder, die kosten ja auch nicht die welt, eine, die man nur dafür nimmt, haben wir auch jahrelang gemacht, die geschredderten äpfeln in einen stabilen leinensack stopfen, oben fest zubinden, hinein in die schleuder, nach einigen minuten hast du ohne kraftanstrengung wunderbaren apfelsaft.

hab dir mal wahllos einen link für kleine keltern herausgesucht http://www.ebay.de/sch/sis.html?_nkw=Sc ... 0610207120

viel vergnügen

ahora
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