Planen fuer den Notfall oder nicht?
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Vorräte brauchen sich auf.
Sie sind schlicht dazu da, Zeit zu gewinnen, wenn man sich auf Neues einstellen muss.
MIt einigen Säcken Getreide im Lager kann man schon mal ein zwei Jahre getreideanbau üben - wenn man denn meint, dass es "so weit" kommt.
Sinnig scheinen Vorräte, die gezielt als Zahlungsmittel dienen: Alkohol, Tabak, Kaffee.
Wer such-t, der ist auch in harten zeiten süch-tig, schade drum, wen es erwischt und der ewig such-t und nie findet, aber das ist ein anderes Thema.
Die kann man ganz gut lagern, wenn man weiß wie,
Und ansonsten sind die "höheren Güter" natürlich die immateriellen, aber zu Produktivzwecken unabdingbaren:
1. Gesundheit
2. Gesundheit
3. Gesundheit
4 eine gute Ehe (das Wort kommt von "ewig", nicht von "Lebensabschnitt"
5. ein intaktes soziales Umfeld (Familie, Dorf...)
6. vieles können und wissen, das anderen nützt (Handwerk und Technik, Heilkunst, Schlachten, Landbau....)
7. vieles können und wissen, das einem selber nützt, wie unter 6. zuzüglich ldl. hauswirtschaftlicher Künste
Die Punkte 1 - 5 muss man pflegen, die Punkte 6 und 7 üben.
Das nutzt einem übrigens auch außerhalb jeder Krisenzeit :-) und sollte tägliches Tun eines jeden mündigen eigenverantwortlichen Menschen sein.
Danach kommen dann Vorräte an Brennstoff, Kraftstoff, Lebensmitteln, Futtermitteln, Verschleiß- und Ersatzteilen, Kleidung etc. sowie Ersatzzahlungsmitteln wie die o.g. Suchtstoffe.
Gut, das zu haben, aber ohne die Punkte 1- 7 weniger nutzbringend.
L.
Sie sind schlicht dazu da, Zeit zu gewinnen, wenn man sich auf Neues einstellen muss.
MIt einigen Säcken Getreide im Lager kann man schon mal ein zwei Jahre getreideanbau üben - wenn man denn meint, dass es "so weit" kommt.
Sinnig scheinen Vorräte, die gezielt als Zahlungsmittel dienen: Alkohol, Tabak, Kaffee.
Wer such-t, der ist auch in harten zeiten süch-tig, schade drum, wen es erwischt und der ewig such-t und nie findet, aber das ist ein anderes Thema.
Die kann man ganz gut lagern, wenn man weiß wie,
Und ansonsten sind die "höheren Güter" natürlich die immateriellen, aber zu Produktivzwecken unabdingbaren:
1. Gesundheit
2. Gesundheit
3. Gesundheit
4 eine gute Ehe (das Wort kommt von "ewig", nicht von "Lebensabschnitt"
5. ein intaktes soziales Umfeld (Familie, Dorf...)
6. vieles können und wissen, das anderen nützt (Handwerk und Technik, Heilkunst, Schlachten, Landbau....)
7. vieles können und wissen, das einem selber nützt, wie unter 6. zuzüglich ldl. hauswirtschaftlicher Künste
Die Punkte 1 - 5 muss man pflegen, die Punkte 6 und 7 üben.
Das nutzt einem übrigens auch außerhalb jeder Krisenzeit :-) und sollte tägliches Tun eines jeden mündigen eigenverantwortlichen Menschen sein.
Danach kommen dann Vorräte an Brennstoff, Kraftstoff, Lebensmitteln, Futtermitteln, Verschleiß- und Ersatzteilen, Kleidung etc. sowie Ersatzzahlungsmitteln wie die o.g. Suchtstoffe.
Gut, das zu haben, aber ohne die Punkte 1- 7 weniger nutzbringend.
L.
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Was alles passieren kann, wurde ja schon mehrfach geschrieben. Vielleicht passt dieses Szenario ja auch hierher:
Ich kann mich noch ziemlich genau an den 2. Weihnachtstag des Jahres 1999 erinnern. Leider habe ich damals kein Tagebuch geführt, so dass mir die folgenden Tage bzw. Wochen nicht mehr ganz genau in Erinnerung sind.
Ich stand also an jenem 2. Weihnachtstag vormittags am Küchenfenster und musste dabei zusehen, wie unser Glasgewächshaus, das wir über eine Kleinanzeige erworben, vor Ort abgebaut, 360 km transportiert und wieder aufgebaut hatten, vom zunehmenden Sturm, der später den Namen "Lothar" bekam, in tausend Scherben zerlegt und nebst verbogenen Alu Profilen dem Erdboden zugeführt wurde!
Es hatte geradmal 1 Saison gestanden. Erst jetzt wurde mir bewusst, was da draussen wirklich vor sich geht.
Zwei Stunden später war der Strom weg und am Abend auch die Telefonverbindung.
Als ich 3 Tage später das erste mal zum Einkaufen gefahren bin, waren Kerzen, Batterien etc. ausverkauft. Die Kassen der Supermärkte sowie die Notbeleuchtung - die Kühltruhen waren auch schon fast leer - liefen über Stromagregate. Dabei waren nur die Bereiche mit Lebensmitteln beleuchtet, was einen gespenstischen Eindruck hinterlassen hat - Haushaltsbedarf, Drogerieartikel usw. blieben im Dunkel.
Aus unserer 2. Starterbatterie (Starthilfe für Traktor und PKW bei längerem Stillstand unter Minustemperaturen) und 12 V Halogenlampen bastelten wir eine Notbeleuchtung und betrieben das Radiogerät, nachdem die Batterien dafür entladen waren.
Als nach 1 Woche weder Strom- noch Telefonleitungen repariert waren, weil Bäume über Leitungen und Strassen zusammenbrachen und der Katastophendienst mit Aufräumen nicht nachgekommen ist, wurde schonmal das Benzin an den Tankstellen rationiert.
Die Menschen betrieben vermehrt Kleinstromerzeuger, aus Angst, dass ihre Hammelbeine in den Kühltruhen oben schwimmen und bekanntlich keine Zentralheizung ohne Steuerung und Pumpe läuft.
Es wäre in diesen Tagen möglich gewesen, Stromerzeuger direkt vom Anhänger runter zu verkaufen. Dazu kam, dass in die Region gerade auch viele Urlauber zum Wintersport über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel angereist waren.
Ich kann mich nicht erinnern, Angst gehabt zu haben, dass unsere Lebensmittelvorräte nicht reichen könnten. Eher geht bei uns die Tiernahrung aus, wenn wir mal wieder eingeschneit sind.
Wir hatten damals noch Ofenheizung in den Zimmern und kochten mit Flaschengas. Das Dusch-/ Badewasser erhitzten wir mit einem alten Kohlebadeofen, den es heute noch in der überdachten Aussendusche gibt. Unsere Quelle hat genügend Eigendruck für das Erdgeschoss, so dass die Druck erhöhende Pumpe nicht zwingend notwendig war (ist). Einzig, dass wir die Lieben daheim nicht informieren konnten, dass es uns gut geht und sie sich nicht zu sorgen brauchten, war ein kleineres Problem.
Zwar haben wir inzwischen eine Holzzentralheizung, aber auch da brauchen Pumpen und Steuerung Strom.
Vor 2 Wochen fiel eine Zirkulationspumpe aus und weil wir sie nicht selbst wechseln konnten, da uns die Spezialpumpe fehlte, die das mit Antigel vermischte Wasser nach dem Ablassen wieder zurück pumpt, sind wir zu unserer dezentralen Ofenheizung zurückgekehrt. Holzherd in der Küche, den selbst gebauten Grundofen im Wohnzimmer und einen offenen Kamin im Gästezimmer. Der Klempner kam nämlich erst nach 6 Tagen nachdem er uns bei seinem ersten Versuch nicht gefunden hatte!
Wimre war der Strom und das Telefon damals 2 1/2 Wochen weg.
Schöner Nebeneffekt von "Lothar": Er hat uns für Jahre unsere Bäume gefällt, die wir nur noch ofengerecht zerkleinern mussten - leider nur Fichten!
Ich kann mich noch ziemlich genau an den 2. Weihnachtstag des Jahres 1999 erinnern. Leider habe ich damals kein Tagebuch geführt, so dass mir die folgenden Tage bzw. Wochen nicht mehr ganz genau in Erinnerung sind.
Ich stand also an jenem 2. Weihnachtstag vormittags am Küchenfenster und musste dabei zusehen, wie unser Glasgewächshaus, das wir über eine Kleinanzeige erworben, vor Ort abgebaut, 360 km transportiert und wieder aufgebaut hatten, vom zunehmenden Sturm, der später den Namen "Lothar" bekam, in tausend Scherben zerlegt und nebst verbogenen Alu Profilen dem Erdboden zugeführt wurde!
Es hatte geradmal 1 Saison gestanden. Erst jetzt wurde mir bewusst, was da draussen wirklich vor sich geht.
Zwei Stunden später war der Strom weg und am Abend auch die Telefonverbindung.
Als ich 3 Tage später das erste mal zum Einkaufen gefahren bin, waren Kerzen, Batterien etc. ausverkauft. Die Kassen der Supermärkte sowie die Notbeleuchtung - die Kühltruhen waren auch schon fast leer - liefen über Stromagregate. Dabei waren nur die Bereiche mit Lebensmitteln beleuchtet, was einen gespenstischen Eindruck hinterlassen hat - Haushaltsbedarf, Drogerieartikel usw. blieben im Dunkel.
Aus unserer 2. Starterbatterie (Starthilfe für Traktor und PKW bei längerem Stillstand unter Minustemperaturen) und 12 V Halogenlampen bastelten wir eine Notbeleuchtung und betrieben das Radiogerät, nachdem die Batterien dafür entladen waren.
Als nach 1 Woche weder Strom- noch Telefonleitungen repariert waren, weil Bäume über Leitungen und Strassen zusammenbrachen und der Katastophendienst mit Aufräumen nicht nachgekommen ist, wurde schonmal das Benzin an den Tankstellen rationiert.
Die Menschen betrieben vermehrt Kleinstromerzeuger, aus Angst, dass ihre Hammelbeine in den Kühltruhen oben schwimmen und bekanntlich keine Zentralheizung ohne Steuerung und Pumpe läuft.
Es wäre in diesen Tagen möglich gewesen, Stromerzeuger direkt vom Anhänger runter zu verkaufen. Dazu kam, dass in die Region gerade auch viele Urlauber zum Wintersport über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel angereist waren.
Ich kann mich nicht erinnern, Angst gehabt zu haben, dass unsere Lebensmittelvorräte nicht reichen könnten. Eher geht bei uns die Tiernahrung aus, wenn wir mal wieder eingeschneit sind.
Wir hatten damals noch Ofenheizung in den Zimmern und kochten mit Flaschengas. Das Dusch-/ Badewasser erhitzten wir mit einem alten Kohlebadeofen, den es heute noch in der überdachten Aussendusche gibt. Unsere Quelle hat genügend Eigendruck für das Erdgeschoss, so dass die Druck erhöhende Pumpe nicht zwingend notwendig war (ist). Einzig, dass wir die Lieben daheim nicht informieren konnten, dass es uns gut geht und sie sich nicht zu sorgen brauchten, war ein kleineres Problem.
Zwar haben wir inzwischen eine Holzzentralheizung, aber auch da brauchen Pumpen und Steuerung Strom.
Vor 2 Wochen fiel eine Zirkulationspumpe aus und weil wir sie nicht selbst wechseln konnten, da uns die Spezialpumpe fehlte, die das mit Antigel vermischte Wasser nach dem Ablassen wieder zurück pumpt, sind wir zu unserer dezentralen Ofenheizung zurückgekehrt. Holzherd in der Küche, den selbst gebauten Grundofen im Wohnzimmer und einen offenen Kamin im Gästezimmer. Der Klempner kam nämlich erst nach 6 Tagen nachdem er uns bei seinem ersten Versuch nicht gefunden hatte!
Wimre war der Strom und das Telefon damals 2 1/2 Wochen weg.
Schöner Nebeneffekt von "Lothar": Er hat uns für Jahre unsere Bäume gefällt, die wir nur noch ofengerecht zerkleinern mussten - leider nur Fichten!
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Eine hübsche Schilderung, Luna ..... und zeigt, dass man mit was Können und was Haben (Batterien, Öfen....) erstmal rumkommt.
Was mich interessieren würde - wir war diese zeit ohne Telekommunikation (abgesehen vom Radio) und ohne EDV und sonstige Medien? Ich stell mir das enorm entspannend vor ---- ist so ein Wunschdenken, man konzentriert sich aufs Wesentliche (wie krieg ich das Essen gekocht und das Waschwasser warm) und keine Kraft versickert in Flachbildschirmen.....
L.
Was mich interessieren würde - wir war diese zeit ohne Telekommunikation (abgesehen vom Radio) und ohne EDV und sonstige Medien? Ich stell mir das enorm entspannend vor ---- ist so ein Wunschdenken, man konzentriert sich aufs Wesentliche (wie krieg ich das Essen gekocht und das Waschwasser warm) und keine Kraft versickert in Flachbildschirmen.....
L.
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)
-
Picassa
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
@Luna: "Einzig, dass wir die Lieben daheim nicht informieren konnten, dass es uns gut geht"
Hat die Post den Dienst quittiert, oder war der nächste Briefkasten zu weit von Euch entfernt?
Über solche Dinge (wie informiere ich die Angehörigen) macht man sich ja meistens auch erst Gedanken, wenn es mal so weit ist.
Musstet Ihr nach Außerhalb zur Arbeit? (Wie macht man das, wenn ÖPNV nicht (mehr) fährt und das Benzin rationiert ist? Wie informiert man im Fall der Fälle den Arbeitgeber?)
An "Lothar" kann ich mich gar nicht mehr erinnern - wir in Mittelhessen waren wohl damals nicht so stark betroffen
Hat die Post den Dienst quittiert, oder war der nächste Briefkasten zu weit von Euch entfernt?
Über solche Dinge (wie informiere ich die Angehörigen) macht man sich ja meistens auch erst Gedanken, wenn es mal so weit ist.
Musstet Ihr nach Außerhalb zur Arbeit? (Wie macht man das, wenn ÖPNV nicht (mehr) fährt und das Benzin rationiert ist? Wie informiert man im Fall der Fälle den Arbeitgeber?)
An "Lothar" kann ich mich gar nicht mehr erinnern - wir in Mittelhessen waren wohl damals nicht so stark betroffen
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
@Landfrau
@Picassa
Wir hatten damals nur ein Radio. Es hat mir völlig ausgereicht!
Eine "Röhrenkiste" brachte mein Schwager erst 2008 vorbei, weil der 17 jährige Neffe ja vom Lehrgeld einen Flachbild haben musste und wir deswegen die "abgelegte Röhre" bekamen!
Handy gab´s zwar schon, hatten wir aber nicht. Internet ging nur über Modem, also mal Mails abrufen und welche schreiben, sonst eher nicht sehr motivierend.
Postkasten 2 km entfernt, Briefmarken 10 km in der Stadt. Ich habe einmal in der Telefonzelle des 2,5 km entfernten Dorfes, zu dem wir administrativ gehören, eine Verbindung mit Telefonkarte zu meinen Eltern bekommen, was aber später auch nicht mehr funktionierte.
Damals wohnten wir noch nicht permanent hier, hatten noch keine Tiere, sondern waren im Urlaub. Ich hatte 2 Wochen frei, weil ich in der freien Bespassungsbranche tätig war (Museum - und Stadtführungen) und alle Termine über Weihnachten/Silvester abgewählt hatte und zum Glück keine neuen - wegen Kommunikationsblackout - bekommen konnte. Rationiert war nur Benzin. Wir konnten also auch einmal die Batterie mit unserem damaligen "Renauld Rapid Diesel" nachladen bzw. waren mobil und hätten später das Notstandsgebiet auch verlassen können. Heute haben wir auch immer ca. 30 l "Bauerndiesel" für den Traktor in Reservekanistern gelagert und 10 l Benzin für Motorkleingeräte, damit auch z.B. eine Motorsäge einsatzbereit bleibt.
Ich habe diese 2/3 Wochen in guter Erinnerung, obwohl offensichtlich Chaos um uns herum herrschte. Es ging tatsächlich nur noch um´s Wesentliche; ist das WC zu spülen, kann ich baden (duschen ging nicht, wegen zu geringem Wasserdruck, also Luxus pur), bekomme ich sonst noch heisses Wasser, ohne gleich den ganzen Badeofen anheizen zu müssen, um mal etwas von Hand zu waschen, Kochen war uneingeschränkt (Holz-/Gasherd) mit den vorhandenen Vorräten möglich.
Passierte so etwas heute nochmal, wäre der Speiseplan durch Geflügel und Vorräte aus Gartenprodukten sicher noch flexibler. Es gab praktisch keine existenziellen Einschränkungen, weil unbewusst das Wichtige schon mehrgleisig angelegt bzw. vorhanden war (z.B. eigene Quelle).
Probleme damit hatten andere, die meinten, sie müssten uns ein Notstromagregat schenken, damit der Eisschrank weiter gekühlt werden kann und der , Holzheizkessel mit Hilfe der Pumpen noch die (Rest)Hitze wegbekommt, damit die thermische Ablaufsicherung bei plötzlichem Stromausfall nicht anspringt.
Ich habe diese Zeit als Herausforderung in Erinnerung und als Übung für die Zukunft.
@Picassa
Wir hatten damals nur ein Radio. Es hat mir völlig ausgereicht!
Eine "Röhrenkiste" brachte mein Schwager erst 2008 vorbei, weil der 17 jährige Neffe ja vom Lehrgeld einen Flachbild haben musste und wir deswegen die "abgelegte Röhre" bekamen!
Handy gab´s zwar schon, hatten wir aber nicht. Internet ging nur über Modem, also mal Mails abrufen und welche schreiben, sonst eher nicht sehr motivierend.
Postkasten 2 km entfernt, Briefmarken 10 km in der Stadt. Ich habe einmal in der Telefonzelle des 2,5 km entfernten Dorfes, zu dem wir administrativ gehören, eine Verbindung mit Telefonkarte zu meinen Eltern bekommen, was aber später auch nicht mehr funktionierte.
Damals wohnten wir noch nicht permanent hier, hatten noch keine Tiere, sondern waren im Urlaub. Ich hatte 2 Wochen frei, weil ich in der freien Bespassungsbranche tätig war (Museum - und Stadtführungen) und alle Termine über Weihnachten/Silvester abgewählt hatte und zum Glück keine neuen - wegen Kommunikationsblackout - bekommen konnte. Rationiert war nur Benzin. Wir konnten also auch einmal die Batterie mit unserem damaligen "Renauld Rapid Diesel" nachladen bzw. waren mobil und hätten später das Notstandsgebiet auch verlassen können. Heute haben wir auch immer ca. 30 l "Bauerndiesel" für den Traktor in Reservekanistern gelagert und 10 l Benzin für Motorkleingeräte, damit auch z.B. eine Motorsäge einsatzbereit bleibt.
Ich habe diese 2/3 Wochen in guter Erinnerung, obwohl offensichtlich Chaos um uns herum herrschte. Es ging tatsächlich nur noch um´s Wesentliche; ist das WC zu spülen, kann ich baden (duschen ging nicht, wegen zu geringem Wasserdruck, also Luxus pur), bekomme ich sonst noch heisses Wasser, ohne gleich den ganzen Badeofen anheizen zu müssen, um mal etwas von Hand zu waschen, Kochen war uneingeschränkt (Holz-/Gasherd) mit den vorhandenen Vorräten möglich.
Passierte so etwas heute nochmal, wäre der Speiseplan durch Geflügel und Vorräte aus Gartenprodukten sicher noch flexibler. Es gab praktisch keine existenziellen Einschränkungen, weil unbewusst das Wichtige schon mehrgleisig angelegt bzw. vorhanden war (z.B. eigene Quelle).
Probleme damit hatten andere, die meinten, sie müssten uns ein Notstromagregat schenken, damit der Eisschrank weiter gekühlt werden kann und der , Holzheizkessel mit Hilfe der Pumpen noch die (Rest)Hitze wegbekommt, damit die thermische Ablaufsicherung bei plötzlichem Stromausfall nicht anspringt.
Ich habe diese Zeit als Herausforderung in Erinnerung und als Übung für die Zukunft.
- fuxi
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- Registriert: Di 3. Aug 2010, 10:24
- Wohnort: Ruhrgebiet, Klimazone 8a
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Vielen DankKerstines hat geschrieben:Die neue Notfallbroschüre des BBK:
http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downl ... cationFile
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
-
DJ1980
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Diese Broschüre ist fragwürdig und gibt nur einen ganz, ganz groben Überblick! Man sollte sich darauf alleine nicht verlassen, sondern eher nur als minimale Denkanregung sehen. Es gibt bedeutend bessere Listen und Broschüren. Hier kann man sich sehr gut und einfach übers Internet schon einiges runterladen und ausdrucken. (Bedenke, das sowohl Netz als auch PC im Ernstfall nicht oder nur eingeschränkt funktionieren.)
- fuxi
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Der Vorteil dieser Liste ist für mich, dass sie von einem "echten" deutschen Amt kommt und so auch mal Leute zum Nachdenken anregt, die derartige Vorsorgemaßnahmen ansonsten als Spinnerei und Phantasterei abtun würden.
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
- citty
- Beiträge: 1556
- Registriert: Do 25. Aug 2011, 20:26
- Familienstand: glücklich verheiratet
- Wohnort: Canada
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Hi,
wir waren mal wieder in den USA einkaufen und ich habe mich ueber die zum Teil sprunghaft gestiegenen Lebensmittelpreise geaergert, Kurz darauf habe ich dann dieses Interview mit Prof. Wilhelm Hankel gefunden:
http://homment.com/hankel-euro-u
Kathastrophenvorsorge schoen und gut aber ich frage mich manchmal ob das Horten von Lebensmitteln ueberhaupt noch sinnvoll ist...
LG Citty
wir waren mal wieder in den USA einkaufen und ich habe mich ueber die zum Teil sprunghaft gestiegenen Lebensmittelpreise geaergert, Kurz darauf habe ich dann dieses Interview mit Prof. Wilhelm Hankel gefunden:
http://homment.com/hankel-euro-u
Kathastrophenvorsorge schoen und gut aber ich frage mich manchmal ob das Horten von Lebensmitteln ueberhaupt noch sinnvoll ist...
LG Citty
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Hallo,
Aber ich persönlich (also sehr sehr subjektiv)
gehe mal davon aus, daß wir wenigstens noch ein paar Jahre für die Vorbereitungen haben.
Dagmar
ich vermute mal, daß die Lebensmittelpreise wohl kaum noch mal günstiger werden. Es gibt eben immer mehr Menschen auf der Welt die essen wollen und die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sind irgendwann auch begrenzt. Die Zeiten auch in der EU von "Butterbergen" und "Milchseen" sind wohl vorbei.citty hat geschrieben:ich habe mich ueber die zum Teil sprunghaft gestiegenen Lebensmittelpreise geaergert
Also einen gewissen Grundstock an Lebensmitteln für kurz- und mittelfristige Katastrophen ist schon ganz sinnvoll. Sollte es aber zu einem langsamen aber stetigen Verfall unserer Systeme kommen, hilft wohl langfristig eher die Selbstversorgung. Nur da muss man dann mit anderen Problemen rechnen, wie z.B. Diebstahl, Beschlagnahmung, Mißernten durch Klimawandel, etc.citty hat geschrieben:Kathastrophenvorsorge schoen und gut aber ich frage mich manchmal ob das Horten von Lebensmitteln überhaupt noch sinnvoll ist...
Aber ich persönlich (also sehr sehr subjektiv)
Dagmar
"Ich weiß, daß ich nichts weiß"
