Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
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Rohana
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1061

Beitrag von Rohana »

Mit Regen, Schnee und Wind kommen wir als Betrieb klar. Mit Strom- oder Wasserausfall nicht so sehr und ja, auch wenn der Betriebsleiter ausfällt haben wir ein grosses Problem.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
sybille
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1062

Beitrag von sybille »

wörpedahler hat geschrieben: Mi 25. Mai 2022, 09:55 Ich persönlich finde ja lustig wie immer "Notfall" definiert wird. Da ist immer gleich der Untergang der Gesellschaft oder eine Pandemie die Ursache.

Was ist denn mit dem Fall, dass du dir ein Bein brichst? Oder dein Auto kaputt ist und du mal 2 Wochen nicht zum Großeinkauf fahren kannst?

Bei einer Bekannten wird grad die Straße aufgerissen. Seit Wochen weiß sie nur ob sie grad Wasser hat, indem sie den Hahn aufdreht und es ausprobiert.

Heizungen gehen auch mal kaputt. Ja, vor allem gerne im Winter.

Meine ganze Familie lag mal gleichzeitig mit Grippe flach. Der Zwiebackvorrat und die Dose Hühnersuppe im Keller wurden plötzlich zum wertvollen Schatz.

Sind wir in unserer Gesellschaft inzwischen so an Sicherheit gewöhnt, dass wir uns Schnee, Regen und Wind nicht mal mehr vorstellen können ?
Ja! und ich denke weil alles immer übertrieben dargestellt wird hatte letztes Jahr kaum jemand an die Warnungen im Ahrtal geglaubt.

Ich finde das z.T. auch lustig wie Notfall definiert wird.
3 Tage ohne Heizung im Winter vor 3 Jahren waren nicht schön aber machbar mit dicken Pullovern und Winterjacke. Ein paar Tage ohne richtig fließendes Wasser sind auch nicht schön aber machbar mit Kanistern. Bloß wenn das auf Dauer so ist wird es für mich zum Notfall.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Till
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1063

Beitrag von Till »

Hier wurde gerade der Arbeitspreis für Gas von 5ct auf 8ct die kWh angehoben.
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Renysol
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1064

Beitrag von Renysol »

Die kommende Gasknappheit ist ja nun praktisch in trockenen Tüchern. Was knapp ist, wird teuer, und schon jetzt höre ich Verzweiflung in der Nachbarschaft: Aber wir müssen doch heizen. Allerdings nur von denen, die gerade tanken müssen, die anderen scheinen nichts davon mitzukriegen.

In der Politik bzw. den oberen Behördenebenen wird hektisch überlegt, wem Gas entzogen werden kann, wenn es soweit ist: Privaten Haushalten, Stromerzeugern oder der Industrie. Es wurde auch schon die Stufe 1 des Gasnotfallplans ausgerufen.

Die oben erwähnten drei Tage Heizungsausfall mögen ertragbar sein, aber bei Frost sind dann auch vielleicht die Rohre eingefroren, was erhebliche Probleme verursacht. Ich sag den Leute immer, sie sollen sich solche Wärmekabel zulegen, die an die Wasserleitung angeklemmt werden und unter 3 Grad angehen und die Leitungen frostfrei halten.

Wenn kein Strom da ist, hilft das aber auch nicht, irgendwie ein Dilemma. Es wurde aber nun auch beschlossen, 25 Kohlekraftwerke nicht stillzulegen, sondern nur abzuschalten und in Bereitschaft zu halten.

Siehe: http://borso.info/aktuelles.html

Aufgrund der herrschenden Meinung zur Kohle hätte ich das nicht erwartet, aber es ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Lage nicht so ganz einfach ist.
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1065

Beitrag von emil17 »

kraut_ruebe hat geschrieben: So 22. Mai 2022, 19:00 Wie siehts in der Schweiz aus, Emil?

In A sind die Familien_Basics spürbar teurer
Man merkt es vor allem an der Tanke. Sonst wird ein Teil der Teuerung auf Importwaren, die ja einen grossen Teil des Konsums ausmachen, durch den starken Schweizer Franken aufgefangen. Ist jedenfalls (noch?) weniger tragisch als im umliegenden Euro-Land.
Was auch stark aufschlagen wird, sind die Strompreise und allgemein die Kosten für Heizung; man redet von 50% und mehr. Das wird vor allem diejenigen treffen, die sich das (zu) grosse Haus mit einer Wärmepumpe heizen. Wir haben mit unserer PV-Anlage, thermische Solaranlage und traditionellen Holzheizung energetisch einen Nullverbrauch übers Jahr, was natürlich nicht Autarkie bedeutet. Da merkt man es kaum.
Dann gibt es Probleme mit der Medikamentenversorgung, wie wohl überall in Europa. Des weiteren auch eine Bauteuerung wegen Materialknappheit.
Der starke Franken hat auch Nachteile, etwa einen ausser Rand und Band geratenen Immobilienmarkt. Wer kann kauft sich ne Hütte in der Schweiz, durch die Wertsteigerung rechnet sich das sogar wenn man sie nicht nutzen kann. Wegen der Nullzinsen kaufen institutionelle Anleger alles auf, das Nachsehen haben die Leute die eigenen Wohnraum wollen und vom Einkommen her zufälligerweise weder Anwalt noch Chefarzt sind. Denn wegen der hohen Mieten haben Normalverdiener, die Mieter sind, keine Chance, Eigenkapital anzusparen. Das ist aber in den gefragten Gegenden des Eurolandes auch nicht anders.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1066

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

Hier geben manche Bauherr*innen schon Grundstücke zurück, weil es eh kaum Baustoffe gibt, und wenn, dann sind sie so teuer, dass die Finanzierung nicht mehr passen würde.
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Renysol
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1067

Beitrag von Renysol »

emil17 hat geschrieben: Fr 27. Mai 2022, 21:55 Der starke Franken hat auch Nachteile, etwa einen ausser Rand und Band geratenen Immobilienmarkt. Wer kann kauft sich ne Hütte in der Schweiz, durch die Wertsteigerung rechnet sich das sogar wenn man sie nicht nutzen kann. Wegen der Nullzinsen kaufen institutionelle Anleger alles auf, das Nachsehen haben die Leute die eigenen Wohnraum wollen und vom Einkommen her zufälligerweise weder Anwalt noch Chefarzt sind. Denn wegen der hohen Mieten haben Normalverdiener, die Mieter sind, keine Chance, Eigenkapital anzusparen. Das ist aber in den gefragten Gegenden des Eurolandes auch nicht anders.
Ich konnte es ja nicht glauben, aber hier rufen vermehrt Schweizer Immo-Makler an und fragen, ob man nicht sein Haus verkaufen möchte. Ich gebe aber meinen Bauernhof nicht her :mrgreen:

Allerdings habe ich noch ein schönes großes Grundstück am Fluss, da ist das schon verlockend, was die so bieten ...

Hier aber nochwas zum Thema Notfall, ziemlich wichtige Kleinigkeit finde ich:

"Was tust du, wenn das Licht ausgeht? Warten bis es wieder angeht? Kerze suchen?
Es gibt ein sehr kurzes Zeitfenster von weniger als 5 Minuten, in dem du eine entscheidende Sache tun musst. Danach ist es zu spät, wenn es tatsächlich der große Blackout ist. Weiterlesen:
http://borso.info/was_tun.html
"
sybille
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1068

Beitrag von sybille »

Allerdings habe ich noch ein schönes großes Grundstück am Fluss, da ist das schon verlockend, was die so bieten ...
Und die geben noch mehr wenn Du mehr haben willst. Überleg es Dir.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1069

Beitrag von emil17 »

Manche Makler sind lästig wie die Schmeissfliegen. Nun werden sie aktiv, weil es eine überhöhte Nachfrage gibt, was auch die Provisionen fliessen lässt ... wenn Objekte da sind.
sybille hat geschrieben: So 29. Mai 2022, 16:00 Und die geben noch mehr wenn Du mehr haben willst. Überleg es Dir.
Warum sollte man Grund verkaufen, wenn man das Geld nicht unbedingt braucht?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1070

Beitrag von emil17 »

Renysol hat geschrieben: So 29. Mai 2022, 14:19 Hier aber nochwas zum Thema Notfall, ziemlich wichtige Kleinigkeit finde ich:

"Was tust du, wenn das Licht ausgeht? ...
Der Test ist sachlich sicher berechtigt, macht aber etwas sehr auf Stress:
[Abschnitt: wie kann man sich vorbereiten]
"Keiner der aufgeführten Aspekte duldet Aufschub.
Es gibt nichts Dringenderes für Sie."

Ich frage mich manchmal, ob ein drohender Blackout nicht etwas mediengehypt wird, um die Akzeptanz für neue Freileitungen oder/und Atomkraftwerke zu erhöhen. Damit kann man nämlich als Investor richtig Geld machen, mit vielen kleinen dezentralen Energieanlagen hingegen nicht. Wer halbwegs energieautark ist, etwa indem er mit selbst geworbenem Holz heizt und kocht, der scheint in der Statistik noch nicht einmal auf.

Bei der aktuellen Gaskrise würde ich zum Beispiel gerne wissen, wieviel vom Verbrauch in reine Bequemlichkeit fliesst, wozu auch Treibhaustomaten und die durchgeheizte Zweitwohnung gehören. Da wird genau wie bei der prognostizierten Stromlücke einfach Verbrauch = Bedarf gesetzt, und jede Einschränkung geht sofort ans Lebendige. Etwas zu einfach.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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