Planen fuer den Notfall oder nicht?
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Das Demeter Sonnenblumenöl hat 3,95 € 1/2 Liter gekostet, jetzt würde es 5,95 € kosten.Immerhin 50 % teuerer.
Wir haben damit 24 € "gewonnen", da es 12 Flaschen sind.
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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
- emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Das mit dem Stromengpass kommt daher, dass die Schweiz eigentlich davon gelebt hat, Strom in Pumpspeichern zu veredeln. Echte Wasserkraft ist schon zu über 90% des Potentials ausgeschöpft. Das Geschäftsmodell funktioniert natürlich zu Zeiten sehr grosser Nachfrage nicht.
Dann hat man sehr viel Wärmepumpen installiert, die für eine hohe Grundlast im Winter sorgen. Schuld daran ist auch die Architektur, die Hütte muss so gross wie eben finanzierbar sein und innen ist alles bis unters Dach offen, da ist nix mit zimmerweise heizen.
Ich sehe es nicht so dramatisch, Strom sparen wird erst zum Thema wenn die Preise sich bemerkbar machen.
Wenn man alle Luxus-Zweitwohnungen nicht mehr heizt, sondern nur noch frostfrei hält, und ähnlichen Strom"bedarf" reduziert, dann wird es schon reichen. Zudem gibt es noch sehr viele Altwohnungen mit Widserstandsheizungen aus der Zeit, wo die Kraftwerke den Nachtstrom fast umsonst abgegeben haben.
Ganz wichtig: Strom war schon lange international, und das ist auch gut so.
Dann hat man sehr viel Wärmepumpen installiert, die für eine hohe Grundlast im Winter sorgen. Schuld daran ist auch die Architektur, die Hütte muss so gross wie eben finanzierbar sein und innen ist alles bis unters Dach offen, da ist nix mit zimmerweise heizen.
Ich sehe es nicht so dramatisch, Strom sparen wird erst zum Thema wenn die Preise sich bemerkbar machen.
Wenn man alle Luxus-Zweitwohnungen nicht mehr heizt, sondern nur noch frostfrei hält, und ähnlichen Strom"bedarf" reduziert, dann wird es schon reichen. Zudem gibt es noch sehr viele Altwohnungen mit Widserstandsheizungen aus der Zeit, wo die Kraftwerke den Nachtstrom fast umsonst abgegeben haben.
Ganz wichtig: Strom war schon lange international, und das ist auch gut so.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Hallo und schöne Pfingsten!
Ich habe nochmal über den oben geäußerten Vorwurf von "reißerisch" nachgedacht und einiges daraufhin überprüft. Wen es interessiert, der kann sich ja mal den Vortrag vom Professor Rechenbach anhören, ca. 20 Min.
Dr.-Ing. Peer Rechenbach (Abteilungsleiter für Katastrophenschutz in der Behörde für Inneres in Hamburg, Mitautor Grünbuch: Blackout und Resilienz: Energieversorgungssicherheit im europäischen Kontext)
https://www.youtube.com/watch?v=dZwc11u5-20
Ein echter "Reißer", wenn er halt nicht ganz oben bei den entsprechenden Fachbehörden wäre.
Ich habe nochmal über den oben geäußerten Vorwurf von "reißerisch" nachgedacht und einiges daraufhin überprüft. Wen es interessiert, der kann sich ja mal den Vortrag vom Professor Rechenbach anhören, ca. 20 Min.
Dr.-Ing. Peer Rechenbach (Abteilungsleiter für Katastrophenschutz in der Behörde für Inneres in Hamburg, Mitautor Grünbuch: Blackout und Resilienz: Energieversorgungssicherheit im europäischen Kontext)
https://www.youtube.com/watch?v=dZwc11u5-20
Ein echter "Reißer", wenn er halt nicht ganz oben bei den entsprechenden Fachbehörden wäre.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Ich war Ende der 1970er Jahre bis fast 1990 Mitglied des Kathastrophenschutz München.
Damals gab es noch große Lager z.B. unter dem Haus der Kunst (ein Hitlerbau) mit Betten und dem nötigsten für viele tausend Menschen, Lebensmittel, Wasser ect. Das THW war zuständig für Strom und Wärme, bei Bedarf.
Es gab mehrere solche Stellen, ich kannte nur das eine, weil es in unserem Zuständigkeitsbereicht lag.
Heute sind die Lagerräume leer. Ich habe noch 2 tolle Rotkreuzdecken aus Wolle, die ich mitnahm weil sie weggeworfen werden sollten.
Klar nach 1990 dachte man, das braucht man so nicht mehr.
Damals gab es noch große Lager z.B. unter dem Haus der Kunst (ein Hitlerbau) mit Betten und dem nötigsten für viele tausend Menschen, Lebensmittel, Wasser ect. Das THW war zuständig für Strom und Wärme, bei Bedarf.
Es gab mehrere solche Stellen, ich kannte nur das eine, weil es in unserem Zuständigkeitsbereicht lag.
Heute sind die Lagerräume leer. Ich habe noch 2 tolle Rotkreuzdecken aus Wolle, die ich mitnahm weil sie weggeworfen werden sollten.
Klar nach 1990 dachte man, das braucht man so nicht mehr.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Das ist ein leider seltenes Beispiel eines spannenden Videos: Er ist kompetent, er kann so reden, dass es das gewöhnliche Publikum versteht, er kommt zu Potte und er hat was zu sagen. Kein Reisser, weil er nicht aus einer Mücke mit blosser Rhetorik einen Elefanten machen will.Renysol hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 13:48
Dr.-Ing. Peer Rechenbach (Abteilungsleiter für Katastrophenschutz in der Behörde für Inneres in Hamburg, Mitautor Grünbuch: Blackout und Resilienz: Energieversorgungssicherheit im europäischen Kontext)
Ein echter "Reißer", wenn er halt nicht ganz oben bei den entsprechenden Fachbehörden wäre.
Gedanken dazu "von unten": Unsere PV-Anlage hat, weil es so Vorschift ist, eine automatische Absachaltung wenn die Netzspannung weg ist. Damit ist sichergestellt, dass man Leitungen spannungslos machen kann und nicht hintenrum eingespiesen wird. Daran sind die Feuerwehr im Brandfall und die Elektromontuere bei Arbeiten an Versorgungsleitungen interessiert.
Leider hat das zur Folge, dass ich im Falle eines Stromausfalls trotz Sonne auf dem Dach und intakter PV-Anlage keinen Strom habe. Ich werde mich also erkundigen, ob man das ändern kann, damit ich wie im Vortrag erwähnt dann wenigstens meine Kühltruhe lebendig erhalten kann. Leider wird das nicht standardmässig so installiert - da heute viele solche PV-Anlagen installiert werden, könnte diese einfache Massnahme einen wesentlichen Beitrag zur verlangten Resilienz "von unten" leisten. ich will keine Stromautarkie mit Akkuspeicher, sondern einfach Spannung im Hausnetz haben, wenn die Sonne scheint. Im Normalbetrieb wäre es so wie jetzt und es würde eingespiesen.
Gedanken "von oben": Weil Strom ein Handelsgut ist, tendieren Stromverteiler wie alle anderen Wirtschaftsunternehmen dazu, Resilienz auf das erforderliche Minimum zurückzufahren, weil diese unproduktive Kosten verursacht, wenn sie wie zum Glück fast immer nicht benötigt wird. Im Falle des Münsterländer Schneechaos, und das hat der Vortragende nicht erwähnt, waren die geknickten Masten aus minderwertigem Stahl und alt.
Hier muss der Staat von allen Marktteilnehmern eine Mindestqualität der Versorgungssicherheit verlangt werden, damit nicht diejenigen Unternehmen bestraft werden, welche diese sicherstellen und dadurch scheinbar teurer sind.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
das würden Deine Elektrogeräte vermutlich nicht lange mitmachen, wenn bei jeder Wolke der Strom geht und kommt. Ganz ohne Akku-Puffer, der wenigstens ein paar Stunden überbrückt, ist es wenig sinnvoll.ich will keine Stromautarkie mit Akkuspeicher, sondern einfach Spannung im Hausnetz haben, wenn die Sonne scheint.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
von 100% war ja nicht die Rede, nur von Wolken an einem wechselnd-wolkigen Tag. Ich "übe" das seit 8 Jahrenemil17 hat geschrieben: Di 7. Jun 2022, 11:07 Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Wenn man Lebensküstler ist kann man mit ganz wenig auskommen.
Unser Haus war schon 1990 stromautark, mit 500 Watt PV Anlage und Nickelcadmium Akkus.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Das würde ich so nicht unterschreiben. Wenn du eine gewisse Grundlast hast und das clever planst kann das schon wirtschaftlich werden, bei einem Strompreis von 38 Cent pro kWh sowieso. Also ich wünschte ich könnte son Ding installieren, würde ich sofort machen!emil17 hat geschrieben: Di 7. Jun 2022, 11:07 Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
