Sven2 hat geschrieben: Fr 3. Jun 2022, 20:17
O.o das Öl aber nicht auf einmal verbrauchen, das finanziert mal
den nächsten Hauskauf
Noch machst du Scherze
Dann stelle ich auch mal eine scherzhafte Frage. Das Sonnenblumenöl kostet derzeit fast 5 Euro, sagt mir meine Frau, aber außer dem Preisschild ist sowieso nichts im Regal.
Da in
den letzten Jahren Dinge wahr geworden sind, die man sich nicht hat erträumen lassen, kann man die Bauern auch nicht völlig zu Spinnern erklären, die sagen, es könne auch mal 10 Euro kosten. Wie teuer muss das Öl werden, bis es sich lohnt, es selbst aus Sonnenblumenkernen zu pressen, die man selbst angebaut hat?
emil17 hat geschrieben: Sa 4. Jun 2022, 11:14
Dumm sein sollte man natürlich auch nicht; wenn es sich etwa abzeichnet, dass der nächste Winter extrem schwierig
für die Heizmaterialbeschaffung werden sollte, dann würde ich vorher meine Holzstapel im Wald einholen.
Keine schlechte Idee. Hier gibt es kein Brennholz mehr zu kaufen. Die Händler sagen, man solle Ende März 2023 nochmal anrufen. Ich hatte mal das Tor der Scheune offen, in der Berge von Brennholz liegen. Tatsächlich hielt ein Auto an und ich wurde gefragt, wo es das Holz zu kaufen gibt. Seitdem schließe ich abends die Scheune immer ab.
Da du in der Schweiz bist, hier eine Meldung dazu:
Wenn jeder jedem anderen was abgeben soll - Schweiz sieht Stromengpässe im Winter
http://borso.info/aktuelles.html
penelope hat geschrieben: Sa 4. Jun 2022, 16:49
Vielleicht bin ich dadurch geprägt, dass ich immer noch sehr oft Erzählungen aus erster Hand von der Schneekatastrophe 1978 in Norddeutschland höre. Der Strom war in sehr vielen Dörfern über Tage weg und ganz schön viele Höfe waren durch meterhohe Schneemassen komplett von der Welt abgeschnitten.
Gut, das traf
den ländlichen Raum - als 1977 in New York der Strom ausfiel, zogen schon plündernde Horden durch die Stadt. Allerdings wurde da eher der nächste Juwelierladen hochgenommen und nicht beim Nachbarn geguckt, wie viele Konservenbüchsen da noch im Küchenschrank stehen. In solchen Situationen scheinen die eh schon bestehenden gesellschaftlichen Spannungen hoch zu kommen. Auch daher denke ich, dass die beste Vorsorge ist, sich auch in guten Zeiten gegenüber
den Mitmenschen hilfsbereit zu sein, und nicht protzig zu leben.
Ich habe das miterlebt und kann die üblichen Erzählungen bestätigen. Das Problem ist die Stadt. Ein solcher Stromausfall über mehrere Tage in einer Stadt mit dann zugefrorenen Wasserleitungen mag ich mir überhaupt nicht vorstellen.
Dein Rat im letzten Satz ist sehr wichtig
für eine funktionierende Gemeinschaft. Ich praktiziere das hier auf dem Dorf, indem ich die Mitmenschen mit Setzlingen versorge im Mai und sie ermuntere, sich doch mal was anzupflanzen. Täglich habe ich mehrere "Kunden" und man lernt sich kennen. Sie kommen auch schon gezielt aus Nachbarorten hergefahren. Es ist eine Super-Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Ob sowas auch in der Stadt ginge, weiß ich nicht.