Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
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Tscharlie
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1111

Beitrag von Tscharlie »

Mit Wasser und einer Hand voll Reis/Mais/Weizen kann der Mensch erstmal 3-6 Monate überleben.

Hier im bayrischen Raum, kann man einfach Bach- oder Flußwasser nehmen, wers nicht gewohnt ist, wird eventuell Durchfall bekommen (Kolibakterien), aber trinkt man einfach ein bißchen mehr, dann ist das ausgeglichen.

Wir haben einfach deshalb weil wir Lebensmittel im Biogroßhandel kaufen, meist eine Menge zuhause um die nähere Umgebung erstmal zu versorgen.

Unter anderem eine richtige Geldanlage: 12 x 1 Liter Demeter Sonnenblumenöl, zum Vorukrainepreis :haha:
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Sven2
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1112

Beitrag von Sven2 »

Stimmt. Außer er ist zum Beispiel auf eine Heinbeatmung angewießen, die nach ein paar Stunden ohne Strom streikt. Oder benötigt Medikamente. Oder es gibt bei zu viele Menschen auf engem Raum kleinen Problene mit der Fäkalienentsorgung.


O.o das Öl aber nicht auf einmal verbrauchen, das finanziert mal den nächsten Hauskauf :haha:
Dyrsian
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1113

Beitrag von Dyrsian »

Vorab: Ich bin nicht gewaltätig und besitze überhaupt keine Waffen!
Aber: Im Fall eines längeren Stromausfalls würde ich davon ausgehen, dass die Leute zuerst hilfsbereit sind und sich gegenseitig unterstützen usw. Das hat man bei diversen Krisen auch so gesehen. Was man aber mittlerweile auch recht gut weiß ist, dass es wenn es ums nackte Überleben gehen wird (und das wird in den Städten schon nach wenigen Tagen der Fall sein) jeder nur noch seinen eigenen Arsch retten will. Mindestens in den Städten wird es also zu Kämpfen und Plünderungen kommen. Insofern habe ich überlegt, ob nicht eine Schusswaffe tatsächlich die wichtigste Krisenvorsorge für Stadtbewohner ist. Was bringen mir Vorräte für 14 Tage, wenn mein Nachbar kommt und sie mir wegnimmt?
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Tscharlie
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1114

Beitrag von Tscharlie »

Wir sollen hier ja keine Apokalypse besprechen.

Aber dazu muss ich schon was schreiben, das allein so stehen zu lassen darf dann auch nicht sein.

Gerne also einfach beides löschen.

Was hilft dir eine Pistole, wenn der Andere mit einer Schnellfeuerwaffe kommt.

Was hilft dir ein Schnellfeuergewehr, wenn der andere ein weitreichendes Präzisionsgewehr hat.

Und so weiter.....

Ich denke die meisten Menschen sind so, dass sie in schwierigen Lebenslagen zueinander stehen.

Auffallen werden aber, wie immer, ein paar Idioten.

Der Blick auf die Allgemeinheit hilft oft weiter, um sich von wenigen Spinnern nicht "vereinnamen" zu lassen.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1115

Beitrag von emil17 »

Das hätte ich geschrieben, wenn du es nicht getan hättest :daumen:


Was man auch nicht vergessen sollte, der Nachbar ist nicht nur der der will und ich bin der welcher hat, es könnte in gewissen Angelegenheiten auch ganz schnell andersrum sein. Man glaubt, man habe alles und könne alles und sei scheinbar auf keinen angewiesen - eine kleine Lungenentzündung oder den Fuss verstaucht, und alles sieht schon wieder anders aus.
Was jeder, der eine Flinte kauft zu solchen Zwecken, auch noch bedenken sollte: wie lebt man weiter nebeneinander, wenn der Stress vorbei ist?

Dumm sein sollte man natürlich auch nicht; wenn es sich etwa abzeichnet, dass der nächste Winter extrem schwierig für die Heizmaterialbeschaffung werden sollte, dann würde ich vorher meine Holzstapel im Wald einholen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1116

Beitrag von Tscharlie »

Wie man Versöhnung auch nach schlimmsten Ereignissen hingekommt?

Einfach mal Ruanda fragen.
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penelope
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1117

Beitrag von penelope »

Vielleicht bin ich dadurch geprägt, dass ich immer noch sehr oft Erzählungen aus erster Hand von der Schneekatastrophe 1978 in Norddeutschland höre. Der Strom war in sehr vielen Dörfern über Tage weg und ganz schön viele Höfe waren durch meterhohe Schneemassen komplett von der Welt abgeschnitten. Jetzt, gut über 40 Jahre später, erzählen sich die Leute immer noch davon, wer damals wem geholfen hat und wie man das zusammen hinbekommen hat. Vermutlich wurden die Geschichten über die Jahre sehr sehe ausgeschmückt und vieles verdrängt, aber im Tenor ist da immer von der Nachbarschaftshilfe die Rede.

Gut, das traf den ländlichen Raum - als 1977 in New York der Strom ausfiel, zogen schon plündernde Horden durch die Stadt. Allerdings wurde da eher der nächste Juwelierladen hochgenommen und nicht beim Nachbarn geguckt, wie viele Konservenbüchsen da noch im Küchenschrank stehen. In solchen Situationen scheinen die eh schon bestehenden gesellschaftlichen Spannungen hoch zu kommen. Auch daher denke ich, dass die beste Vorsorge ist, sich auch in guten Zeiten gegenüber den Mitmenschen hilfsbereit zu sein, und nicht protzig zu leben.
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Renysol
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1118

Beitrag von Renysol »

Sven2 hat geschrieben: Fr 3. Jun 2022, 20:17
O.o das Öl aber nicht auf einmal verbrauchen, das finanziert mal den nächsten Hauskauf :haha:
Noch machst du Scherze :mrgreen:
Dann stelle ich auch mal eine scherzhafte Frage. Das Sonnenblumenöl kostet derzeit fast 5 Euro, sagt mir meine Frau, aber außer dem Preisschild ist sowieso nichts im Regal.

Da in den letzten Jahren Dinge wahr geworden sind, die man sich nicht hat erträumen lassen, kann man die Bauern auch nicht völlig zu Spinnern erklären, die sagen, es könne auch mal 10 Euro kosten. Wie teuer muss das Öl werden, bis es sich lohnt, es selbst aus Sonnenblumenkernen zu pressen, die man selbst angebaut hat?
emil17 hat geschrieben: Sa 4. Jun 2022, 11:14 Dumm sein sollte man natürlich auch nicht; wenn es sich etwa abzeichnet, dass der nächste Winter extrem schwierig für die Heizmaterialbeschaffung werden sollte, dann würde ich vorher meine Holzstapel im Wald einholen.
Keine schlechte Idee. Hier gibt es kein Brennholz mehr zu kaufen. Die Händler sagen, man solle Ende März 2023 nochmal anrufen. Ich hatte mal das Tor der Scheune offen, in der Berge von Brennholz liegen. Tatsächlich hielt ein Auto an und ich wurde gefragt, wo es das Holz zu kaufen gibt. Seitdem schließe ich abends die Scheune immer ab.

Da du in der Schweiz bist, hier eine Meldung dazu:

Wenn jeder jedem anderen was abgeben soll - Schweiz sieht Stromengpässe im Winter

http://borso.info/aktuelles.html

penelope hat geschrieben: Sa 4. Jun 2022, 16:49 Vielleicht bin ich dadurch geprägt, dass ich immer noch sehr oft Erzählungen aus erster Hand von der Schneekatastrophe 1978 in Norddeutschland höre. Der Strom war in sehr vielen Dörfern über Tage weg und ganz schön viele Höfe waren durch meterhohe Schneemassen komplett von der Welt abgeschnitten.

Gut, das traf den ländlichen Raum - als 1977 in New York der Strom ausfiel, zogen schon plündernde Horden durch die Stadt. Allerdings wurde da eher der nächste Juwelierladen hochgenommen und nicht beim Nachbarn geguckt, wie viele Konservenbüchsen da noch im Küchenschrank stehen. In solchen Situationen scheinen die eh schon bestehenden gesellschaftlichen Spannungen hoch zu kommen. Auch daher denke ich, dass die beste Vorsorge ist, sich auch in guten Zeiten gegenüber den Mitmenschen hilfsbereit zu sein, und nicht protzig zu leben.
Ich habe das miterlebt und kann die üblichen Erzählungen bestätigen. Das Problem ist die Stadt. Ein solcher Stromausfall über mehrere Tage in einer Stadt mit dann zugefrorenen Wasserleitungen mag ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Dein Rat im letzten Satz ist sehr wichtig für eine funktionierende Gemeinschaft. Ich praktiziere das hier auf dem Dorf, indem ich die Mitmenschen mit Setzlingen versorge im Mai und sie ermuntere, sich doch mal was anzupflanzen. Täglich habe ich mehrere "Kunden" und man lernt sich kennen. Sie kommen auch schon gezielt aus Nachbarorten hergefahren. Es ist eine Super-Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Ob sowas auch in der Stadt ginge, weiß ich nicht.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1119

Beitrag von Rohana »

Renysol hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 07:49 Da in den letzten Jahren Dinge wahr geworden sind, die man sich nicht hat erträumen lassen, kann man die Bauern auch nicht völlig zu Spinnern erklären, die sagen, es könne auch mal 10 Euro kosten. Wie teuer muss das Öl werden, bis es sich lohnt, es selbst aus Sonnenblumenkernen zu pressen, die man selbst angebaut hat?
Dauert schon noch ein bisschen. Wenn du deine Arbeitszeit nicht rechnest ist das vielleicht was anderes. Was auch nicht zu verachten ist: Qualitätsüberwachung.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1120

Beitrag von Till »

Die aktuell teuren Öle sind nicht einfach irgendwelches Sonnenblumenöl, wie man es zu Hause aus selbst angebauten Kernen noch recht einfach herstellen könnte, sondern (entschleimte und raffinierte, etc) besonders hocherhitzbare Öle zum braten und frittieren mit recht geringem gesundheitlichen Wert.
Siehe auch
https://de.m.wikipedia.org/wiki/High-Oleic-Sonnenblumen
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