wieso sollten Bankkarten nicht gehen weil "der Russe sie stillgelegt hat"!? ????
Zahl halt bar und alles funzt....
ist eh besser in Sachen innerdeutsche Politik eventuell,
Russland hat damit null, aber null und wirklich null zu tun.....
aber halt etwas Bargeld rauszukramen macht halt eine gewisse Mühe und das scheinen viele hierzulande nicht mehr zu schaffen
gut für die anderen, die dadurch mehr Macht gewinnen, wenn das allen hierzulande ach zu unbequem ist
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
Eule hat geschrieben: Do 2. Jun 2022, 15:38
wie mir beim Lesen hier auffällt, gibt es da auch ein Terminologie-Problem: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, muss immer auf einen konkreten Zeitraum bezogen werden, um aussagekräftig zu sein.
Ja, du hast recht, aber das ist wohl in den Verlinkungen angegeben, zum Beispiel hier:
"Das Österreichische Bundesheer schätzt in seiner Sicherheitspolitischen Jahresvorschau 2020 das Szenario Blackout mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit binnen der nächsten 5 Jahre ein. "
Im Unterschied zu 1939 hat die "Weltgemeinschaft"schon reagiert. Der Aggressor weiß, dass es das Ende seines Landes bedeutet, wenn er Hitler spielt. Denn Rußland, wie hat Gauland das genannt?, da passt es wohl, ist ein "Fliegenschiß", wenn man die Kampfkraft der Nato anschaut. Nein nicht Deutschland ist da fit, aber der Rest ist ziemlich gut aufgestellt.
Wenn man sich wirklich Sorgen macht, dann nicht um einen Stromausfall ein paar Tage lang. Wenn man sich Sorgen machen will, dann über die Auswirkung auf die Entwicklungsländer, denn die haben nicht genug Geld sich die wichtigen Dinge zu kaufen, wir werden die ihnen alle wegkaufen.
Wir sind mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und das gilt auch für HarztIV Empfänger. Immer im Verhältnis zum unteren Rest der Welt.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Tscharlie hat geschrieben: Do 2. Jun 2022, 19:08
Das glaube ich nicht.
Im Unterschied zu 1939 hat die "Weltgemeinschaft"schon reagiert. Der Aggressor weiß, dass es das Ende seines Landes bedeutet, wenn er Hitler spielt.
"der Aggressor" weiß, dass alle Beteiligten wissen, dass es das Ende von deutlich mehr als einem Land bedeutet, wenn er wirklich Hitler spielt, denn hätte Hitler damals die Möglichkeiten des heutigen Russland gehabt, würde Keiner von uns hier diskutieren -Stichwort: "erweiterter Suizid"
Auf DIESE Art von Notfall braucht man sich aber definitiv NICHT vorbereiten
Es gibt auf der Welt schwerwiegende Probleme und Krisen. Über die Auswirkungen auf den SV-Haushalt können wir hier gerne diskutieren, so weit sie die praktischen Herausforderungen an unseren (zukünftigen) Alltag betreffen.
Generelle Meinungen zu großflächigen Krisen bitte nicht hier im Forum diskutieren, wir haben hier - und da haben wir uns bewusst dazu entschieden - keine Kapazitäten über das Kernthema Selbstversorgung und Permakultur hinaus. Es gibt im Netz reichlich Plattformen, welche die entsprechenden Ressourcen dazu stellen können, hier im Bereich 'Schwarzes Brett' oder via PN könnt ihr gerne Teilnehmer zu anderswo geführten Diskussionen einladen.
Mit "geringer Eintrittswahrscheinlichkeit bei hohem Schadenpotential" meine ich natürlich das, was man persönlich wahrnimmt.
Das führt dann dazu, dass Leute ohne Wetterkleidung Hochgebirgstouren machen, weil der Wetterbericht ja gut war und unnützes Gepäck lästig ist.
Das ist das Problem jeder präventiv arbeitenden Organisation: wenn sie gut arbeiten, wird das Problem nicht mehr als solches wahrgenommen, weil es ja weg ist.
In der Wirtschaft wird man, je zuverlässiger die Infrastrukturen sind, immer effizienter produzieren können - und dabei immer abhängiger von Dienstleistungen Anderer. Wer kein Lager mehr hat, spart Lagerkosten und totes Kapital, ist aber verloren, wenn der Lieferdienst just in time nicht mehr funktioniert. Die Chinesen können zwar billiger, aber was hat man davon, wenn sie nicht mehr liefern können oder wollen.
Funktionierende Infrastrukturen sind wie sauberes Trinkwasser und funktionierende Müllabfuhr Teile des Alltags und werden erst als Wert wahrgenommen, wenn es mal anders ist. Man kann sich teilweise durch Vorbereitung davon unabhängiger machen, aber es lohnt sich, durch eine funktionierende Gesellschaft Sorge dazu zu tragen. Deshalb ist der Nachbar nicht potentiell zuerst einmal ein Nahrungskonkurrent im Krisenfall, sondern einer, mit dem ich im gleichen Boot bin.
Ebenso sollte man nicht alles immer noch billiger machen wollen, das geht immer auf Kosten der Krisenfestigkeit und wird im Falle eines Falles sehr teuer. Redundanz, Robustheit, Reserven und Überkapazitäten sind ja Geldverschwendung und gehen auf Kosten der Konkurrenzfähigkeit. Gutes Beispiel ist die Einführung erneuerbaren Energien: Man hätte es schon seit den 1970ern wissen können, aber es war halt unwirtschaftlich.
Bei dem Beispiel im Ahrtal kommt noch etwas weiteres dazu: Es gibt heute so viele Medienkanäle und Propheten, dass eingentlich gar nichts passieren kann, ohne dass es einer vorhergesagt hat. Nur leider bewirkt die Inflation an Warnungen vor Katastrophen aller Art, dass man abstumpft. Da gehen dann die berechtigten Warnungen unter.
Ich sehe darin ein Problem bei den Unwetterwarnungen: in 95% der Warnungen von Meteoschweiz, die meine Wohnregion betreffen, passiert nicht viel (was eigentlich eine gute Nachricht ist).
Die Argumentation nach "woanders ist es schlimmer, was habt ihr euch denn so" ist ein guter Trost, wenns einen selber erwischt, als Handlungsmaxime taugt es nicht. Wenn ich Zahnschmerzen habe, hilft es vielleicht, sich in Erinnerung zu rufen, dass eine Gallenkolik schlimmer ist, dennoch würde ich beizeiten zum Zahnarzt gehen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.