muterkorn

mot437
Beiträge: 5423
Registriert: Mo 11. Feb 2013, 00:02
Familienstand: ledig
Wohnort: annaburg

Re: muterkorn

#41

Beitrag von mot437 » Do 26. Apr 2018, 22:03

das getreide war halt das einzige das ich hier bekomen häte und so wars n fersuch
und getreide müste ich kaufen stimt
mus nun halt fersuchen ne andere lpg oder so zu finden die getreide offen hat
selbst wen ichs selbst aussähen täte käm ich mit dreschen nicht hinterher
das das nicht zu sieben get wuste ich nicht
aber da hab ich jetzt n tag dafüer gearbeitet füer die erfarung
aber wie sagt man so schön erfarung kan einem nimand mer nemen

wen ich mal soweit bin mein getreide selber zu sähen
möcht ich ne lösung parat haben
Sei gut cowboy

Oelkanne
Beiträge: 2201
Registriert: Do 13. Aug 2015, 11:52

Re: muterkorn

#42

Beitrag von Oelkanne » Do 26. Apr 2018, 22:28

wen ich mal soweit bin mein getreide selber zu sähen
möcht ich ne lösung parat haben
ganz einfach:
kein Roggen anbauen.

Dort wo du wohnst ist der Boden zwar nicht all zu dolle, Winterweizen und -gerste so wie Hafer wachsen da aber sicher.
Und mehr braucht man an Futtergetreide nicht.

Gehe doch einfach zum Landhandel/dem nächsten Landw. Betrieb lege 180€ auf den Tisch und sage du hättest es gerne eine Tonne E, A oder B Weizen.
Wenn sie dir nur C Weizen verkaufen wollen/können nimmst den Blauen Schein wieder vom Stapel runter

Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4179
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 21:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: muterkorn

#43

Beitrag von Rohana » Do 26. Apr 2018, 22:31

mot437 hat geschrieben:das getreide war halt das einzige das ich hier bekomen häte und so wars n fersuch
u[...]
aber da hab ich jetzt n tag dafüer gearbeitet füer die erfarung
aber wie sagt man so schön erfarung kan einem nimand mer nemen
Du, einmal googeln hätte auch gereicht für die Erkenntnis (okay, nicht am-eigenen-Leib-Erfahrung) und dir nebenbei Zeit und Geld gespart. Jetzt hast du möglicherweise noch Entsorgungskosten. Ganz blöd gefragt: Denkst du über sowas nicht nach bevor du das Getreide kaufst? Ich versteh's einfach nicht...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

Benutzer 72 gelöscht

Re: muterkorn

#44

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Fr 27. Apr 2018, 08:27

:hmm: :hmm:

ich verstehe die Kritikpunkte schon ein bisschen - aber irgendwie kommt mir schon länger vor, das hier ist kein Selbstversorgerforum mehr, sondern ein Forum "ich rate dir, es nicht selber zu machen - die Profis können das besser"

wäre diese Aussage nur eine kurze Bemerkung von vielen, wäre es ja ok.

Aber sollte der Schwerpunkt nicht sein, echte Tipps zu geben, wie man es eben selber machen kann? :aeh:

Wie sieht denn diese Maschine aus dem 17. Jahrhundert aus?

Ich mag Roggen zum Brotbacken - so richtig mag ich eigentlich nur Roggenbrot, Weizen ist mir zu trocken.
Und ich hab davon geträumt, Waldstaudenroggen anzubaun, um damit das gekaufte Mehl zu verfeinern....
Jeder hat so seine Vorstellungen...

Meine Mutter kauft den Roggen auch im Sack vom Bauern - ist dann aber doch sicher gereinigt, oder? sonst wäre das .... :pfeif:

Wenn man verunreinigten Roggen als Saatgut verwendet, sät man dann nicht Mutterkorn mit aus?

viktualia

Re: muterkorn

#45

Beitrag von viktualia » Fr 27. Apr 2018, 08:30

von mot437 am Mo 23. Apr 2018, 17:34
hab gerade gegogelt
ich finde nix wie man ein muterkornsieb bauen solte füers getreide
Rohana, hätte er googeln sollen, wie gut ihm hier geholfen werden wird, oder was?

Was mich grade bewegt: wenn einerseits der Händler so was verkaufen darf (als c-Roggen?), warum müsste Tom dann die "Entsorgungkosten" zahlen müssen?
(So als Hausfrau würd ich denken, dass abkochen der "Pilzbrut" vor dem Kompostieren reicht, evtl. mit bissl Essig....)

Und zum "SV-Gedanken": wo ist denn der Unterschied zwischen "gewerblichem Anbau" und "Anbau für den Eigenbedarf" hin?
Die für Hühner benötigte Menge auszusieben fällt vielleicht in die "Arbeitskategorie" <ausnageln>, ist aber machbar.
Es geht ja nicht drum, dass er Abertonnen hat und die weiterverkaufen wolle.

Tom, das Zeug ist doch entspelzt, oder? Hast du mal gewogen, wieviel bei nem Kilo Roggen an MK rumkommt? Also über welche Mengen reden wir hier eigentlich?

Und ihr Landwirte, ernsthafte Frage nun: wenn ihr Toms "Kaufentscheidung" so unmöglich findet, heist das, der Bauer durfte es und Tom ist nun der Dumme? In diesem unserem Lande? Kann ich nicht glauben - was ist mit Rücknahmepflicht, Haftungsgedöns, Reinheitsgeboten?
Hat Tom eine der letzten Lücken in unserem System entdeckt?

gewebill
Beiträge: 61
Registriert: Sa 10. Mär 2018, 23:37
Wohnort: waldshut

Re: muterkorn

#46

Beitrag von gewebill » Fr 27. Apr 2018, 09:06

@viktualia
"""(So als Hausfrau würd ich denken, dass abkochen der "Pilzbrut" vor dem Kompostieren reicht, evtl. mit bissl Essig"""
nein!!
das reicht eben nicht. die alkaloide des mutterkorns zerfallen noch nicht mal beim brotbacken. und das geschieht ja bekanntlich bei deutlich höheren temperaturen als 100 grad.
wie bereits geschrieben: ab 5 gramm riskiert ein erwachsener den notarzt.
für kleine kinder reicht schon erheblich weniger.

gewebill
Beiträge: 61
Registriert: Sa 10. Mär 2018, 23:37
Wohnort: waldshut

Re: muterkorn

#47

Beitrag von gewebill » Fr 27. Apr 2018, 09:09

auch kompostieren ist nicht ratsam, denn die pilzsporen setzen sich nicht nur auf roggen fest sondern auch auf vielen grasarten.
die einzige sichere methode ist verbrennen.

Griseldis

Re: muterkorn

#48

Beitrag von Griseldis » Fr 27. Apr 2018, 09:16

gewebill hat geschrieben: das reicht eben nicht. die alkaloide des mutterkorns zerfallen noch nicht mal beim brotbacken. und das geschieht ja bekanntlich bei deutlich höheren temperaturen als 100 grad.
Aber nur äußerlich, die Kerntemperatur beim Brotbacken liegt bei 95-99°C, also unter 100°C.

Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4179
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 21:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: muterkorn

#49

Beitrag von Rohana » Fr 27. Apr 2018, 09:25

viktualia hat geschrieben:
von mot437 am Mo 23. Apr 2018, 17:34
hab gerade gegogelt
ich finde nix wie man ein muterkornsieb bauen solte füers getreide
Rohana, hätte er googeln sollen, wie gut ihm hier geholfen werden wird, oder was?
Nein, er hätte googeln können, wie Getreideverunreinigung entfernt wird. Da werden Prinzipien und Bauweisen erläutert, nicht nur auf Wiki, sondern auch auf anderen Seiten. Warum sollen andere das tun, was Tom auch selber tun könnte? Ich zumindest finde da auf den ersten Blick einiges. Gut, wenn es jetzt präzise Fragen zu Bauweise bestimmter Geräte (in SV-Grösse) gäbe, dann ist das was für ein Forum, sicher. Aber so ganz grundlegende Fragen? :hmm:
Und ihr Landwirte, ernsthafte Frage nun: wenn ihr Toms "Kaufentscheidung" so unmöglich findet, heist das, der Bauer durfte es und Tom ist nun der Dumme?
Genau. Ist ja nicht so dass Tom nicht gewusst hätte dass Mutterkorn dran ist...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

viktualia

Re: muterkorn

#50

Beitrag von viktualia » Fr 27. Apr 2018, 09:52

Gewebill hat geschrieben: die einzige sichere methode ist verbrennen.
Das ist doch schon mal ne Aussage. (Hey, ich hab doch extra "als Hausfrau..." geschrieben!)
5 Gramm müssten schätzungsweise zwei Esslöffel sein, oder?
Ausserdem ging es ja nicht darum, Kompostbewohner vor Vergiftung zu schützen, sondern um die Keimfähigkeit der Sporen.

Rohana, hast du da grade gesagt, Getreide dürfe ungereinigt verkauft werden? Wenn es als "ungereinigt" deklariert ist?
Mit Mutterkorn drin - erlaubt, weil man es ja sehen könne? Mmm, find ich ja jetzt sehr interessant.....

Hier was allgemeines über die Wirkstoffe:
https://www.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/M ... loide.html
Tom, such dir nen Apotheker, der dir das Zeug abkauft,....

Antworten

Zurück zu „Getreide, Pseudogetreide und Ölsaaten“