Winterfutter für Kaninchen

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Oli
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Re: Winterfutter für Kaninchen

#51

Beitrag von Oli » So 10. Jan 2016, 20:37

Meine Kaninchen fressen Quecke gerne, feuchtes Gras auch. Ich gebe allerdings nur lange Halme, kein Schnittgut. Ob das bei Kaninchen auch wichtig ist, weiss ich nicht, aber da wir eh höchst selten kurz mähen ...

Oregano lieben sie, andere Kräuter mit ÄÖ auch - das ist wohl sehr unterschiedlich.

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Thomas/V.
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Re: Winterfutter für Kaninchen

#52

Beitrag von Thomas/V. » So 10. Jan 2016, 20:44

Gras hat im Winter keinen Nährwert, verleitet sie aber dazu, die anderen (Knollen ect.) liegen zu lassen. Gib Gras erst im Frühling, wenn es wächst und stelle dabei gleich langsam die Fütterung von Winter auf Sommer um. Also am Anfang nur ein paar Halme, dann mehr über 14 Tage und die anderen dann gleichzeitig zurückfahren. Dabei aber immer Heu als erstes Füttern, erst nachdem sie heu gefressen Haben, Gras geben.

Ich empfehle Dir, kauf Dir ein Buch über artgerechte Kaninchenhaltung, da habe ich auch noch viel gelernt. Z.B. das hier kann ich empfehlen:
http://www.amazon.de/Artgerechte-Haltun ... +morgenegg
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#53

Beitrag von geeseanny » Mo 11. Jan 2016, 19:31

Vielen Dank für die Tipps.

Ich werde sie beherzigen, sobald die beiden Jungtiere hier sind.
Liebe Grüße
geeseanny

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#54

Beitrag von citty » Di 12. Jan 2016, 05:27

Hallo Thomas/V,

also Gras hat im Winter einen niedrigeren Naehrwert, es ist nicht ganz ohne. Hier weiden Pferde und Kuehe im Winter sogar braunes Gras, manche werden nicht mal zugefuettert, was ich nicht gutheissen kann aber die meisten ueberleben. Zufuettern sollte man auf jeden Fall.

LG Citty

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#55

Beitrag von kraut_ruebe » Do 28. Jan 2016, 18:31

um wieder aufs winterfutter zurückzukommen:

hier waren brennesselwurzeln der winterhit. leider ist die zeit rum, sie treiben schon aus.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#56

Beitrag von hobbygaertnerin » Mi 3. Feb 2016, 19:54

Was wäre die optimale kaninchengeeignete Winterfütterung?
So gross begeistert sind unsere Nickels nicht von dem vorgelegten Heu, klar, handgemachtes Heu ist besser, aber davon habe ich keine grossen Mengen.
Sie mögen auch ihre Karotten oder andere Wurzelfrüchte, aber was ist sonst noch sinnvolles Futter?

sybille
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Re: Winterfutter für Kaninchen

#57

Beitrag von sybille » Mi 3. Feb 2016, 20:00

hobbygaertnerin, Du kannst für die Kaninchen Markstammkohl, Grünkohl und Riesenkohlrabi anbauen. Letztere halten sich in einem geeigneten Raum im Winter sehr gut.
Heu ist trotzdem sehr wichtig für die Kaninchen. Kauf es in kleinen Ballen beim Bauern und nicht im Kleintierladen. Wenn Du keine kleinen Ballen bekommst, kannst Du jemanden nach etwas Heu fragen der Rundballen hat.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#58

Beitrag von hobbygaertnerin » Mi 3. Feb 2016, 20:21

@sybille,
die Idee mit dem Kohlanbau- Rüben, das ist umsetzbar.
Heu kaufe ich nicht, wir haben selbst Heuballen in rindertauglicher Form aber unsere Kaninchen würden das handgemachte Heu schon viel lieber bevorzugen. Mich ärgert es, wenn sie das Heu aus der Futterraufe zum Einstreuen abwerten.
Bei uns gibts keine wildlebenden Kaninchen, sondern nur Feldhasen, sie kommen über den Winter und nagen in Notzeiten schon mal feste unsere Obstbäume an.
Den Stallkaninchen lege ich zum Heu auch Baumschnitt und Äste vor, aber als Futtergrundlage ist das noch zu wenig.
Wollte eigentlich kein Futter für sie zukaufen, aber sie schauen mich dann so vorwurfsvoll an, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme.
Wenn es Minusgrade hat und das Wasser einfriert- bekommen sie eingeweichte Rübenschnitzel, aber ich stelle jetzt nicht fest, dass sie das auf ihrer Speisekarte haben wollen. Das einzige, was sie wirklich wollen ist das gekaufte Futter, dass sie vom früheren Züchter her kennen und Karotten- und ich bin mir eben nicht sicher, soll ich ihren vorwurfsvollen Blicken nachgeben oder ihnen konsequent anderes Futter geben.

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#59

Beitrag von sybille » Mi 3. Feb 2016, 20:38

Diese vorwurfsvollen Blicke kenne ich :lol: Das gekaufte Futter war sicher Trockenfutter. Das kannst Du nur nach und nach weniger werden lassen. Auf Anhieb absetzen würde ich es nicht.
Mit eingeweichten Rübenschnitzeln habe ich auch keine tollen Erfahrungen gemacht. Entweder sie fressen es und werden fett oder sie mögen es gar nicht.Wintergemüse haben meine Kaninchen sehr gerne gefressen und hin und wieder Äste vom Baumschnitt dazu war ideal.
Das Heu selektiert wird, das ist normal. Das machen meine Schafe auch. Je feiner das Heu ist desto weniger wird vermatscht. Der 2 Schnitt ist auf jeden Fall für die Kaninchen geeigneter.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

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Re: Winterfutter für Kaninchen

#60

Beitrag von MeinNameistHASE » Mi 3. Feb 2016, 20:44

Vielleicht solltest du mal probieren die Rübenschnitzel trocken und in kleinerer Menge zu verfüttern. Die können die Nickels zwar nicht soo effizient verwerten wie Rinder, aber es macht satt...

Ich weiß nicht, wie euer Heu von der Qualität her beschaffen ist, aber wenn sie es aus den Raufen reißen suchen sie sich meistens das beste aus. Ich habe meinen dann das Heu sooft vorgelegt und das andere Futter reduziert, bis es gefressen wurde :aeh: . In der Not frisst der Teufel auch Fliegen. Ich habe bei den Ballen immer den Eindruck, dass das Heu eigentlich zu kurz ist. Vielleicht bedeutet kurz=schlecht für Kaninchen :hmm: .

LG Jonas

PS: Vielleicht kannst du beim nächsten Heuen eine halbe Wehde nicht pressen lassen, oder einen Teil insgesamt weniger wenden lassen und dann mit dem Ladewagen/ Anhänger einfahren. Vielleicht nehmen die Kaninchen das dann besser auf, weil noch mehr intakte Blattmasse dabei ist.

PPS: Je feiner das Heu, desto geringer ist die Strukturwirksamkeit. Gerade diese wird beim Kaninchen mit seinem Vorschubmagen benötigt. Wenn der erste Schnitt nicht zu früh gemäht wird passt das. Allerdings wird sich das dann negativ auf die Eignung zur Rinderfütterung auswirken... ;)
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

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