Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

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karl-erwins-frau
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Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#1

Beitrag von karl-erwins-frau » Do 4. Jul 2013, 08:55

Kurzer Bericht aus dem deutschen Amtsdschungel, den ich kurz berichten möchte.

>> Samstagnacht: Schlupf der 12 Hühnerküken
>> Montag: Beim Tierarzt fragte ich dann nach Newcastle Desease (ND) Impfstoff. Die Impfung ist ja Pflicht. Antwort: Tierärzte geben diesen nicht mehr raus, ich soll mich ans Vet-Amt wenden
>> Mittwoch: Anmeldung des Bestandes beim Vet-Amt "Haben sie denn noch keine Betriebsnummer? Dann müssen sie zum Landwirtschaftsamt". Ich zum Landwirtschaftsamt, Betriebsnummer bekommen. Wieder zurück zum Vet-Amt mit der Frage ob ich denn nun an den Impfstoff käme "Da müssen sie morgen anrufen wenn der Amtsveterinär wieder da ist". Anmeldung bei der Tierseuchenkasse (TSK) per Brief mit Betriebsnummer. Dort kostet das dann wohl 0,0x€ pro Huhn und Jahr.
>> Donnerstag: Anruf beim Amtsveterinär. Aussage: Ja, eigentlich muss geimpft werden, aber es ist für Privathalter nicht durchführbar, ich solle es einfach lassen...

:schaf_1:
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Thomas/V.
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#2

Beitrag von Thomas/V. » Do 4. Jul 2013, 09:15

Tja, wer viel fragt, bekommt viel Antwort.... ;)

Ich war einmal deswegen beim TA, der hat mich nur ausgelacht...
Seitdem hat sich das Thema erledigt...
Ich weiß aber von Züchtern, die auf Ausstellungen gehen, das die als Vereinsmitglieder durchaus an den Impfstoff kommen und impfen.
Wenn Du also impfen willst, dann wende Dich an einen GZV in Deiner Nähe und frage dort nach, ob Du Dich da mit dranhängen kannst.

Blöd ist natürlich, das Du jetzt "im System" bist...
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

Aika
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#3

Beitrag von Aika » Do 4. Jul 2013, 09:29

Wir haben dieses Jahr bei einem Geflügelzuchtverein Impfwasser bekommen.
Das stand im Gemeindeblatt, man könne an dem Tag kostenlos Impfwasser abholen.
Diese Impfung soll man alle drei Monate wiederholen, ob wir das machen weiß ich noch nicht.
Man muss kein Mitglied des Vereines sein.
Wenn du Kücken impfen willst, hilft dir das aber auch nicht weiter.
Gruß Bärbel

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Happyhessin
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#4

Beitrag von Happyhessin » Do 4. Jul 2013, 09:48

Wenn man im Geflügelverein Mitglied ist muß man die Hühner nicht anmelden, auch wenn man sie Zuhause hält (zumindest ist das bei uns so).
Ich bin in den Verein gegangen und hole mir jetzt 4 mal im Jahr den Impfstoff, den man den Tieren dann zu trinken geben muß, und es kostet mich nur 10€ Jahresbeitrag, das ist echt wenig.
Wenn man den Impfstoff beim Tierarzt holen will, das kann man vergessen, den gibt es nur in Dosierungen für mehrere hundert Hühner das ist viel zu viel für jeden Privathalter.
Die Küken sollten am besten Futter bekommen mit Kokzidose Wirkstoff (bin nicht der Fan davon, aber bei Küken mache ich das weil ich nicht haben will das sie eingehen), das Futter gibt es aber leider meistens nicht in Bio.
Normal werde die Küken im Geflügelverein gleich am ersten Tag nach dem Schlupf gegen Marek geimpft, das mache ich aber nicht, da ich da genau den Schlupf planen muß und das geht eigentlich nicht bei der Naturbrut.
Meine Küken haben letztes Jahr auch ohne Marekimpfung überlebt.
Ich würde jeden privaten Halter raten in den Geflügelverein zu gehen, das macht es leichter mit der Anmeldung und Impfung, man bekommt auch viele gute (und weniger gute) Tipps dort, da kann man ja entscheiden was man annimmt und was nicht.
Auch Hühner bekommt man dort oft geschenkt weil sie "Fehler" haben oder neue bessere da sind, habe da schon tolle Hennen die fleißig legen geschenkt bekommen und sie dürfen weiter leben.
Mehr Mut zur Unordnung im Garten, sie ist die Ordnung der Natur!

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karl-erwins-frau
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#5

Beitrag von karl-erwins-frau » Do 4. Jul 2013, 09:57

Hi,
erstmal einen finden. Bei uns haben so viele dicht gemacht und das meißte sind max Kleintierzuchtvereine. Aber ich habe auch schon dran gedacht und werde das mal versuchen. Es gibt drei Vereine im "näheren" Umkreis. Das Hauptproblem ist meißt da jemanden zu erreichen. Ich stand schon x-mal vor verschlossenen Türen und hab mich gefragt wann die wohl ihre Tier versorgen ;-)

Und das mit dem "im System": Naja, zum Einen ist es eben Wohngebiet und wenn sich da mal die Nachbarn beschweren sollten, will ich lieber eine "weiße Weste" haben.

An den wohlwollenden und etwas verwunderten Reaktionen auf den Ämtern hab ich aber schon gemerkt, dass ich wohl eine Ausnahme bin. Kann vielleicht auch was Positives für die Zukunft haben, als pflichtbewusst und "ordentlich" bekannt zu sein.
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#6

Beitrag von Spottdrossel » Do 4. Jul 2013, 11:06

Das mit dem "System" sehe ich halb so wild, die 5 € Hühnchensteuer im Jahr zahle ich gerne. Glaube allerdings nicht, daß die mir im Fall der Fälle tatsächlich die 40 € für jedes dicke Huhn ersetzen :pfeif: .
Wegen der Newcastle-Impfung ging es mir ähnlich, TA sagte, solange ich nicht laufend wechselnde Besetzung hätte, wäre es halb so wild.
Der ganze Medikamentenkram ist nur auf Großbetriebe ausgelegt, als ich wegen Flubenol gefragt habe, habe wir dann einen Miniklecks auf eine Spritze gezogen, mit dem ich mischen konnte. Weiß der Himmel, wie das wird, wenn der TA altersbedingt aufhören muß :ohoh: .
Und Geflügelzuchtvereine :roll: - ich hab mich da gerade durch eine absolut gruselige Homepage (immerhin :daumen: ) gekämpft, einen ziemlich untauglichen Mitgliedsantrag (auf dem noch nicht mal der Beitrag genannt wurde, der fand sich dann indirekt in der Chronik) ausgedruckt, ihn dann nochmal komplett neu gebastelt und PER POST eingeschickt.
Zwar bin ich auch Nostalgiefan, aber da brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie keine Mitglieder finden :bang: .
(Irgendeiner da muß doch einen internetfähigen Enkel haben?!?)
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#7

Beitrag von Gaby 87 » Mi 9. Okt 2013, 16:39

Hi jetzt muss ich mal nachfragen. weil ich mal meine Tierarzt wegen Impfung gefragt habe, kommt die jetzt alle 3 Monate und impft über das Wasser. Und das kostet mich jedes Mal 50€ soll ich lieber absagen und sagen ich impfe nicht mehr? Für meine 8 Huhnies ist mir das zu teuer. Oder sehe ich das falsch?

LG Gaby

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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#8

Beitrag von Kerstines » Mi 9. Okt 2013, 17:18

Hallo, Gaby,

wir haben seit x Jahren (also schon immer :lol: ) Hühner für den privaten Gebrauch, ein Tierarzt war nie hier.

Brauchst ihr doch bloß abzusagen, ohne Grund.
Wenn sie fragt, warum, habt ihr die aufgegessen :haha:

:) Kerstines

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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#9

Beitrag von Spottdrossel » Mi 9. Okt 2013, 17:51

sowohl TA als auch ein gewerblicher Eierproduzent sagten mir, solange man auf keine Ausstellungen geht und selten Neuzugänge bei den Hühnern hat, ist das Krankheitsrisiko relativ gering.
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Re: Hühnerhaltung und impfen - kleiner Bericht

#10

Beitrag von Rallymann » Mi 9. Okt 2013, 18:16

Also bei der Anmeldung unserer Nutztiere wurde ich vom Vetamt darauf hingewiesen, dass es eine Jährliche Impfplicht gibt, die einzuhalten ist. Newcastle
Weiterhin gibt es die Möglichkeit, diese Impfung einmal jährlich Spritze oder Vierteljährlich übers Trinkwasser zu geben. Die Kosten hab ich jetzt nicht im Kopf, weil da alle Viecher von TA verwurstet werden.
Sollte so um die 30 € gewesen sein. Dumm ist nur, dass dieser Beutel Pulver in seiner kleinsten Grösse für 1000 Tiere ist.

http://www.tierseucheninfo.niedersachse ... _psmand=24


http://www.huehner-info.de/infos/impfen.htm

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