Der Fuchs war da

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osterheidi
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Re: Der Fuchs war da

#221

Beitrag von osterheidi » So 10. Mai 2020, 18:50

poste das mal hier:
ich selber habe ja keine tiere momentan, aber der nachbar. meist so 30 hühner. wir haben einen geschlossenen heustadel und darunter ist entweder ein ganzer fuchsbau oder sie haben dort nur gespielt. innen rein kommen sie nicht. ich habe vier junge füchse spielen sehen, habe nur noch zwei auf foto erwischt. nachbarn angerufen obs grad probleme gibt, er meinte ja laufend verluste. er wollte den förster und den jäger wie schon öfter herbestellen.
ich habe gelesen was man tun kann/ darf/ möchte. erstmal habe ich den müll weg geräumt den die füchse hinterlassen haben: picknikmüll von der tanke. dann 50 meter kabel zum heustadel und seit freitag nun bayern 3 24 stunden :hhe: .
das scheint mir zunächst das billigste und harmloseste mittel . alles andere was beschrieben wird habe ich schon lange abgeschafft: keine offenen komposthäufen mehr, nicht mal mehr eierschalen drauf etc. wasserstellen sind alle abgedeckt. da wir eigentlich wohngebiet sind meinte der nachbar müßte der jäger oder förster was tun.
hat hier jemand erahrung mit fuchs im wohngebiet?
ein anderer nachbar hat einen waschbären fotografiert, auch gleich an einen unserer alten graskomposthäufen ganz am ende des grundstücks hat er viele löcher gemacht. den werden wir jetzt auch abdecken mit altem drahtzaun und fixieren.
gibts da erfahrungen?

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Zacharias
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Re: Der Fuchs war da

#222

Beitrag von Zacharias » So 10. Mai 2020, 19:23

Ich hab mich mal bei Lammverlusten bei der Stadt beschwert, die haben dann einen Jäger geschickt. Es muss aber ein gewisser Abstand zur nächsten Bebauung sein, wie weit weiß ich nicht mehr.
Grüße,
Birgit

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Re: Der Fuchs war da

#223

Beitrag von emil17 » Mo 11. Mai 2020, 09:07

Im Risikogebiet hilft nur ein dichtes Gehege oder minsdestens nächtliches Einstallen.
Raubwild ist nun mal eine Umwelteigenschaft, d.h. Raubwildpräsenz gehört zu deiner Fläche wie Steilheit, Steinigkeit, Erdrutschgefahr und so weiter. Man kann nicht verlangen, dass Jäger und Wildhüter jedes gepflanzte Bäumchen vor dem Verbiss schützen und jedes Hühnchen auf eigenem Freiland vor dem Wolf.
Zudem wäre es kurzsichtig, einfach alle Füchse wegmachen zu wollen, die haben eine wichtige Funktion als Gesundheitspolizei und ernähren sich vorwiegend von Wühlmäusen und ähnlichem Getier.

Die Gesetzeslage bei Wildschaden ist hier wie so oft auf den ersten Blick gut und dann aber frustrierend, wenn man die Verordnung dazu liest: Als mir die Wildschweine mal meine Wiese umgegraben haben, kam der Wildhüter zwar, meinte aber, das sei zur Zeit ein grosses Problem und sie würden versuchen, den Bestand einzugrenzen.
Entschädigung gabs keine (obwohl im Gesetz steht, dass die Jagdpächter für Wildschäden haften) da erstens Bagatellschaden (da die Wiese eine magere Blümchenwiese ist und also sowieso nix abwirft) und ich zweitens nicht Erwerbslandwirt bin, also gar keinen Schaden haben kann.
Am Schaden sind weder Jäger noch Wildhüter schuld, die Leute sind ok und umgänglich, solange man ihnen nicht mit Jagd ist Mord oder ähnlich weltfremdem Zeug kommt oder sie zu Vegetariern bekehren will.

Zudem sind Füchse recht anpassungsfähig und finden im Siedlungsgebiet oft bessere Bedingungen als draussen.
Das Einhegen ist ein ziemlicher Aufwand, aber wenn man langfristig Geflügel halten will, lohnt sich das.
Bei den Hühnern haben wir einen elektronischen Pförtner, die dürfen erst um 8 Uhr raus (viel zu spät nach Hühneransicht) und abends gehen sie rein, bevor der Fuchs unterwegs ist.
Das hält die Verluste in Grenzen. Wenn sie nicht mehr reinwollen, etwa wegen Vogelmilben, die man nicht bemerkt hat, gibt es sofort Verluste.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Der Fuchs war da

#224

Beitrag von Manfred » Di 12. Mai 2020, 16:41

Wir hatten auch Fuchs-Besuch.
Hat nachts im Garten den Kaninchenauslauf untergraben und den dort einquartierten Rammler getötet.
Wurde wohl dabei gestört. Der Körper lag im Gemüsebeet und der Kopf beim Nachbarn in der Einfahrt...
Fuchs anhand der Spuren + Wildkameraaufnahmen in der nächsten Nacht bestätigt.


Fuchs.jpg
Fuchs.jpg (74.16 KiB) 400 mal betrachtet

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Re: Der Fuchs war da

#225

Beitrag von Salmandra » Di 12. Mai 2020, 19:45

Bei uns wurde der Fuchs letzte Nacht leider nicht gestört: 4 Legehühner, 3 Küken und eine kleine Ente hat er sich geholt. Unter Maschendraht und Tor hatte er sich durchgegraben!

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Re: Der Fuchs war da

#226

Beitrag von Zacharias » Do 14. Mai 2020, 18:12

Jetzt war er auch bei mir: 10 Rassehennen. Das Beunruhigende daran ist, die Hühner leben im Dauerknast und der Schuft hat das Engelnetz an 3 Stellen durchgebissen. Ich dachte, das wäre bissfest?
Grüße,
Birgit

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Re: Der Fuchs war da

#227

Beitrag von osterheidi » Fr 15. Mai 2020, 06:00

Der geschädigte bauer wird mit dem jäger jetzt nach dem fuchsbau suchen . Das wissen wir nämlich noch nicht ob das wirklich unter unserer heuhütte ist. Ich bin gespannt was sie erreichen

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Re: Der Fuchs war da

#228

Beitrag von Zaphira » Fr 15. Mai 2020, 09:18

Bekommt man da Entschädigung vom Jäger?

Mit dem Fuchs hatten wir bisher Glück, war noch keiner da.
Mein Ziel ist ein Leben von dem ich keinen Urlaub brauche.

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Re: Der Fuchs war da

#229

Beitrag von Rohana » Fr 15. Mai 2020, 09:23

Warum sollte man Entschädigung vom Jäger bekommen? :hmm:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Der Fuchs war da

#230

Beitrag von Zaphira » Fr 15. Mai 2020, 09:38

Weil er zu wenig jagt? Ich habe keine Ahnung. War nur eine Frage. Es gibt ja vieles wovon man keine Ahnung hat.

Bekommt man bei Schafen nicht auch was, wenn der Wolf Schaden anrichtet?
Mein Ziel ist ein Leben von dem ich keinen Urlaub brauche.

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