Was ist Norm?

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Oli
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Re: Was ist Norm?

#31

Beitrag von Oli » Do 19. Sep 2019, 12:45

Sonne hat geschrieben: Ich mache mich nicht an Zahlen fest. Irgendwie habe ich das Gefühl, einige verstehen mich nicht so ganz. :hmm:

Wenn ich zum Beispiel 4, 5 oder 7 Kürbisse pro Pflanze ernte, dann wäre das ja schon ganz toll. Ich denke ja gar nicht an 15 oder 20. Aber bei mir hängt bei den Hokkaidos halt bloß einer dran und der ist klein und mit viel Glück ein noch kleiner zweiter. Und nicht nur einmal sondern heuer ist das so, letztes Jahr war es so und frühere Versuche waren noch weniger. Also, da hing dann keiner dran.

Paprika ähnliches Spiel. Säe ich selber aus, dauert es ewig bis die Pflanze überhaupt kommt und mal groß wird. Kaufe ich die Pflanze, zahle ich 2-3 Euro pro Stück. Wenn dann am Ende vom Sommer an einer Pflanze grad mal 2 Früchte dran hängen habe und eine oder mehrere andere von komischen Viechern zerfressen sind... :aeh: Das gleiche mit der Miniaubergine. 2 Pflanzen für je 3 Euro. Ausbeute: 5 oder 6 kleine Minis, vielleicht knapp 7cm groß an 2 Pflanzen. Was soll ich denn damit anfangen? Das reicht grad für meinen hohlen Zahn rechts unten. Für das Geld von den Pflanzen hätte ich mir da jetzt 2kg Auberginen kaufen können.
Ooch, ich verstehe dich. :mrgreen:
Ich find's nicht schlimm, Aufwand, Nutzen, Ertrag, Sortenwahl usw. an Zahlen fest zu machen. Zumal sich vieles ja auch nicht in Zahlen ausdrücken lässt. Zufriedenheitsfaktor, Entspannung, Glück und so.
Denn auch ich baue mein Zeugs nicht aus pädagogischen Gründen an, sondern zum sattwerden. Und es muss nebenher laufen. Wie auch sonst? Bin ja kein Erwerbsgärtner und Kinder, Tiere, Haushalt, bisschen Arbeit wollen auch ihren Platz und Raum haben.

Insofern ist das schon gar nicht so doof, was ich weiter oben geschrieben habe. Aber auch wenn du damit nichts anfangen kannst, irgendwann wird es einer lesen, der daraus was ziehen kann. :ohm:

Ach, ich war vorhin im Tunnel und habe mitleidig meine Paprikapflanzen angesehen, immerhin sind die Nachttemperaturen hier nun niedrig einstellig und die Pflanzen hängen SO VOLL. Also, die schönste Pracht hilft nix, wenn die Dinger nicht ausreifen können trotz Tunnel in einem kalten Jahr wie diesem. Und: ich weiss ja nicht, was bei mir so an einer Pflanze hängt weil das mehr so pi mal Auge einschätze, ob ich zufrieden bin/ob die Zahlen stimmen, die Regale voll genug sind aber ich habe spasseshalber mal an einer Pflanze nachgezählt, wo ich weiss, dass ich noch nichts geerntet habe: 20 Früchte waren es. Schöne, große, braune Paprikas.

Werden sie reif, zählen sie sogar.

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Re: Was ist Norm?

#32

Beitrag von Pitu » Do 19. Sep 2019, 13:46

Nööö, ich versteh Euch nicht ... Allerdings bin ich auch so gar kein Zahlenmensch ... :pfeif:

Für mich gilt das, was auf meiner Scholle gedeiht und damit vergleiche ich die Erträge. Boden und Regionalklima kann ich nun mal nicht ändern. Folientunnel und Gewächshaus hab ich auch nicht. Deswegen lese ich auch nicht die ganzen "Was hast Du ..."-Fäden.
Trotzdem probiere ich immer wieder neue Sorten aus und freu mich, wenn sie gut gedeihen und viel Ertrag bringen. Was viel zu wenig bringt, baue ich allerdings nicht wieder an - es sei denn, es schmeckt gigantisch gut (so wie die Tomate Nepal z.B.)

Auch dieses Jahr mußte ich wieder feststellen, daß bei mir von den Auberginen nur die Blaukönigin früh genug dran ist und ordentlich Ertrag bringt. Also werde ich in Zukunft aufhören, herumzuexperimentieren und nur noch die Blaukönigin anbauen.

Mir ist es wichtiger, zufrieden zu sein mit dem was ich habe und zu versuchen, das zu verbessern. Manche Sachen gehen bei mir gut, die woanders nicht so gedeihen. Manche Sachen gehen bei mir gar nicht, die woanders gut wachsen. Vergleiche und "Normen" finde ich da eher hinderlich.

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Re: Was ist Norm?

#33

Beitrag von Sonne » Do 19. Sep 2019, 13:48

Ich mach mich nicht an Zahlen fest...damit meinte ich, ich erwarte jetzt nicht, dass ich jedes Jahr mindest 20 Paprika ernten kann. Und schon gar nicht um jeden Preis. Und es darf auch ein Jahr mal unterschnittlich sein. Das ist nicht nur bei Obstbäumen, sondern vielleicht auch bei Gemüse gelegentlich normal. Du hast 20...ganz ohne Neid: Das finde ich super. Ich habe nur 2...das finde ich absolut unterdurchschnittlich. Da will ich halt wissen was los ist.

Och Oli...manchmal bin ich hier echt verzweifelt.

Ich habe nirgendwo auch nur mit einem Hauch angedeutet, dass ich deinen oder irgendeinen Betrag doof finde...
oder damit nix anfangen kann. Ich kann diesem Thread mit allen Beiträgen was anfangen...auch wenn ich nicht allem in allen Beiträgen zustimme. Aber das muss ich ja auch nicht.

Bei deinem Beitrag war wertvoll für mich: Es kann nur rauskommen was reinkommt. Das ist ein Punkt, über den ich weiter nachdenken werde. Deine Paprika-Empfehlungen werde ich erst im Winter näher studieren.

Aber warum sollte ich deinen Beitrag doof finden? Ich weiß nicht mal, welcher Ausdruck in meinem Text das auch nur ein winziges bisschen andeuten könnte. Echt, das frustet mich zutiefst. Vielleicht bin ich für Foren nicht geeignet.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Was ist Norm?

#34

Beitrag von Rohana » Do 19. Sep 2019, 14:22

Mach dir keinen Kopf, Sonne, Forenkommunikation ist voller Fallstricke und potentieller Missverständnisse, das ist ganz normal (huch, schon wieder eine Norm :engel: ). Bei mir wollen die Paprika auch nicht so recht, allerdings sind die im Freiland und ziemlich spät dran. Ohne ordentlichen Altweibersommer wird das nix mehr - aber was lernen kann man draus.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Was ist Norm?

#35

Beitrag von Oli » Do 19. Sep 2019, 14:36

Ruhig Blut.‘Gar nicht so doof‘ ist eine Redewendung. ;)

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Re: Was ist Norm?

#36

Beitrag von Sonne » Fr 20. Sep 2019, 23:26

Ja...Forenkommunikation. Damit komme ich schon manchmal an meine Grenzen. Ich schreibe was und bei der Antwort eines Users denke ich schon ab und zu: 'Hä...was hat der jetzt in meine Worte reininterpretiert, was ich nie gesagt, gedacht, gemeint habe.'

Schon schwierig manchmal. Da denk ich schon mal drüber nach, den Forenkram einfach sein zu lassen.

Oli, du hast ja auch gemeint, ich könnte mit deinem Text nix anfangen. Ich habe ein Problem mit so einer Aussage, weil ich die Beiträge, die auf Fragen von mir kommen, sehr wertschätze.

Ist ja nicht selbstverständlich, dass jemand antwortet. Und aus fast jedem Beitrag ziehe ich einen Nutzen. Ich kann, ich denke mit allen 'was anfangen' und selbst wenn ich mal komplett anders denke, kann er mich doch zum weiterdenken anregen.

Aber...lassen wir es. Ordnen wir es einfach unter 'Missverständnis' ein. Schublade auf... Schublade zu... :mrgreen:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Was ist Norm?

#37

Beitrag von hobbygaertnerin » Sa 21. Sep 2019, 06:17

@Sonne,
ich hab kurz überlegt, ich gärtnere seit mehr als 35 Jahre- und jedes Jahr lerne ich dazu.
Am Anfang war es der übliche Bauerngarten, dann nach Marie Luise Kreuter, war damit leider nicht so zufrieden, dann mit der Mulchmethode nach Ruth Stout, dann mit Versuchen von verschiedenen Sachen wie Kompost, Komposttee, Wurmkompost und dann mit Terra Preta, diesen amerikanischen Bankbeeten.
Auch wenn es mühsam und aufwendig war, ich habe viel darauf gelernt.
Paprika geht bei mir erst mit warmen Fuss und sehr reichlicher Terra Preta Erde, es macht keinen Unterschied ob die Pflanzen gekauft oder selbstgezogen sind.
Paprika im Gewächshaus ging bei mir nicht, war wohl trotz Schattierung im Sommer zu heiss, jetzt hab ich ihn an der geschützen Südwand- gebe vor dem Auspflanzen eine warme Mistpackung als Bodenheizung und dann kommt wieder die Terra Preta Erde darauf- gibt aber auch noch Brennessel- und manchmal Tauben- oder Hühnerbrühe einmal die Woche als Guss.
Auch die Auberginen wachsen nach diesem System recht gut, Tomaten mögen es auch.
Es heisst in alten Gartenbüchern, dass die Paprika, , Tomaten Ruderialpflanzen in Südamerika früherer Zeit waren- wahre Düngerfresser sind.
Aubergnen kommen zwar von woanders her, aber die mögen auch sehr viel Futter.
Seit ich diese amerikanischen Bankbeete habe, ist die Gartenarbeit weniger aufwendig, ich kann eben Mist als warmen Fuss gut reinmachen, darauf Terra Preta Erde- ohne dass es auf die Gartenwege fällt.
Gurken pflanz ich nur noch in Hochbeete, da werden sie am Schänsten und wenn wirklich noch kalte Zeiten kommen, kann ich sie gut übertunneln.
Mit Norm kann ich nicht dienen, aber ich möchte mit einigermaßen sinnvollem Aufwand immer was zum Ernten draussen haben.
Was sich bewährt, kommt nächstes Jahr wieder, aber es ist auch jedes Jahr anders. Ein Jahr gibts Unmengen an Bohnen, ein anders Jahr mögen sie nicht so besonders, letztes Jahr hatte ich eine Zuccinischwemme, dass sie mir und dann auch den Hühnern bei den Ohren rauswuchsen, heuer hatte ich weniger Pflanzen, sie haben gut gereicht, aber Schwemme war es keine.
Letztes Jahr waren die Tomaten überaus reichlich, vom Geschmack her unvergleichlich, heuer hab ich weniger gepflanzt, weil ich noch genug Tomatensosse, Mark und sonstiges aus Tomaten hatte -
ich hab viel Wissen aus Büchern gesammelt, am Meisten hat mir Brett Markhams Buch über Minfarming geholfen-
und einen Spruch hab ich von einem alten Gärtner- in seinem Garten kamen nur Pflanzen rein, die gut schmeckten, gut rochen (Blumen), Garten- und Heilkräuter.

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Re: Was ist Norm?

#38

Beitrag von Sonne » Sa 21. Sep 2019, 08:19

Danke Hobbygärtnerin. :)

Ja...35 Jahre Gartenarbeit...haben wir gemeinsam. Aber sonst nicht mehr viel weiter. :lol:

Bei mir war ehr: Loch buddeln, Pflanze rein, fertig. :pfeif:

Nein, nicht ganz so - natürlich habe ich auch mal versucht mir Sachen anzulesen. Aber die Umsetzung habe ich oft nicht geschafft. Ich, weiß, das hat Gründe, aber schade finde ich es doch, dass ich nach soviel Jahren sowenig weiß. Oder darf ich hier König Salomo zitieren: 'Alles hat seine Zeit.' Damals waren halt andere Sachen wichtiger.

Ja düngen...ich glaube da habe ich noch lange, lange nicht die richtige Balance gefunden. Während ich Angst habe zuviel zu düngen schreien meine Pflanzen wahrscheinlich die ganze Zeit nach mehr...nach viel mehr. Auch das wöchentliche Düngen fällt oft flach, weil ich es schlicht und einfach öfter mal vergesse. Aber ich glaube inzwischen, da steckt wahrscheinlich das Hauptproblem an meiner gefühlt zu magerer Ernte. Ja doch, ich glaube darin habe ich den Knackpunkt gefunden.

Naja...wie macht ihr das mit dem Mist? Muss der nicht erst eine Weile ablagern? Heuer hat mein Mann für die Kartoffeln Mist vom Neffen geholt, ein paar Tage auf dem Beet liegen gelassen und dann eingearbeitet. Und sonst haben wir das auch immer so gemacht, wenn wir denn mal Mist geholt haben. Ein kleines Schäufelchen direkt vom Stall ins Tomatenloch. Ich frage mich nur, ob das eigentlich nicht viel zu kurz war. Muss der nicht länger verrotten?

Wir haben insgesamt noch nicht viel mit Mist gearbeitet. Mein Mann hat in all den Jahren ab und zu mal was geholt von seinem Bruder. Aber irgendwann hatte ich den Gedanken mit dem Antibiotika und dann wurde das immer seltener. (Da habe ich jetzt auch mal mit meinem Mann geredet und er meinte, er glaube nicht, dass sein Neffe speziell viel Antibiotika gibt, das wäre ja auch alles eine Kostenfrage und im Futter beigegeben - tja - da ist es ja so, dass kleine Mengen von 'Wasauchimmer' nicht angegeben werden müssen. Aber er denkt jetzt auch, es sei vielleicht mehr bei Schweinen ein Problem als bei Kühen.) Sonst hat mein Mann ehr zu Blaudünger gegriffen, wenn auch ehr mäßig und das sollte jetzt eigentlich nicht mehr in unseren Garten. Flüssigdünger manchmal, der ist so schön bequem. Aber ich glaube auch von diesen Dingen habe ich immer viel zu wenig und unregelmäßig genommen. Ach ja und einmal hatten wir einiges an Pferdemist bekommen, aber anschließend war der halbe Garten Grasland. Fand ich auch nicht so prickelnd. Ich kam eh' kaum mit dem Jäten nach.

Ja ja...Mist ist also jetzt das neue Gold... :lol:
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Re: Was ist Norm?

#39

Beitrag von Rohana » Sa 21. Sep 2019, 08:37

Bei Milchkühen werden Antibiotika nur im Akutfall gegeben und das idR lokal (z.B. Euterentzündung, Nachgeburtverhalten), selten systemisch (z.B. Lungenentzündung bei Kälbern, fiebrige Mastitis bei Kühen). Mehr Sorgen würde mir bei Weidetieren die eventuelle Verwendung von Antiparasitika machen, speziell Avermectine, die auch im Mist noch enthalten sind und wirken.
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Re: Was ist Norm?

#40

Beitrag von SunOdyssey » Sa 21. Sep 2019, 08:47

Also ich habe mich auch mit dem Thema Mist beschäftigt, weil bei mir ja sehr viel davon anfällt. Da ich gern alles hier auf dem Hof halten möchte, soweit nötig, und einen Kreislauf wollte, musste ich zwangsläufig ein wenig experimentieren, damit ich diese Mengen Händeln kann. Nur als Info:
Jedes meiner Hoppes produziert eine Karre Mist am Tag, also habe ich zwei täglich im Durchschnitt. Ich schichte sie im Sommer zu einer Ost/West-Miete und im Winter zu einer Nord/Süd-Miete auf, diese ist ca. 2m breit an der Basis und nie höher als einen Meter. Den Winterkompost nutze ich für meine großen Hochbeete, diese sacken im Laufe eines Jahres fast bis auf den Boden zusammen. Zuerst kommt als Basis 25cm Frischmist hinein, der ist die Heizung. Dann bis 15cm unter den Rand der Kompost und dann entweder ein Teil Wollvlies vom Schaf, wenn ich habe, oder eine Mischung aus Hornspänen und Urgesteinsmehl, nicht allzu viel. Und darüber wieder Kompost.

Den Sommerkompost nutze ich mit Dolomitkalk zum Düngen meiner Weide, jedes Jahr kommt eine dran.

Und ich mache es wie Hobbygärtnerin, ich setze früh Brennessel- und Rainfarnjauche an, die eine zum stärken, die andere als Schädlingsbekämpfer. Wenn dann Mutter Natur noch etwas Regen dazu liefert, wächst hier alles wie Hulle! Zurzeit ertrinke ich in den gelben Himbeeren und die werden gar nicht gedüngt, die wachsen einfach so.

Sonne, ich mache vieles aus Lust, denn ernähren muss ich mich eigentlich nicht davon. Ich wühle gern in der Erde und im Kompost, der Geruch macht mich fast high! Auch das Mulchen und Kalken der Weiden ist für mich keine Arbeit, sondern herrlichstes Abschalten und Rumschweifen der Gedanken, denn denken muss ich bei solchen Tätigkeiten nicht, ich bin einfach nur. Mich macht das schon ein wenig süchtig, auch das Abäppeln würde mir fehlen, wenn meine Pferde mal nicht mehr sind.
Daher trifft mich ein Misserfolg auch nicht so, wenn etwas nicht so recht will, versuche ich es nochmal oder entscheide, dass diese Pflanze eben nicht zu uns passt. Und ich halte es ähnlich wie der oben erwähnte Gärtner, alles, was hier wächst, soll entweder schön sein oder duften oder etwas für die Hoppes oder mich sein. Und das ist oft genug auch etwas, was ich selbst gar nicht gesät habe, sondern es kommt einfach so zu mir. Veilchen teppichweise, Schafgarbe (fressen die Pferde getrocknet wahnsinnig gern) Spitzwegerich als Antihustenmittel, Kamille, Beifuß, der so schön würzig duftet, und und und ...

Ich finde, es wird immer schöner hier
Ich sage, was ich meine und ich meine, was ich sage

Und ich sage.....blöde Autokorrektur

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