ausdauerndes Gemuese

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poison ivy
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ausdauerndes Gemuese

#1

Beitrag von poison ivy » So 4. Feb 2018, 18:33

ich kopiere das mal von der Pflanzplanung rueber:

ich haette gern mehr, viel mehr ausdauerndes Gemuese,
scheine da aber nicht viel Glueck zu haben, bin grad am Budget verplanen,
Tartaren-Kohl klingt interessant, einzige Quelle ein Brite, auf Etzy, der immer noch nen Spruch stehen hat von wegen er ist ueber Weihnachten weg
9-Star Broccoli wird nicht so einfach wie gedacht, die Kanadier schicken nicht, der in Oregon antwortet nicht, der Ire auch nicht
Meerkohl ist schon mal einfach verschwunden
meine Apios wuchern, haben aber arg kleine Knollen
Yakon hat jetzt 3 Jahre lang quasi keine Speicherknollen gebildet, immerhin letztes Jahr zum ersten Mal einigermassen ueppig geblueht, aber ob ich den weiter mitschleppen soll?
nicht mal Topi wuchern wirklich, die wollen zwar ueberall wachsen, aber bilden auch nur moderatest Knollen
Crosne haben sich in 3 Jahren von 3 auf 100 Wuerzelchen gesteigert, aber selbst von 100 werd ich nicht satt, dafuer sind 2 Jahre und 3qm verschwendet,
kann das alles an zu viel Schatten liegen?
dann sollte ich denen allen noch eine Chance geben, jetzt hab ich deutlich mehr Licht

was habt Ihr als ausdauerndes Gemuese? wie schmeckt's, wie gut traegt's, was fuer Boden-Licht-Duengung wills, wo nehm ich's her ...
fuer jedweden Input dankbar

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kraut_ruebe
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Re: ausdauerndes Gemuese

#2

Beitrag von kraut_ruebe » So 4. Feb 2018, 19:04

crosne und topis vertragen halbschatten gut. wenn du weniger als halbschatten hattest, kanns gut am fehlenden licht liegen. wenns für halbschatten gereicht hat, dann wars vielleicht die nährstoffversorgung. bei mir bilden beide erst richtig gute knollen, seit der boden extrem reichhaltig ist (ein blick auf den ph-wert kann auch nicht schaden, das kann auch bremsen)

spargel fällt mir zu den ausdauernden noch ein, kultursorten und wilder spargel. und kren (meerrettich).

was ich gern mag, sind sachen, die sich selber aussäen. das zählt zwar nicht als ausdauernd, aber macht auch von alleine. zB haferwurzeln, zuckerwurzel, erdkastanie, melden, feldsalat, forellenschluss (salat), diverse asiasalate, portulak.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

Benutzer 72 gelöscht

Re: ausdauerndes Gemuese

#3

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 4. Feb 2018, 20:13

Baumspinat (fagopyrum... also der wilde Buchweizen), Guter Heinrich (mag die Blätter sehr gerne), Glockenblumen (da kann man auch die Wurzeln essen, hab ich aber noch nicht probiert), Süßdolde (Blätter und Früchte - eine Nascherei!).
Tomaten, Paprika, Physalis und Chilies sind doch mehrjährig, wenn das Klima passt?
Bei Feuerbohnen probier ichs heuer mit Winterschutz.
Fenchelsamen...
Grünkohl trägt bei mir mehrere Jahre, ich ernte halt nur Blätter, nicht den ganzen Strunk.
ist halt so, wenn man die Wurzeln oder die ganze Pflanze ("Salatkopf") essen will, sind sie nicht mehr mehrjährig! :)

Edit: Etagenzwiebel, ausdauernder Lauch, Berglauch

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Oli
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Re: ausdauerndes Gemuese

#4

Beitrag von Oli » So 4. Feb 2018, 20:19

Yams
Wilder Buchweizen
Kaukasischer Rankspinat
Canna edulis (noch nicht verkostet)
Brunnenkresse
Surenbaum
Giersch
Bärlauch
Helianthi
unbedingt Spargel

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poison ivy
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Re: ausdauerndes Gemuese

#5

Beitrag von poison ivy » So 4. Feb 2018, 23:06

oops, Spargel hatte ich vergessen, die hab ich in gruen und lila und die wachsen brav,
aber nicht im Gemuesegarten, aus den Augen ... weisst schon

Helianti sind doch Topi(nambur), oder?
Giersch gibt es hier nicht, Kudzu ist essbar aber den kann essen wer mag
Canna edulis hab ich eine, probiert und als genauso kulinarisch wertvoll eingestuft wie Dahlienknollen:
'kann man essen muss man aber nicht'
Bärlauch gibt es auch nicht, hab wild onion anstatt, fuer andere Leute ein laestiges es Unkraut im manikuerten Rasen, kann ich gar nicht genug davon haben
Brunnenkresse hab ich mangels stehendem Wasser nicht, aber die Land-Variante als Unkraut kommt in'n Salat
Surenbaum, musst ich erst mal Google fragen, einen Toona sinensis hatte ich, zumindest was, was aus gekauften Toona sinensis Samen gewachsen ist, pfui deibel, da kann ich auch gleich Privet futtern
Kaukasischer Rankspinat, konnt ich auch nix mit anfangen, von Hablitzia tamnoides hab ich schon viel Positives gelesen, bisher keine Quelle gefunden
Wilder Buchweizen, ah Fagopyrum cymosum kommt mir weit weg bekannt vor
Suessdolde hab ich schon gehoert, Cicely dagegen nicht, Bilder kommen mir bekannt vor, mal suchen gehen
Tomaten, Paprika, Physalis und Chilies sind doch mehrjährig, wenn das Klima passt? Sch...aendliches global warming, wir hatten den laengsten, kaeltesten Winter seit 100 Jahren und selbst in normalen Wintern immer eine a-kalte Nacht, eigentlich bin ich froh nicht mehr in Florida zu hausen, auch wenn ich da subtropischen Klima haette
Gruenkohl ernte ich auch blattweise und der ueberdauert eigentlich auch, nur der letzte Winter war fuer 3/4 meiner jugendlichen Kohlpflaenzchen toedlich, Kahlfrost ist einfach kaelter als Schneedecke *grummel*
Haferwurzel und Schwarzwurzel haben bisher noch nie vernuenftige Wurzeln produziert, wohl aber reichlich Samen, komisch Pastinaken und gelbe Rueben wachsen ja auch *schonwiederverwirrt*
Melde als lambsquarters und magenta spreen ist hier Unkraut, wie bereitest Du das essbar zu? Triebspitzen werf ich in'n Salat aber sonst?
vergessen, Rossveilchen laufen ja auch unter 'Gemuese' und Loewenzahn und Vogelmiere und cat's ear und Taglilien, Tigerlilien, Margariten, Gladiolen-Akelei-Tulpen-Bluetenblaetter ... kommt alles in'n Salat

was mit mehr hmmm? Substanz!

ist das mountain yams?
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Bei Feuerbohnen probier ichs heuer mit Winterschutz.

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Re: ausdauerndes Gemuese

#6

Beitrag von Hildegard » Mo 5. Feb 2018, 00:36

Also Yakon haben bei mir im Vorjahr (1.Versuch) mit 2 Pflanzen eine enorme Ernte gebracht. Etliche Speicherknollen mit mehr als 1kg! dazu viele mittlere und auch einige kleinere...hätt sie ruhig später ernten können. Gepflanzt im Hochbeet auf verrottetem Strohballen mit viel Wasser und tlw. Halbschatten (unter Apfelbaum) Hab davon jetzt noch 1 große Knolle im Keller.Stangensellerie kommt auch im Frühling wieder mit etwas Winterschutz.Bei uns kann es durchaus über -20°C gehen.
Ewiger Kohl? nichts für dich?
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)

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Re: ausdauerndes Gemuese

#7

Beitrag von Oli » Mo 5. Feb 2018, 00:46

Du kannst ja die pfaf.org-Datenbank nochmal bemühen, die sollte einträgliche Ergebnisse liefern.
Eric Toensmeier hat sonst mit 'Perennial Vegetables' ein Standardwerk geschaffen, mit dem man gut arbeiten kann. Irgendwo hat er auch 'ne Webseite wo mehrjährige erschöpfend besprochen werden, hab grad nicht gefunden wo, vielleicht versteckt sich die Liste auf http://www.perennialsolutions.org
Ich stolpere beim googlen nach einzelnen Pflanzen aber öfter drüber.

Helianthi ist nicht Topinambur aber aus der bei euch heimischen gleichen großen Familie. Mir gefallen sie besser weil sie u.a. den typischen Topinamburgeschmack nicht haben.
Keine Ahnung, ob das auf deinem Foto 'mountain yams' ist aber mir fällt ein, dass Toensmeier schrieb, dass er die Bulbillen vom essbaren Yams (gibt wohl mehr unbekömmliche als andersrum) erntet und isst. Eine anscheinend gute Kohlenhydratquelle, ohne die Hauptwurzel ausbuddeln zu müssen.

Und insgesamt gibt es für dein Klima beneidenswert viele perennials im Vergleich, bei der Lektüre der einschlägigen Literatur finde ich ständig Sachen, die für mich 1-2 Klimazonen zu weit entfernt sind. Dass ich die jetzt nicht für dich rezitieren kann ist wohl aber nicht der Verdrängung geschuldet, sondern der platzsparenden Sieb-Funktion des Hirns. Mea culpa. :mrgreen:

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Re: ausdauerndes Gemuese

#8

Beitrag von poison ivy » Mo 5. Feb 2018, 01:59

haaaalt, helianthi poppt hoch als Actinotus helianthi, ein australisches Flanellbluemchen, helianthus tuberosus ist Topi
andere helianthus sind weitgehend Sonnenblumen? von welcher redest Du, bitte?

perenialsolutions schmoekere ich immer mal wieder aber Papier, auch virtuelles, ist geduldig
und irgendwie schaff ich's ja auch, dass meine Yakon zwar bluehen aber NULL Knollen produzieren :aeh:
sprich, nicht ales was geschieben steht funktioniert bei mir

ah-aha "Bulbillen" kannte das Wort noch nicht, hab diese Knubbel probiert, die schmecken grauslich, dann ist das wohl eine der nicht geniessbaren Arten, schade

1-2 Klimazohnen entfernt? so viel kaelter als hier kann's bei Dir doch gar nicht werden!?

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Re: ausdauerndes Gemuese

#9

Beitrag von poison ivy » Mo 5. Feb 2018, 02:26

fuendig: "Helianthi, woodland sunflower (Helianthus strumosus)"

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Re: ausdauerndes Gemuese

#10

Beitrag von poison ivy » Mo 5. Feb 2018, 18:03

weiter im Monolog

Danke Oli, ohne Dein 'Helianti' waere ich nie auf den Anbieter gekommen
und dann ist ausgerechnet die fast-Topi ausverkauft *grummel*
anywho, hab bestellt
Sweet cicely (Myrrhis odorata)
Maca (Lepidium meyenii)
Styrian oil pumpkin 'Herakles' (Cucurbita pepo var. styriaca)
Good King Henry (Chenopodium bonus-henricus)
Root Chervil (Chaerophyllum bulbosum)
Skirret (Sium sisarum)
Laurel, bay tree (Laurus nobilis)
Red valerian (Centranthus ruber)
Sea kale (Crambe maritima)
Tatarican Colewort (Crambe tataria)

bin gespannt, ob und wie und was aus all diesen Samen wachsen wird

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